629626-2022 - ErgebnisDeutschland-Frankfurt am Main: Planungsleistungen im Bauwesen
OJ S 219/2022 14/11/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Deutsche Bundesbank, Beschaffungszentrum
Postanschrift: Taunusanlage 5
Ort: Frankfurt am Main
NUTS-Code: DE712 Frankfurt am Main, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 60329
Land: Deutschland
E-Mail: maik.koenitzer@bundesbank.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.bundesbank.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Wirtschaft und Finanzen

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Deutsche Bundesbank, Sanierung Tagungszentrum Eltville, Generalplanerleistung mit den Leistungsbildern Gebäudeplanung, Freianlagenplanung und Technische Ausrüstung (alle Anlagengruppen)
Referenznummer der Bekanntmachung: 21/0002339
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71320000 Planungsleistungen im Bauwesen
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens gem. § 17 VgV mit einem vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb wurde die Generalplanerleistung mit den Leistungsbildern Gebäudeplanung, Freianlagenplanung und der Technischen Ausrüstung in allen Anlagengruppen im Rahmen der Maßnahme "Projekt Sanierung Tagungszentrum Eltville" der Deutschen Bundesbank vergeben.
Die Deutsche Bundesbank beabsichtigt die Vergabe der Leistungsphasen 2 - 8 HOAI. Hierbei behält sie sich die stufenweise Vergabe vor, abhängig von der weiteren Genehmigung der Realisierung des Projekts. Mit Vertragsabschluss ist die Vergabe der Leistungsphase zwei vorgesehen. Ein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung besteht nicht.
Die Baumaßnahme betrifft das Tagungszentrum der Deutschen Bundesbank und befindet sich am Rheinufer in Eltville, Erbacher Str. 18, 65343 Eltville am Rhein. Die Liegenschaft wurde 1996 erbaut und wird seit dem, bis auf vereinzelte Umbau- und Instandhaltungsmaßnahmen, unverändert betrieben. Aufgrund der Betriebszeit haben wesentliche Bauteile das Ende ihres Lebenszyklus erreicht. Es sollen sämtliche Bereiche der Liegenschaft umfänglich saniert und an die aktuellen Anforderungen angepasst werden. Die Grundlagenermittlung wurde in Form einer Machbarkeitsstudie zusammengefasst und beschreibt die notwendigen Baumaßnahmen sowie mögliche Lösungsansätze. Diese sollen in der weiteren Planung in enger Abstimmung mit der technischen Gebäudeausrüstung optimiert und fortgeschrieben werden. Für die benannten Ansätze der Studie sind in der Lph 2 alternative Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und abschließend zu bewerten. Die Gesamtsanierung aller Bereiche (Gastronomie, Schulungsbereiche, Unterbringung, Fassade, Raumgestaltung, technische Ausstattung etc) ist in einem schlüssigen baulich-technischen Konzept, unter Berücksichtigung einer hotelähnlichen wirtschaftlichen Betriebsweise, mit integriertem Gastronomie- und technischem Gesamtkonzept zu erstellen.
Leitidee der Machbarkeitsstudie ist die Sanierung des Tagungszentrums der Deutschen Bundesbank in einer zusammenhängenden Gestaltung und beinhaltet neben der Erneuerung der technischen Anlagen und Versorgungsinstallationen auch die umfängliche Sanierung folgender Bereiche:
- Sanierung Gastronomiebereich:
Um den gestiegenen Bedarf bei starker Auslastung des Gastraumes abzudecken soll der bewirtete Bereich umgestaltet und erweitert werden. Für den architektonischen Entwurf eines dafür denkbaren Anbaus ist ein schlüssiges Konzept, welches dem Bestandsgebäude Rechnung trägt zu planen. Zudem soll die Speisenausgabe durch die gestiegene Auslastung neu strukturiert und eine effizientere Abwicklung zu Stoßzeiten ermöglicht werden. Des Weiteren sind die betriebstechnischen Anlagen zu erneuern (Neubau der Trink- und Abwasserleitungen, der Lüftungsanlagen etc)
- Freizeiteinrichtungen:
Auf dem Geschoss der Gastronomie befinden sich die wenig bis gar nicht genutzten Freizeiteinrichtungen. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern soll ein neues, ganztägiges Raumprogramm mit Bistro, Weinbar, Lounge und Kaminzimmer in das Gastronomiekonzept integriert und eine ganztägige Nutzung der Flächen erreicht werden. Insgesamt soll der Freizeitbereich gemeinsam mit der Gastronomie eine Zusammengehörigkeit erfahren und besonders in den Abendstunden einen Ausgleich zum Tagungsbereich anbieten. Dazu sollen die Freizeiteinrichtungen großzügig zum Foyer der Gastronomie geöffnet und eine Durchgängigkeit zwischen den einzelnen Bereichen geschaffen werden. Raumbildende Einbaumöbel sollen die gestalterische Verbindung verstärken. Durch die Herstellung von großflächigen, bodentiefen Öffnungen ist ein Bezug zum Außenbereich herzustellen.
- Umbau Dienstwohnungen in Gästezimmer:
In der Liegenschaft befinden sich zwei Dienstwohnungen die in Gästezimmer umgebaut werden sollen. Eine Nutzung als barrierefreie Zimmer ist möglich. Weiter siehe "Sanierung Gästezimmer".
Für weitere Details siehe II.2.4) Beschreibung der Beschaffung.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 1,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE71D Rheingau-Taunus-Kreis
Hauptort der Ausführung: Tagungszentrum der Deutschen Bundesbank Erbacher Str. 18, Eltville am Rhein Erbacher Str. 18 65343 Eltville am Rhein
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
- Energetische Fassadensanierung:
Ein im Zuge der Machbarkeitsstudie erstelltes Fassadengutachten weist den erhaltungswürdigen Zustand der Fassadenkonstruktionen aus. Das Staffelgeschoss ist mit einer Pfosten-Riegel-Fassade ausgestattet, welche über ein Geschoss spannt und im südlichen Bereich ist eine Pfosten-Riegel-Fassade verbaut, welche über vier Geschosse spannt. Über dem offenen Treppenhaus im Kern des Gebäudes sitzt ein Glasdach. In diesen Bereichen kommt es in den Sommermonaten zu einer starken Aufheizung der Innenräume. Darüber hinaus ist auch das offene Treppenhaus in dieser Zeit durch eine hohe Innenraumtemperatur belastet. Die Verglasungen sollen durch Sonnenschutz- bzw. Wärmeschutzglas ausgetauscht und die größtenteils manuell betriebenen Sonnenschutzelemente gegen elektrisch betriebene und zentralgesteuerte Sonnenschutzelemente ausgetauscht werden. Zudem sind die Wärmedämmeigenschaften im Bereich des Daches zu optimieren.
- Sanierung Gästezimmer:
Die technischen Installationen der Gästezimmer sind abgängig. Die Ausstattung entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Die Zimmer sollen entkernt und vollumfänglich saniert werden. Dies beinhaltet u.a. den Neubau der Lüftungsanlagen, die Erneuerung sämtlicher Versorgungsinstallationen sowie den Austausch bzw. Ergänzung der Gebäudeautomation. Zudem soll eine neue Raumaufteilung mit Innenausbaulösung entwickelt werden, welche die Anforderungen an einen zeitgemäßen Beherbergungsbetrieb erfüllt.
- Sanierung Seminarbereiche:
Die Ausstattung der Seminarräume ist nicht mehr Stand der Technik. Die Räume sollen modernisiert werden. Die Sanierung der Seminarräume wird die räumlichen Oberflächen, technischen Installationen (Lüftungstechnische Anlagen) und neue Medientechnische Installationen beinhalten. Die Räume sollen in die übergeordnete Gebäudeautomation eingebunden werden. Um die Auslastung der Seminar- und Computerräume zu optimieren, sollen Konzepte zur flexiblen Nutzung der Räume erarbeitet werden.
- Sanierung Technikzentralen (HKLS):
Auf Grundlage einer zu erstellenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist eine Klimaneutrale Versorgung durch erneuerbare Energien unter Berücksichtigung einer größtmöglichen Senkung von CO2 Emissionen anzustreben. Die Garagenabluftanlage ist komplett zu erneuern. Ebenso ist die Technik im Hausanschlussraum entsprechend der Planungsergebnisse (Regenwassernutzung, Trinkwasserversorgung, Sprinkler- und Löschwassertechnik usw.) zu erneuern. Des Weiteren ist die Erneuerung der Trink- und Abwasserleitungen, der Wärmeversorgung, der Heizungsanlagen und der Klima- und Lüftungstechnik von übergeordneter Bedeutung.
- Sanierung Technikzentralen (Elektro):
Die gesamte Elektrotechnische Installation der Liegenschaft, ist dem Stand der Technik anzupassen. Insbesondere sind Niederspannungsanlagen nach der Normenreihe DIN VDE 0100 zu errichten.
Die Verteilung der elektrischen Energie erfolgt bei mittelspannungsseitiger Einspeisung über die Niederspannungshauptverteilung (NSHV) und die Unterverteilungen (UV) bzw. Verteilungen für besondere Abnehmer (z. B. Aufzüge, Kältemaschinen, Lüftungsgeräte) zu den Stromkreisen für die Endverbraucher. Das Netz zur Verteilung der elektrischen Energie ist in Sternform auszuführen.
Die zulässige Strombelastbarkeit von Kabeln und Leitungen für feste Verlegung in und an Gebäuden ist anhand der DIN VDE 0298-4 festzulegen. Diese Norm ist im Besonderen bei der Häufung von Kabeln und Leitungen zu beachten.
In der Niederspannungshauptverteilung ist das TN-S-System vorgeschrieben. Das gesamte Leitungsnetz wird als reines TN-S-Netz mit getrenntem Null- und PE-Leiter im 5-Leitersystem ab der Niederspannungshauptverteilung aufgebaut.
Bei Planung, Bau und Betrieb der elektrischen Betriebsmittel und Anlagen sind die Unfallverhütungs- Vorschriften, u. a. DGUV Vorschrift 3 "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" zu beachten. Bei allen Installationsarbeiten und insbesondere bei der Realisierung des Personenschutzes, sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik und die gültigen Normen anzuwenden.
Die Anforderung zur Konformität mit dem Stand der Technik und den aktuell geltenden Normen, bezieht sich ferner auf die Planungsvorgaben bei:
- Mittelspannungsnetz
- Einhaltung der Netzqualität und Verfügbarkeit
- Netzersatzanlagen, insbesondere USV für IT-Serverräume
- Blitzschutzanlage
- Sicherheitslicht-Batterieanlage
- Mess- und Zähleinrichtung für elektrische Energie
- Sanierung der Fördertechnik:
Die Fördertechnik ist grundsätzlich nach der TRA200 in Verkehr gebracht worden. Die Aufzugsanlagen sind regelmäßig gewartet und instandgehalten worden.
Der technische Zustand der Aufzugsanlagen und eventuelle Abweichungen zum Stand der Technik, sind mittels einer Gefährdungsbeurteilung gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) einschließlich zugehöriger TRBS, zu beurteilen und dem Stand der Technik nach zu ertüchtigen. Des Weiteren ist bei der Ausführung der Ertüchtigungsmaßnahmen die Umsetzung der Barrierefreiheit gemäß DIN EN 81-70 zu berücksichtigen.
- Gefahrstoffe:
Die Sondierung auf ggfs. verbaute Gefahrstoffe und deren Entfernung wird Teil des Sanierungskonzeptes sein.
Zur Umsetzung der geplanten Maßnahme ist eine Räumung und Stilllegung des Tagungszentrums für 2 Jahre vorgesehen. Die geschätzten anrechenbaren Kosten betragen ca. 17,7 Mio EUR (netto) für den Hochbau und ca. 10,8 Mio. EUR (netto) für die Technischen Anlagen. Für die brandschutztechnische Bewertung wird ein separates Büro von der Bank gebunden.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Präsentation Referenzprojekt / Gewichtung: 10%
Qualitätskriterium - Name: Präsentation geplante Projektorganisation / Gewichtung: 25%
Qualitätskriterium - Name: Präsentation geplante Herangehensweise / Gewichtung: 25%
Qualitätskriterium - Name: Gesamteindruck Projektteam/Präsentation / Gewichtung: 10%
Kostenkriterium - Name: Honorar / Gewichtung: 30%
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2021/S 201-524143
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: 4200058295
Los-Nr.: 1
Bezeichnung des Auftrags:
Generalplanerleistungen
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
31/10/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 3
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 3
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Dierks Blume Nasedy Architekten BDA
Postanschrift: Osannstraße 11
Ort: Darmstadt
NUTS-Code: DE711 Darmstadt, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 64285
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 1,00 EUR
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 1,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Bekanntmachungs-ID: CXP4Y636MSM
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemombler Str. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.4.
Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Deutsche Bundesbank, Leitung des Beschaffungszentrums
Postanschrift: Wilhelm-Epstein-Straße 14
Ort: Frankfurt am Main
Postleitzahl: 60431
Land: Deutschland
Internet-Adresse: www.bundesbank.de
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
09/11/2022