Beschreibung der Beschaffung
Das 7 ha große Areal wird während der Gesamtbauzeit 2022 -2026 von einer ehemals militärischen Nutzung auf das neue Stadtquartier 'Oberer Brühl' mit 683 WE für bis zu 1.500 Menschen konvertiert. Die Gewerke Altlastensanierung und Gebäuderückbau, die Erschließungsmaßnahmen (Kanal und Straße) sowie die Freiraumentwicklung (Grün- und Gewässermaßnahmen) werden gesamtheitlich geplant, gesteuert und koordiniert, unter Berücksichtigung der Belange und Zeitabläufe der betreffenden Schnittstellen (Hochbau [Gebäude- und Hochbauamt -stadtintern], Wohnungsbau [stadtextern], Breitband [Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar], Strom, Wasser, Wärme [Stadtwerke Villingen-Schwenningen], Vorplanungsleistungen [Ing. Büro Kirn], Medienanschlüsse [diverse Telekommunikationsanbieter] etc.). Für die zu vergebenden Gewerke ist eine Bauzeit ab 2022 bis vorrausichtlich Q3 2025 angesetzt. Auf dem Areal befinden sich Altlastenflächen, die saniert werden müssen, um eine Verwertung der Liegenschaft durchführen zu können. Sanierungsziel ist vorrangig der Schutz des Grundwassers durch Erreichen der Prüfwerte nach BBodSchV für den Wirkungspfad Boden-Grundwasser. Definierte Gebäudebestände werden abgebrochen und für zukünftige Bebauung die Flächen freigemacht. Der Kfz-Verkehr wird im Nordwesten an der Richthofenstraße angeschlossen sowie im Südosten an der Pontarlierstraße. Auf der Ost-West-Achse wird eine Fahrradstraße entstehen, die die Pontarlierstraße mit dem neuen Quartier Richthofenpark verbindet. Die komplette Entwässerung ist zu planen, basierend auf den Übergabepunkten außerhalb des Quartiers und den hydraulischen Erfordernissen für Regen und Schmutzwasser. Angrenzend ist der Ausbau der Richthofenstraße und Kirnacher Straße eng mit der Überplanung des Quartiers verzahnt. Die Verlegung neuer Medienanschlüsse, der Zugang zu Strom, Wasser sowie Breitband und Wärmeversorgung sind für das neue Quartier notwendig und werden. Vor dem Hintergrund des weiter steigenden Flächenverbrauchs sollen nach Möglichkeit unversiegelte und begrünte Flächen erhalten bleiben, um Verdunstungs- und Versickerungsflächen zu schaffen. Der im Norden angrenzende Sägebach samt Brühlweg wird renaturiert.