Beschreibung der Beschaffung
Aufbauend auf den bisherigen Kommunikationsmaßnahmen in den Bereichen "Nachhaltige öffentliche Beschaffung" und "Unternehmerische Verantwortung" soll ein übergreifendes Konzept entwickelt werden, das die Beiträge der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in den jeweiligen Themenfeldern kohärent und für die breite Öffentlichkeit verständlich kommuniziert.
Auf der Grundlage des zu entwickelnden Gesamtkonzeptes sind die vorgeschlagenen Kommunikationsmaßnahmen durch den Auftragnehmer umzusetzen.
Die Kommunikationsaktivitäten und -kanäle des Projekts "Unternehmerische und öffentliche Verantwortung für nachhaltige Lieferketten" richten sich in erster Linie an Zielgruppen innerhalb der GIZ sowie an den Auftraggeber BMZ und dessen Stakeholder. Das Projekt verfügt nicht über eine eigene Website/Plattform zur Verbreitung von Informationsmaterialien.
Das erste Arbeitspaket umfasst eine umfassende und kontinuierliche Beratung, die Ausarbeitung einer Kommunikationsstrategie, grafische und redaktionelle Arbeiten sowie die Bereitstellung von Werbematerial.
Das zweite Arbeitspaket umfasst die spezifische Beratung und Umsetzung von Kommunikationsaktivitäten zum Thema "Unternehmerische Verantwortung" (UV). In diesem Handlungsfeld wird ein zunehmender Bedarf an nationalen, EU-weiten und internationalen Kommunikationsaktivitäten zur Umsetzung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtgesetzes (LkSG) sowie der europäischen Richtlinie zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht erwartet. Ziel der Kommunikationsaktivitäten wird es sein, wichtige politische Entscheidungsträger, Stakeholder (insbesondere Wirtschaftsverbände) und die breite Öffentlichkeit zu informieren und die entwicklungspolitischen Positionen des BMZ bekannt zu machen.
Für die Team Europe Initiative (TEI) und die Entwicklung des EU Helpdesks ist sowohl eine zielgruppenspezifische als auch eine breit angelegte Kommunikation erforderlich.
Laufende deutsche, europäische und internationale Gesetzgebungsprozesse im Bereich der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, deren Umsetzung und Flankierung durch unterstützende Maßnahmen wie die TEI und den EU Helpdesk sollten durch Kampagnen an die jeweiligen Zielgruppen kommuniziert werden.
Zu den Kommunikationsmaßnahmen gehören die politische Kommunikation mit dem BMZ und den europäischen Partnern, die Entwicklung von Flyern, die Kommunikation über verschiedene soziale Medien, E-Mail-Verteiler, die Schaltung von Online-Anzeigen oder ggf. die Beantwortung von Presseanfragen. Dies erfordert z.B. strategische Beratung für die übergreifende Kommunikation der o.g. Gesetzgebungsverfahren, TEI und EU Helpdesk sowie die Konzeption zielgruppenspezifischer Kommunikationskampagnen und -maßnahmen. Darüber hinaus beinhaltet dies regelmäßige Unterstützung bei der Pflege der Online-Präsenz von TEI und EU Helpdesk auf der Grundlage der entwickelten Kommunikationskampagne. Dazu gehören die Planung von Anzeigen, die inhaltliche und grafische Aufbereitung von Inhalten für verschiedene Social-Media-Kanäle und Websites oder externe Kommunikationskanäle und verschiedene Medien. Um auch eine breite Öffentlichkeit erreichen zu können, ist die Erstellung von Kurzvideos denkbar.
Das dritte Arbeitspaket umfasst die Gesamtberatung und Durchführung von Kommunikationsaktivitäten im Bereich "Nachhaltige öffentliche Beschaffung" (NÖB). Um Beschaffende und politische Entscheidungsträger zu informieren, zu inspirieren und für eine nachhaltige Beschaffung zu motivieren, soll eine Kommunikationskampagne entwickelt werden. Darüber hinaus sollen (politisch sensible) Informationen wie die Ergebnisse des Monitorings zur Erreichung des prozentualen Ziels in der Textilbeschaffung für die breite Öffentlichkeit aufbereitet werden. Zur Unterstützung der Umsetzung des Leitfadens zur nachhaltigen Textilbeschaffung der Bundesregierung sollen Informations- und Veranstaltungsmaterialien (z.B. Tagesordnungsvorlagen) erstellt / aufbereitet und professionell gestaltet werden. Für das webbasierte Tool "Gütezeichenfinder" auf der Website Kompass Nachhaltigkeit sollen interaktive Anleitungen entwickelt werden. Die Zielgruppe der Kommunikationsmaßnahmen reicht von politischen Akteuren über Beschaffende bis hin zu Organisationen der Zivilgesellschaft und der allgemeinen Öffentlichkeit. Auch andere Zielgruppen, wie z.B. Unternehmen, können angesprochen werden. Übergeordnetes Ziel der Kommunikationsmaßnahmen ist es, neben der professionellen inhaltlichen Aufbereitung und grafischen Gestaltung verschiedener Kommunikationsmaterialien, das Bewusstsein für die (entwicklungspolitische) Relevanz des Themas zu schärfen und Beschaffungsverantwortliche zu motivieren, Nachhaltigkeitsaspekte bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen.
So soll eine Kommunikationskampagne zum Thema nachhaltige öffentliche Beschaffung und deren (Hebel-)Wirkung in den Produktionsländern entwickelt werden.