Beschreibung der Beschaffung
Die Sprinkenhof GmbH plant im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) die Modernisierung der Dauerausstellungen des Museums sowie umfassende Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten des 1922 eröffneten Museums für Hamburgische Geschichte, Holstenwall 24 in 22355 Hamburg.
Das 1908 gegründete Museum für Hamburgische Geschichte ist eines der drei großen und bedeutenden stadthistorischen Museen in der Freien und Hansestadt Hamburg, die in der Stiftung Historische Museen Hamburg zusammengefasst sind. Es zählt zum Kreis der größten und national wie international bedeutendsten stadt- bzw. regionalhistorischen Museen der Bundesrepublik Deutschland und wurde von 1914 bis 1918 nach Plänen von Fritz Schuhmacher konzipiert und 1922 eröffnet. Seit 1976 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Das Museum stellt über vier Etagen die Hamburgische Geschichte vom frühen 9. Jahrhundert bis heute aus. Es werden Themen wie Stadtentwicklung, Hafen, Alltag und Kultur umfassend behandelt dargestellt. Die Ausstellung wird von über 100.000 Besuchern im Jahr besucht.
Das denkmalgeschützte Gebäude verfügt über eine Brutto-Grundfläche von 19.556 m2, die Netto-Raumfläche beträgt 17.247 m2. Die tragende Konstruktion des Gebäudes besteht aus Mauerwerk mit Betonstahl-Träger-Decken.
Die Flächen für die Sonder-/Wechselausstellung (aktuell ca. 550 m2) befinden sich im Erdgeschoss, die Dauerausstellung beginnt ab dem 1. Obergeschoss.
Um seine Rolle als wichtiges, modernes und zukunftsweisendes Haus auch perspektivisch erfüllen zu können und um den heutigen Anforderungen an Museen und ihre Ausstellungsräume weiterhin gerecht zu werden, sollen notwendige und zeitgemäße Veränderungen im gesamten Gebäude geschaffen und eine inhaltliche Neuaufstellung und eine neue Struktur verfolgt bzw. umgesetzt werden. Hierfür wurden unterschiedliche Konzepte im Rahmen einer Studie untersucht und entwickelt (siehe Anlage 7).
Durch das Öffnen und Zusammenlegen von Räumen, die im Laufe der Museumsgeschichte abgetrennt worden sind, sollen in Anlehnung an das ursprüngliche Konzept, für die Besuche-rinnen und Besucher attraktive Angebote und themenbezogene Rundgänge durch die Ausstellungsflächen geschaffen werden, die alle barrierefrei zu erschließen sind