Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Reinbek beabsichtigt, die Gertrud-Lege-Grundschule zu sanieren und zu erweitern. Die Schule befindet sich im Stadtteil Neuschönningstedt der Stadt Reinbek. Im Zuge der Verdichtung der umliegenden Wohngebiete und Entstehung neuer Quartiere wie beispielsweise Süd-Stormarn wächst auch der Raumbedarf der Schule. Zudem steigt die Nachfrage an Ganztagsbetreuung im Stadtteil und das Konzept für den offenen Ganztag kann räumlich derzeit nicht abgebildet werden. Die Mensa wird nicht für die zukünftigen Schülerzahlen ausreichen. Im Zuge dieser Erweiterung soll eine Neuorganisation des Schulstandortes nach aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen der gesamten Schulgemeinschaft inklusive OGS und städtischen Anliegen erfolgen.
Die Gertrud-Lege-Schule wurde in mehreren Bauabschnitten ausgebaut. Die jeweils aktuellen Bedarfe wurden punktuell ergänzt, so dass ein Stückwerk an sehr unterschiedlichen Gebäuden entstanden ist, die sich über das Schulgrundstück verteilen. Die Straße Querweg trennt die schulischen Bereiche Unterricht und Sport und macht den Parkplatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem zentralen Element auf dem Schulgrundstück. Ein klares Gesamtkonzept der Schule wird nicht erkennbar. Es fehlt an Orientierung auf dem Schulgrundstück, auch weil es viele einzelne Eingänge, aber keinen eindeutigen Haupteingang gibt. Viele Unterrichtsräume sind in Reihe entlang schmaler Flure angeordnet. Teilweise verstärken die Laubengänge den Charakter einer Flurschule. Das erschwert die Umsetzung moderner Lehrkonzepte, in denen selbständiges Arbeiten in Einzel- und Kleingruppen vertieft werden könnte. Zudem fehlt der Schule wie auch im gesamten Stadtteil eine weitere Versammlungsstätte, ein Veranstaltungsraum. Wenn es Aufführungen oder größere Veranstaltungen gibt, müssen diese in der Begegnungsstätte stattfinden, in der es häufig zu parallelen Anfragen und Nutzungsüberlagerungen kommt.
Gewünscht wird ein stimmiges Gesamtkonzept für die Gertrud-Lege-Schule, dass eine sinnvolle Sortierung und deutlich erkennbare Aufteilung einzelner Funktionen schafft. Weiterhin soll ein zentraler Eingang entstehen, der einen Ort des Ankommens und zugleich einen Auftakt für die Schule darstellt. Benötigt wird ein eigener Raum für Veranstaltungen, der außerhalb des schulischen Betriebs auch vom Stadtteil genutzt werden kann. Die Stadt Reinbek würde des Weiteren gern eine Service-Station der Verwaltung sowie eine Abholstation z.B. für Personalausweise oder Bücher integrieren.
Die gesamten Kosten der KG 200-700 werden auf rd. 8 Mio. € (brutto) geschätzt. Der Kostenansatz teilt sich dabei wie folgt auf: KG 300 ca. 2,9 Mio. € netto, KG 400 ca. 1,1 Mio. € netto, KG 500 ca. 400.000 € netto. Diese Gesamtkosten der KG 300-500 sind dabei als Obergrenzen zu verstehen, an denen sich die Planungen in allen Leistungsphasen auszurichten haben.
Zu diesem Zweck werden Büros zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert, die die Leistungsbilder Objektplanung Gebäude und Innenräume nach § 34 HOAI sowie Freianlagen nach § 39 HOAI abdecken und in der Vergangenheit ähnliche Maßnahmen umgesetzt haben.
Es sollen die Leistungsphasen 1-9 bearbeitet werden. Die Beauftragung wird stufenweise erfolgen.
Folgendes Verfahren wird durchgeführt:
In Phase 1 werden potentielle Bewerber zur Teilnahme aufgefordert und reichen den Teilnahmeantrag mit den geforderten Nachweisen ein.
In Phase 2 werden die eingegangen Teilnahmeanträge geprüft und die Anzahl der zugelassenen Bewerber wird beschränkt.
Die Bewerber der Phase 2 werden gesondert zu einem Verhandlungsverfahren aufgefordert.