Beschreibung der Beschaffung
Das BASE hat im Standortauswahlverfahren die Öffentlichkeit zu informieren und zu beteiligen. Für beide Aufgaben und insbesondere deren Weiterentwicklung wird es künftig immer wichtiger, langfristig tragfähige Konzepte und Wege der digitalen Öffentlichkeitsbeteiligung zusätzlich zu den bestehenden klassischen Instrumenten zu entwickeln und anzuwenden. Die Forschungsagenda des BASE legt einen Fokus auf die Gestaltung der Öffentlichkeitsbeteiligung als Querschnittsthema und die Aufrechterhaltung der Beteiligungsbereitschaft der Öffentlichkeit. Dabei sieht das Konzept zur Öffentlichkeitsbeteiligung des BASE bereits vor, dass Themen aus dem Bereich E-Partizipation angepasst und optimiert werden müssen.
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, zunächst abgeschlossene und laufende digitale Beteiligungsverfahren (bpsw. Infrastrukturprojekte, Beteiligungsverfahren in der Wirtschaft) zu analysieren und die spezifischen Herausforderungen digitaler Beteiligung herauszuarbeiten. Dabei soll nicht nur Deutschland in den Blick genommen werden, sondern es sollen auch exemplarisch Erfahrungen anderer Länder mit digitaler Beteiligung einbezogen werden. Neue und auch etablierte digitale Methoden sollen auf ihre Zielerreichung hin hinterfragt und hinsichtlich der Möglichkeiten aber auch Grenzen digitaler Beteiligungsmöglichkeiten beleuchtet werden (z.B. Zielgruppenerreichung, Repräsentativität, soziotechnische und datenrechtliche Grenzen).
Das methodische Vorgehen soll einen internationalen Literaturreview umfassen. Ergänzt werden soll dieser durch Workshops mit Expert*innen digitaler Beteiligung, Expert*inneninterviews und Interviews mit Teilnehmenden abgeschlossener digitaler Beteiligungsinstrumente (sofern möglich aus dem Standortauswahlverfahren selbst).