Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen der KHZG-Förderung soll der Grundstein für ein ganzheitliches Patientenüberwachungskonzept im DRK-Krankenhaus Clementinenhaus gesetzt werden. Eine Architektur, welche es ermöglicht, ortsunabhängig eine Überwachung der Vitalfunktionen zu ermöglichen und den Mehrwert, der direkten Anbindung an unser PDMS-System (Nexus-KIS) bietet. Hierbei ist besonders der Punkt der völligen Flexibilität wichtig. Die Geräte sollen flexibel im gesamten Haus eingesetzt werden können und dabei die Möglichkeit bieten, on Demand, einem "Überwachungscluster" zugeordnet werden zu können. Ist z.B. im Rahmen einer externen Großschadenslage eine sofortige Erweiterung der Überwachungskapazität in der ZNA erforderlich, können verschiedenste Überwachungsmonitore dem "Cluster ZNA" zugewiesen werden. So kann der Spotmonitor, das Telemetriegerät oder der voll ausgestattete Intensivmonitor, dem Cluster zugefügt werden und nahtlos in die ZNA-Bestandarchitektur (Zentraler Überwachungsplatz, anonymisierter Ansichtspunkt im Behandlungsbereich, etc.) zugefügt und betrieben werden. Es muss kein expliziter Bettplatz oder eine Dockingstation für das Gerät vorhanden sein, sondern im Sinne der Katastrophenmedizin, kann das Gerät an der Stelle genutzt werden (mit all seinen Funktionalitäten und unseren beschriebenen Anforderungen), wo es benötigt wird, selbst auf dem Flur. Die Grenzen der gerätespezifischen und ortsgebundenen Überwachungsmöglichkeiten sollen gesprengt werden. Vitaldaten sollen direkt an die elektronische Akte des Patienten übergeben werden, losgelöst von dem Zwang, auf KIS-Ebene einem spezifischen Bettplatz zugeordnet sein zu müssen. Wird der Patient notfallmäßig innerklinisch verlegt oder einer diagnostischen Maßnahme zugeführt, wird der Datenübertrag an die ePA dadurch nicht ausgesetzt. Ein weiterer Aspekt ist die Anbindbarkeit von bettseitigen Drittkomponenten. Künftig wollen wir nicht mit diversen Middleware- /-Gatewaylösungen arbeiten, sondern eine Middleware betreiben, welche in der Lage ist, auch PDMS-Daten (Beatmung, Anästhesie, Perfusoren, etc), Hersteller-unabhängig zu verarbeiten und übertragen zu können. Im Sinne der Patientensicherheit, soll es möglich sein, dass unsere Mitarbeitenden (Ärzte / Pflege) z.B. mit ihren mobilen Endgeräten in die Alarmarchitektur eingebunden werden können.