Beschreibung der Beschaffung
- Energetische Fassadensanierung:
Ein im Zuge der Machbarkeitsstudie erstelltes Fassadengutachten weist den erhaltungswürdigen Zustand der Fassadenkonstruktionen aus. Das Staffelgeschoss ist mit einer Pfosten-Riegel-Fassade ausgestattet, welche über ein Geschoss spannt und im südlichen Bereich ist eine Pfosten-Riegel-Fassade verbaut, welche über vier Geschosse spannt. Über dem offenen Treppenhaus im Kern des Gebäudes sitzt ein Glasdach. In diesen Bereichen kommt es in den Sommermonaten zu einer starken Aufheizung der Innenräume. Darüber hinaus ist auch das offene Treppenhaus in dieser Zeit durch eine hohe Innenraumtemperatur belastet. Die Verglasungen sollen durch Sonnenschutz- bzw. Wärmeschutzglas ausgetauscht und die größtenteils manuell betriebenen Sonnenschutzelemente gegen elektrisch betriebene und zentralgesteuerte Sonnenschutzelemente ausgetauscht werden. Zudem sind die Wärmedämmeigenschaften im Bereich des Daches zu optimieren.
- Sanierung Gästezimmer:
Die technischen Installationen der Gästezimmer sind abgängig. Die Ausstattung entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Die Zimmer sollen entkernt und vollumfänglich saniert werden. Dies beinhaltet u.a. den Neubau der Lüftungsanlagen, die Erneuerung sämtlicher Versorgungsinstallationen sowie den Austausch bzw. Ergänzung der Gebäudeautomation. Zudem soll eine neue Raumaufteilung mit Innenausbaulösung entwickelt werden, welche die Anforderungen an einen zeitgemäßen Beherbergungsbetrieb erfüllt.
- Sanierung Seminarbereiche:
Die Ausstattung der Seminarräume ist nicht mehr Stand der Technik. Die Räume sollen modernisiert werden. Die Sanierung der Seminarräume wird die räumlichen Oberflächen, technischen Installationen (Lüftungstechnische Anlagen) und neue Medientechnische Installationen beinhalten. Die Räume sollen in die übergeordnete Gebäudeautomation eingebunden werden. Um die Auslastung der Seminar- und Computerräume zu optimieren, sollen Konzepte zur flexiblen Nutzung der Räume erarbeitet werden.
- Sanierung Technikzentralen (HKLS):
Auf Grundlage einer zu erstellenden Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist eine Klimaneutrale Versorgung durch erneuerbare Energien unter Berücksichtigung einer größtmöglichen Senkung von CO2 Emissionen anzustreben. Die Garagenabluftanlage ist komplett zu erneuern. Ebenso ist die Technik im Hausanschlussraum entsprechend der Planungsergebnisse (Regenwassernutzung, Trinkwasserversorgung, Sprinkler- und Löschwassertechnik usw.) zu erneuern. Des Weiteren ist die Erneuerung der Trink- und Abwasserleitungen, der Wärmeversorgung, der Heizungsanlagen und der Klima- und Lüftungstechnik von übergeordneter Bedeutung.
- Sanierung Technikzentralen (Elektro):
Die gesamte Elektrotechnische Installation der Liegenschaft, ist dem Stand der Technik anzupassen. Insbesondere sind Niederspannungsanlagen nach der Normenreihe DIN VDE 0100 zu errichten.
Die Verteilung der elektrischen Energie erfolgt bei mittelspannungsseitiger Einspeisung über die Niederspannungshauptverteilung (NSHV) und die Unterverteilungen (UV) bzw. Verteilungen für besondere Abnehmer (z. B. Aufzüge, Kältemaschinen, Lüftungsgeräte) zu den Stromkreisen für die Endverbraucher. Das Netz zur Verteilung der elektrischen Energie ist in Sternform auszuführen.
Die zulässige Strombelastbarkeit von Kabeln und Leitungen für feste Verlegung in und an Gebäuden ist anhand der DIN VDE 0298-4 festzulegen. Diese Norm ist im Besonderen bei der Häufung von Kabeln und Leitungen zu beachten.
In der Niederspannungshauptverteilung ist das TN-S-System vorgeschrieben. Das gesamte Leitungsnetz wird als reines TN-S-Netz mit getrenntem Null- und PE-Leiter im 5-Leitersystem ab der Niederspannungshauptverteilung aufgebaut.
Bei Planung, Bau und Betrieb der elektrischen Betriebsmittel und Anlagen sind die Unfallverhütungs- Vorschriften, u. a. DGUV Vorschrift 3 "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" zu beachten. Bei allen Installationsarbeiten und insbesondere bei der Realisierung des Personenschutzes, sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik und die gültigen Normen anzuwenden.
Die Anforderung zur Konformität mit dem Stand der Technik und den aktuell geltenden Normen, bezieht sich ferner auf die Planungsvorgaben bei:
- Mittelspannungsnetz
- Einhaltung der Netzqualität und Verfügbarkeit
- Netzersatzanlagen, insbesondere USV für IT-Serverräume
- Blitzschutzanlage
- Sicherheitslicht-Batterieanlage
- Mess- und Zähleinrichtung für elektrische Energie
- Sanierung der Fördertechnik:
Die Fördertechnik ist grundsätzlich nach der TRA200 in Verkehr gebracht worden. Die Aufzugsanlagen sind regelmäßig gewartet und instandgehalten worden.
Der technische Zustand der Aufzugsanlagen und eventuelle Abweichungen zum Stand der Technik, sind mittels einer Gefährdungsbeurteilung gemäß der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) einschließlich zugehöriger TRBS, zu beurteilen und dem Stand der Technik nach zu ertüchtigen. Des Weiteren ist bei der Ausführung der Ertüchtigungsmaßnahmen die Umsetzung der Barrierefreiheit gemäß DIN EN 81-70 zu berücksichtigen.
- Gefahrstoffe:
Die Sondierung auf ggfs. verbaute Gefahrstoffe und deren Entfernung wird Teil des Sanierungskonzeptes sein.
Zur Umsetzung der geplanten Maßnahme ist eine Räumung und Stilllegung des Tagungszentrums für 2 Jahre vorgesehen. Die geschätzten anrechenbaren Kosten betragen ca. 17,7 Mio EUR (netto) für den Hochbau und ca. 10,8 Mio. EUR (netto) für die Technischen Anlagen. Für die brandschutztechnische Bewertung wird ein separates Büro von der Bank gebunden.