64871-2021 - ErgebnisDeutschland-Dresden: Dienstleistungen im Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherung
OJ S 26/2021 08/02/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: IKK classic
Postanschrift: Tannenstraße 4 b
Ort: Dresden
NUTS-Code: DED2 Dresden
Postleitzahl: 01099
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): IKK classic, Hauptverwaltung Erfurt, Mittelhäuser Straße 68, 99089 Erfurt
E-Mail: vergabestelle@ikk-classic.de
Telefon: +49 361 / 7479-226014
Fax: +49 800/4558888-283
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.ikk-classic.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Gesundheit

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Genehmigungs- und Abrechnungsmanagement (07/GVP-IT/2020)
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
75300000 Dienstleistungen im Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherung
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Auftraggeberin hat die Zielsetzung folgenden Dienstleistungen an einen geeigneten Auftragnehmer zu übertragen:
Der Auftragnehmer übernimmt die Prüfung für folgende Leistungsbereiche:
– Pflegesachleistungen
– Heilmittel /Abrechnungscode: 21 – 29, 71 – 74,
– Fahrkosten /Abrechnungscode: 41 – 49,
– Hebammenhilfe /Abrechnungscode: 50,
– Sonstige Leistungen /Abrechnungscode: 61 – 63, 65 – 68,
– Digitale Gesundheitsanwendungen (DIGA).
Die Auftraggeberin hat als Kalkulationsgrundlage zu den Abrechnungsfällen für das Jahr 2019 im Hinblick auf Ausschreibungsinhalte die Abrechnungsmengen ermittelt.
Aus den angegebenen Mengen der Abrechnungsfälle leiten sich keine Ansprüche hinsichtlich der Menge der Abrechnungsfälle ab. Eine Mindestmenge wird nicht garantiert.
Die absolute Höchstmenge der Abrechnungsfälle für die Grundlaufzeit von einem Jahr beträgt 11 000 000 und für die zweimalige Verlängerungsoption von jeweils einem weiteren Jahr beträgt jeweils 11 000 000 Abrechnungsfälle.
Forts. II.2.4
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 10 460 439,40 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
72310000 Datenverarbeitung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE Deutschland
Hauptort der Ausführung: Bielefeld und weitere Standorte der Auftraggeberin
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Gegenstand der Ausschreibung ist im Weiteren die Bereitstellung von einzelnen Softwarekomponenten durch den Auftragnehmer zur Nutzung durch die Auftraggeberin, für die folgenden Leistungsbereiche, bei denen die Auftraggeberin die Prüfung übernimmt:
– Leistungserbringer von Hilfsmittel (Krankenversicherung § 124 SGB V/Abrechnungscode: 11 – 19,
– Leistungserbringer von häuslicher Krankenpflege und institutioneller Haushaltshilfe (§§ 132, 132a SGB V)/Abrechnungscode: 31— 34,
– Leistungserbringer von Pflegehilfsmitteln / Abrechnungscode: 11 – 19,
– Leistungserbringer Pflege (ambulant) / Abrechnungscode: 35 – 39, 81 – 89,
– Art der abgegebenen Leistungen:
–– 01 = ambulante Pflege (einschl. pflegerische Betreuungsmaßnahmen),
–– 02 = Tagespflege,
–– 03 = Nachtpflege,
–– 06 = Pflegehilfsmittel,
–– 08 = Zuschuss nach § 43 Abs. 4 SGB XI i. V. m. § 41 SGB XI,
–– 09 = Beratungsbesuch nach § 37 Abs. 3 SGB XI,
–– 10 = Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI.
Der Auftragnehmer überlässt der Auftraggeberin die Software zur eigenen Prüfung und Bearbeitung der Rechnungsdaten für die Leistungsbereiche Hilfsmittel (KV), Häusliche Krankenpflege, Pflegehilfsmittel und Pflegesachleistungen. Die Software wird jeweils zur uneingeschränkten Nutzung während der gesamten Vertragslaufzeit zur Verfügung gestellt. Der Nachbetrieb der SaaS-Lösung ist nach Beendigung des Vertrages für maximal 12 Monate zu Rechnungsprüfungssoftware Abrechnungen § 105 SGB XI, Rechnungsprüfungssoftware Hilfsmittel und HKP (SGB V), Genehmigungsprüfungssoftware Häusliche Krankenpflege und Genehmigungsprüfungssoftware Fahrkosten zur Verfügung zu stellen. Die Datenarchivierung und lesende Zugriff auf Softwarekomponenten ist für maximal 12 Jahre nach Vertragsende zu gewährleisten sowie der Zugriff auf Controlling- und Analysesoftware für maximal 6 Jahre nach Vertragsende.
Die Bereitstellung sowie die laufende Softwarepflege und der Support der Software erfolgt im Rahmen einer SaaS-Lösung. Der Zugriff auf die Genehmigungs- und Abrechnungsmanagement-Software erfolgt webbasiert. Die Datenverarbeitung inkl. Hosting erfolgt auf einem Server des Auftragnehmers, der Serverstandort befindet sich in Deutschland oder der EU.
Die vertragliche Grundlage der Leistungserbringung bildet der EVB-IT Dienstvertrag mit seinen EVB-IT-Dienstleistungs-AGB, den die Auftraggeberin mit dem Auftragnehmer schließt.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2020/S 227-557960
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Genehmigungs- und Abrechnungsmanagement (07/GVP-IT/2020)
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
02/02/2021
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: DAVASO GmbH
Postanschrift: Sommerfelder Straße 120
Ort: Leipzig
NUTS-Code: DE Deutschland
Postleitzahl: 04316
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 10 460 439,40 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Die Verfahrenssprache ist deutsch.
Es gilt deutsches Recht.
Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird: Ein Angebot von
Bietergemeinschaften findet nur dann Berücksichtigung, wenn in dem Angebot jeweils alle Mitglieder genannt sind und ein Mitglied als bevollmächtigter Vertreter für den Abschluss und die Durchführung des Vertrags benannt ist. Außerdem müssen sich die Mitglieder der Bietergemeinschaft für alle im Zusammenhang mit diesem Vertrag stehenden Verbindlichkeiten zur gesamtschuldnerischen Haftung verpflichten. Das Formblatt „Erklärung der Bietergemeinschaft“ ist in dem Fall dem Angebot ausgefüllt und unterzeichnet beizufügen.
Es sind dem Angebot eigens generierte Zugangsdaten zu wenigstens einer Testversion der angebotenen Software von Rechnungsprüfung (jeweils für SGB V und SGB XI) und Genehmigung HKP zur Teststellung zur Verfügung zu stellen (siehe Ziffer 3.1 der BWB).
Dem Angebot ist darüber hinaus vom Bieter eine kurze Unternehmensdarstellung beizufügen (vgl. Ziffer 4 der BWB).
Mit dem Angebot sind folgende weitere Erklärungen und Nachweise vorzulegen:
Datenschutz Auftragsverarbeitung
— „Datenschutzvereinbarung Auftragsverarbeitung“ (60),
— ein Datensicherheitskonzept, in dem der Bieter die bei ihm vorhandenen technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Datenschutz und zur Datensicherheit unter Beachtung von § 35 SGB I und des 2. Kapitels des SGB X darzustellen hat. Es sind insbesondere die entsprechenden Maßnahmen betreffend die Kontrolle des Zutritts, des Zugangs, des Zugriffs, der Weitergabe und der Eingabekontrolle sowie der Einhaltung des Trennungsgebotes darzustellen (Formblatt „Sicherheitskonzept Auftragsverarbeitung" (61)),
— Formblatt „Standorte der Geschäftsräume des Auftragsverarbeiters“ (62),
— Formblatt "Auflistung der bestehenden UAN-Verhältnisse" (63),
— Formblatt „Auflistung der bestehenden Wartungsverträge“ (64),
— Formblatt "Datenschutzbeauftragter/Ansprechpartner" (65) und
— ein vom Bieter erstelltes Löschkonzept, in welchem der Prozess der Datenlöschung dargestellt wird (siehe Ziffer 5 der Bewerbungsbedingungen (20)).
Weiterhin ist mit dem Angebot eine Erklärung des Bieters zum vorgesehenen Projektleiter und -assistenten zur Ausführung des Auftrags („Eigenerklärung vorgesehener Leiter und Stellvertreter“ (41)) einzureichen.
Darüberhinaus ist mit dem Angebot eine Erklärung des Bieters zur Betriebshaftpflichtversicherung sowie Vermögensversicherung und Versicherung gegen Datenverstoß (42) beizufügen.
Eigenerklärung Angaben Gewerbezentralregisterabruf (40)
— Bei Aufträgen ab einer Höhe von 30 000 EUR (exkl. Umsatzsteuer) holt die Vergabestelle für den Bieter.
Der im Rahmen des Vergabeverfahrens den Zuschlag erhalten soll, vor der Zuschlagsentscheidung die Auskunft aus dem Gewerbezentralregister nach § 150a Gewerbeordnung beim Bundesamt für Justiz ein. Die für die Abfrage notwendigen Daten sind vom Bieter in der „Eigenerklärung Gewerbezentralregisterabruf (40)“ anzugeben.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemomblerstraße 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
Telefon: +49 22894990
Fax: +49 2289499163
Internet-Adresse: http://www.bundeskartellamt.de
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Möchte ein Unternehmen, das ein Interesse am Auftrag hat, eine Verletzung der Bestimmungen über das Vergabeverfahren geltend machen, so hat es diese innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gegenüber der Auftraggeberin zu rügen. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die auf Grund der Bekanntmachung oder erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zu Angebotsabgabe der Auftraggeberin gegenüber gerügt werden. Teilt die Auftraggeberin dem Unternehmen mit, dass sie der Rüge nicht abhelfen werde, so kann das Unternehmen innerhalb von 15 Tagen nach Eingang dieser Mitteilung einen Antrag auf Nachprüfung bei dem Bundeskartellamt stellen.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
03/02/2021