Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen des Projekts "MissionLab" der UniBw M soll eine Forschungs- und Experimentalumgebung geschaffen werden, die der nachhaltigen, integrierten und interdisziplinären Forschung in den stark interdependenten Feldern
• Operationen und Missionen, militärisch und paramilitärisch;
• Digitale Missionstechnologien zur Aufklärung, Planung, Koordination, Führung, Wirkung;
• Human Engineering und Human Factors
dient.
Dabei sollen in einem ersten Schritt schwerpunktmäßig Missionen für Luftfahrzeuge (bemannt und unbemannt), sowie vernetzte Operationen, sog. Multi-Domain Operations bzw. Joint Domain Operations, mit Fokus auf das Zusammenwirken von Systemen aus den Bereichen Luft betrachtet werden. Durch die Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen und die am Projekt "MissionLab" beteiligten Professuren sollen Forschungsergebnisse anhand von Funktionsprototypen für Missionssysteme durchgängig und nahtlos von niedrigen Technologiereifegraden bis hin zu Flugversuchen in realen Umgebungen erprobt werden. Um dies zu gewährleisten, soll eine durchgängige Prozess- und Toolkette geschaffen werden, die die Experimentalumgebungen Live-Virtual-Constructive (LVC) miteinander verbindet.
Um die Durchführung der von den Forschungspartnern geplanten Untersuchungen auf entsprechenden Plattformen zu ermöglichen, ist die Konzeption, Entwicklung und Integration eines experimentellen Versuchsrechnersystems („Missionsrechner“) notwendig, das als Plattform für experimentelle Softwarefunktionen dient, Schnittstellen für verschiedene Subsysteme des Luftfahrzeuges aufweist und kompatibel mit entsprechenden Einbau- und Betriebsanforderungen ist.
Da mit diesem Rechnersystem erstmalig die neuartigen Software-Funktionsprototypen des Institutes für Flugsysteme auf fliegenden Plattformen dieser Größenklasse eingesetzt werden sollen, ist die Spezifikation und Entwicklung des Missionsrechners sowie seine Validierung und Verifizierung Teil des Forschungsvorhabens.
Zur Vorbereitung der Realisierung dieses Missionsrechnersystems wurde in einer ersten Beauftragung (M/HSB/LT369/LRT 13.1) die Spezifikation vorgenommen. Auf dieser Grundlage wird das System nunmehr in einem zweiten Schritt von dem Auftragnehmer entwickelt. Der Auftragnehmer schuldet einen werkvertraglichen Erfolg, also die Entwicklung und Hardware-Lieferung, die ein funktionierendes und den Zielen des Auftraggebers gerecht werdendes Missionsrechnersystem ermöglicht. Der Auftragnehmer muss folgende Einzelleistungen erbringen:
1. Abschluss des endgültigen Designs
• Endgültige Finalisierung der Anforderungen in Abstimmung mit den Projektpartnern
• Finale Spezifikation und Design des Missionsrechnersystems
• Abschluss des Testkonzepts einschließlich Zulassungs- und Qualifizierungsplan sowie Sicherheitsanalyse
2. Hardware- und Softwareentwicklung
• Entwicklung projektspezifischer Leiterplatten
• Konstruktion eines geeigneten Gehäuses des Missionsrechnersystems
• Installation von Betriebssystem und Entwicklung einer LowLevel-Software
3. Hardware- und Softwareintegration
• Zusammenbau der für den Auftrag beschafften Hardware-Komponenten zu einem Funktionsmuster
• Integration der Software auf der Ziel-Hardware
• Funktionstests des Rechnersystems zur Abnahme und zur Integration in die Zielplattformen (UL-Pod und LUNA-NG)
• Auslieferung des Funktionsmusters
4. Materialbeschaffung
• Beschaffung der ausgewählten Hardware-Komponenten