625116-2021 - ErgebnisDeutschland-Karlsruhe: Überlassung von Personal einschließlich Zeitarbeitskräfte
OJ S 237/2021 07/12/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Felsstraße 2-4
Ort: Karlsruhe
NUTS-Code: DE12 Karlsruhe
Postleitzahl: 76185
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Referat 91 - Vergabestelle
E-Mail: Vergabestelle.Abteilung9@rpk.bwl.de
Telefon: +49 721-824829-374/387
Fax: +49 721-93340225
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.rp-Karlsruhe.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Arbeitnehmerüberlassung für für das Ankunftszentrum Heidelberg - "Patrick-Henry-Village", Grasweg 6 in 69124 Heidelberg
Referenznummer der Bekanntmachung: 0230.9/9-21
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
79620000 Überlassung von Personal einschließlich Zeitarbeitskräfte
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Arbeitnehmerüberlassung für das Ankunftszentrum Heidelberg - "Patrick-Henry-Village", Grasweg 6 in 69124 Heidelberg
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 313 757,59 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE125 Heidelberg, Stadtkreis
Hauptort der Ausführung: Ankunftszentrum Heidelberg - "Patrick-Henry-Village" Grasweg 6 69124 Heidelberg
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Arbeitnehmerüberlassung für das Ankunftszentrum Heidelberg - "Patrick-Henry-Village", Grasweg 6 in 69124 Heidelberg
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Aufgrund spezieller, nicht vorhersehbarer Ereignisse oder bei einem noch weiter ansteigenden Zugang an Flüchtlingen kann auch im Registrierbereich selbst eine vorübergehende Aufstockung der Mindestpersonalzahl notwendig werden.
Der Auftraggeber ist berechtigt, kurzfristig eine Aufstockung der Mindestpersonalanzahl zu verlangen; konkret ist ein Aufstockungsverlangen um bis zu zwei über die Mindestpersonalanzahl spätestens innerhalb von fünf Arbeitstagen nach Mitteilung des Auftraggebers an den Auftragnehmer durch diesen nachzukommen. Eine Aufstockung um bis zu fünf über die Mindestpersonalanzahl kann der Auftraggeber binnen zehn Arbeitstagen verlangen.
Eine (Teil-)Rückgängigmachung der Aufstockungen um bis zu zwei kann der Auftraggeber binnen zehn Arbeitstagen und um bis zu fünf binnen 15 Arbeitstagen verlangen.
So ist beispielsweise bei einer erfolgten Absenkung um drei auf Anweisung des Auftraggebers binnen zehn Arbeitstagen die Aufstockung um zwei zu reduzieren und binnen 15 Arbeitstagen die Mindestpersonalanzahl wiederherzustellen.
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)
  • Dringende Gründe im Zusammenhang mit für den öffentlichen Auftraggeber unvorhersehbaren Ereignissen, die den strengen Bedingungen der Richtlinie genügen
Erläuterung:
Die Zugangslage in den Erstaufnahmeeinrichtungen Baden-Württembergs verschärfte sich innerhalb weniger Wochen erheblich. Hierfür verantwortlich waren insbesondere nicht vorhersehbare Staueffekte durch die Pandemielage in den Ländern des Balkan, die Eskalation des Grenzkonflikts in Belarus und ein überraschender stärkerer Zugang aus Spanien und Italien.
In der derzeitigen Pandemielage können die Erstaufnahmeeinrichtungen nur zu 40 - 60% belegt werden. Um Infektionsrisiken aufgrund höherer Belegungen so gering wie möglich zu halten, war es daher dringend erforderlich, die zugehenden Personen schnellstmöglich zu registrieren, da erst danach eine Weiterverteilung erfolgen kann.
Ohne diese kurzfristige Personalverstärkung hätten gravierende Beeinträchtigungen für die Allgemeinheit und die staatliche Aufgabenerfüllung gedroht. Nur durch eine unverzügliche Verstärkung war es möglich, die Belegung der Erstaufnahmeeinrichtungen schnell auf eine pandemiegerechte Unterbringung zurückzuführen bzw. auf dieser zu halten um so die Infektionsrisiken für die Bewohner, das Personal sowohl der Dienstleister vor Ort als auch des Auftraggebers und der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Da es sich um eine Überbrückungslösung in einer ausnahmsweisen Gefahrensituation handelt, wurde die Vertragslaufzeit auf die hierfür notwendige Dauer beschränkt.
Eine Einhaltung der Mindestfristen sowohl für das offene und das nicht offene Verfahren als auch für das Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb waren wegen der unverzüglichen Gefahrenabwehr nicht möglich.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
29/11/2021
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 1
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Randstad Deutschland GmbH & Co. KG
Ort: Eschborn
NUTS-Code: DE71A Main-Taunus-Kreis
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 313 757,59 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Zur Abgabe eines Angebotes sind zwingend die Formblätter zu verwenden, die vom Auftraggeber gestellt werden. Diese können über den Download (vgl. I.3) abgerufen werden. Bieterfragen können nur über den Vergabemarktplatz Baden-Württemberg (https://ausschreibungen.landbw.de) gestellt werden und werden nur über diesen beantwortet. Bieterfragen, die nach dem 23.11.2021, 10.00 Uhr eingehen, können nicht mehr beantwortet werden.
Die Angebote sind fristgerecht (vgl. Ziffer IV.2.2) und ausschließlich elektronisch über das kostenfreie Bietertool der Vergabeplattform einzureichen.
Bekanntmachungs-ID: CXR6YY6YRDL
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 721-926-4049
Fax: +49 721-9263985
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Ein Nachprüfungsantrag zur Vergabekammer ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 Nr. 4GWB).
Erkennt ein Bewerber Verstöße gegen Vergabevorschriften, so hat er diese innerhalb von 10 Tagen nach Kenntniserlangung gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. §§ 134 und 160 Abs. 3 GWB bleiben unberührt.
VI.4.4.
Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 721-926-4049
Fax: +49 721-9263985
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
02/12/2021