Im Zuge der sehr hohen Zugangssituation von Flüchtlingen in Baden-Württemberg zum Zeitpunkt der Ausschreibung war es erforderlich, die beinahe erschöpften Aufnahmekapazitäten der Landeserstaufnahme in Baden-Württemberg schnellstmöglich auszubauen. Insbesondere im Hinblick auf erfahrungsgemäß erhöhte Zugänge im Herbst/Winter und zur Vermeidung der Gefahr der drohenden Obdachlosigkeit in den kalten Jahreszeiten war dies zwingend und dringend geboten. Die konkrete Zugangssituation (erhöhte Zugänge sowohl von Flüchtlingen aus der Ukraine als auch von Asylsuchenden) war durch den Auftraggeber nicht vorherzusehen und die Einhaltung der vergaberechtlichen Mindestfristen anderer Verfahrensarten war nicht möglich. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass erst kurz vorher feststand, dass die Messe dieses Jahr die Eislaufhalle nicht durchführen wird und in der Folge die Nutzung als Notunterkunft möglich war.