Beschreibung der Beschaffung
Das private Sonderpädagogische Förderzentrum in Stappenbach wurde in mehreren Bauabschnitten errichtet. Als erstes Gebäude wurde die damalige Volksschule im Jahr 1967 gebaut (= 1. Bauabschnitt). Der Gebäudeteil besteht aus zwei jeweils 3 geschossigen Hauptkörpern mit Pultdach, dazwischen befindet sich ein Querriegel als Verbindungsbau.
In diesem Gebäudeteil wurden bisher ein Pultdach erneuert (2008), das Haupteingangselement ersetzt (2006), das Knaben-WC saniert (2000) und Brandschutzmaßnahmen durchgeführt (2012).
1984 wurden am westlichen Gebäudeflügel verschiedene Fachklassenräume, Lehrerzimmer, Verwaltungsräume und eine Turnhalle mit Umkleiden und sonstigen Zubehörräumen errichtet (= 2. Bauabschnitt). Dieser Bauteil ist eingeschossig. Das Hausmeisterwohnhaus entstand ebenfalls in dieser Zeit.
2012 wurde das Flachdach dieses Bauabschnitts durch geneigte Dächer ersetzt. In gleichem Zug wurden Brandschutzmaßnahmen durchgeführt.
Als bisher letzte Erweiterung der Schulanlage wurden 1999/2000 neue Klassenräume in einem zweigeschossigen Bau an der Südseite des ehemaligen Volksschulgebäudes erstellt (= 3. Bauabschnitt).
Am 3. BA wurden bisher lediglich übliche Unterhaltsmaßnahmen durchgeführt.
Durch das Ganztagesangebot in der Don Bosco-Schule hat sich der Flächenbedarf erhöht. Im Zuge der Bedarfsermittlung wurde der abstrakte Raumbedarf der Schule angepasst und aktualisiert. Im Ergebnis ergibt sich rein rechnerisch ein Erweiterungsbedarf von 892 m². Dieser besteht aus einem Klassenzimmer, Räume für die Verwaltung, eine Pausenhalle sowie Räume für die Ganztagesbetreuung mit Versorgungsküche und Speiseraum. Bei der Küchenplanung wird aktuell von 150 Essenteilnehmern ausgegangen.
Neben dem notwendigen Erweiterungsbau ist die Generalsanierung der Bestandsgebäude des 1 und 2. Bauabschnitts vorgesehen.
Für die Entwurfsplanung (Leistungsphasen 1, 2 und 3) wurden bereits Architekten- und Ingenieurbüros beauftragt. Der Kostenrahmen für die Kostengruppen 200 bis 700 gem. DIN 276 12-2008 für die Generalsanierung und Erweiterung liegt bei ca. 19,5 Mio. EUR brutto.
Die Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahme muss im laufenden Schulbetrieb durchgeführt werden. Es ist daher mit Bauabschnitten und einer entsprechend langen Bauzeit zu rechnen. Ausweichräume können nur in begrenztem Umfang zur Verfügung gestellt werden.
Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens werden den zugelassenen Bietern weitere Unterlagen zur Verfügung gestellt.
Die Beauftragung umfasst die Ingenieurleistungen der Leistungsphasen 5 bis 9 nach aktueller HOAI Teil 4, Abschnitt 2, Technische Gebäudeausrüstung Anlagengruppen 4, 5, 6 und 7 und erfolgt stufenweise.
Gesamtkosten gem. Kostenschätzung (netto):
Anlagengruppe 4: ca. 1.150.000 €
Anlagengruppe 5: ca. 332.000 €
Anlagengruppe 6: ca. 58.000 €
Anlagengruppe 7: ca. 88.500 €
Terminvorausschau:
Weiterführung der Planung ab Leistungsphase 5: innerhalb 2 Wochen nach Auftragserteilung (voraussichtlich 42. Kalenderwoche 2023)
Beauftragung der Grundleistungen der Leistungsphasen 5 bis 9, vorerst nur die Leistungsphasen 5 bis 7.