Beschreibung der Beschaffung
Der Straßenwinterdienst dient maßgeblich zur Erhaltung der Verkehrssicherheit und Kapazi-tätserhaltung auf den Straßen unter winterlichen Bedingungen. Eine wesentliche Maßnahme neben der Schneeräumung ist für die Vermeidung von Eisbildungen das Ausbringen von Tau-salzen mit Hilfe von Streumaschinen.
Anforderungen für die Streumaschinen nach dem Stand der Technik sind in Europäischen Normen beschrieben. Die Normanforderungen entsprechen allerdings in einigen Punkten nicht den heutigen praktischen Anforderungen bei der Nutzung der Maschinen. Probleme gibt es mit der richtigen Tausalzausbringung bei notwendigen höheren Geschwindigkeiten der Streu-fahrzeuge auf Autobahnen oder bei der geringen Anpassungsfähigkeit der Maschinen auf die wechselnde Qualität der Tausalze während des Betriebes. Es ist weiterhin oft sehr aufwändig, die Maschinen für notwendige wechselnde Einstellungen bei der Dosierung und Verteilung entsprechend zu justieren.
Ziel des Projektes ist es, neue Möglichkeiten zur zuverlässigen Streustoffausbringung unter den gegebenen Praxisbedingungen zu erkunden. Der Aufwand zur Justierung von Streuma-schine soll sich zusätzlich deutlich reduzieren lassen.
Recherchen sollen einen Vergleich der bisherigen Streutechnik im Straßenwinterdienst unter-einander und einen Vergleich mit Streutechnik aus anderen Bereichen wie zum Beispiel in der Landwirtschaft zulassen. Es werden Aussagen zur Erhöhung des Standes bei der Winter-dienst-Streutechnik erwartet.
Mit den Ergebnissen sollen zukünftig höhere Anforderungen bei der Beschaffung von Streu-maschinen eingefordert und mit Hilfe neuer Prüfverfahren von den Straßenbauverwaltungen entsprechend bewertet werden können. Die Erkenntnisse sollen in Regelwerke (Europäische Normen, FGSV-Regelwerke) einfließen können. Mit dem höheren Stand der Technik wird eine bessere praxisgerechte Streustoffausbringung mit weniger Aufwand erwartet.