Beschreibung der Beschaffung
Fließender Radverkehr kann entweder im Mischverkehr mit dem motorisierten Verkehr auf der Fahrbahn stattfinden oder es gibt Radverkehrsanlagen für den getrennten Radverkehr, die durch Markierung, bauliche oder verkehrsregelnde Maßnahmen angelegt sind, um den motorisierten Verkehr davon abzugrenzen. Mit Radverkehrsanlagen kann der Verkehrsfluss für Kraftfahrzeuge auf der Fahrbahn sowie für die Radfahrer verbessert werden. Zudem kann die Verkehrssicherheit durch die Trennung vom motorisierten Verkehr erhöht werden. Untersuchungen zeigen jedoch, dass höhere Unfallzahlen auf von der Fahrbahn getrennten Radwegen gegenüber dem Mischverkehr auf der Fahrbahn auftreten. An Knotenpunkten kommt es häufig zu gefährlichen Konfliktsituationen zwischen dem Rad- und Kraftfahrzeugverkehr, wo mehr als die Hälfte der Unfälle mit Radfahrbeteiligung stattfinden. Dieses Sicherheitsrisiko wird auf verschiedene Ursachen zurückgeführt, wobei eine verminderte Sichtbarkeit des Radfahrers aus Sicht des Kraftfahrers und Fußgängers eine große Bedeutung beizumessen ist. Das könnte darin begründet sein, dass eine ortsfeste Straßenbeleuchtung nicht an allen Stellen der beleuchteten Verkehrsfläche für Radfahrer eine ausreichende Erkennbarkeit ermöglicht.
Ziel des Forschungsprojektes ist es, Beleuchtungs- und Designparameter für ortsfeste, innerstädtische Straßenbeleuchtungssysteme mit einer wesentlich höheren Sichtbarkeit des Radfahrers zu entwickeln und zu erproben. Zu diesem Zweck sollen lichttechnische Paramater für kritische Straßenbereiche ausgewählt und weiterentwickelt sowie dazu passende Lichtverteilungen optimiert und anschließend hinsichtlich ihrer Sichtbarkeitsverbesserung validiert werden. Im Ergebnis stehen neue Beleuchtungs- und Designparameter zur verbesserten Beleuchtung von Verkehrsflächen mit Radfahrern zur Verfügung. Darauf aufbauend sollen Hinweise zur Anpassung bestehender Normen bzw. Vorschriften gegeben sowie ein Leitfaden als Handlungsempfehlung für die Kommunen verfasst werden.