Beschreibung der Beschaffung
GCEW - Gemeinde Centrum Eine Welt Die Evang.-Luth. Kirche in Bayern beabsichtigt gemeinsam mit der Kommune Neuendettelsau und der Kirchengemeinde St. Nikolai, ein Gemeindezentrum in Neuendettelsau zu errichten. Das Baugrundstück liegt südlich des Areals der Mission eine Welt an der Hauptstraße und befindet sich damit im Zentrum von Neuendettelsau Im Vorfeld des Vergabeverfahrens Gebäudeplanung, welches derzeit gerade läuft, wurden vom Auftraggeber umfangreiche Vorarbeiten zur Festlegung des Raumprogramms und der funktionalen, gestalterischen und wirtschaftlichen Zielsetzungen geleistet und schließlich eine bauliche Machbarkeitsstudie inkl. Kostenschätzung beauftragt.
Zur Freimachung des zukünftigen Baufeldes müssen einige zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch von der benachbarten Mission Eine Welt genutzten Gebäude abgebrochen werden. Zeitgleich zur Errichtung des geplanten Gemeindezentrums sollen in der Nachbarschaft weitere Gebäude saniert (verbleibende Bestandsgebäude MEW) und in unmittelbarem Anschluss an das Gebäude neu errichtet werden (Neubau kommunale Tiefgarage, Neugestaltung öffentlicher Freiflächen). Planung und Realisierung dieser Bauvorhaben sind nicht Bestandteil dieser Ausschreibung, die funktionalen Schnittstellen müssen jedoch planerisch berücksichtigt und die Realisierung baulogistisch abgestimmt werden.
Das Raumprogramm für das Gemeindezentrum umfasst insgesamt 24 Räume mit einer Gesamtnutzfläche von etwa 950 qm. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde nachgewiesen, dass die geforderten Flächen in einem dreigeschossigen Baukörper (2 Vollgeschosse) mit einer Grundfläche von etwa 430 qm und einem Bruttorauminhalt von ca. 5.500 cbm untergebracht werden können. Darüber hinauswurden die Lage und Abmessungen des Baukörpers im Rahmen der Studie bereits so weit entwickelt, dass er den gewünschten städtebaulichen Zielsetzungen voll entspricht.
Neben den flächentechnischen Vorgaben werden für den Neubau weitere Zielsetzungen formuliert. Das öffentliche Gebäude muss die allgemein üblichen Anforderungen z.B. der Barrierefreiheit, des Wärmeschutzes und des Schallschutzes erfüllen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Aufgabenstellung und des Ortes weitere spezifische Anforderungen (Nutzergruppen, Zugangsmöglichkeiten, Flexibilität, Offenheit, Raumakustik, Beleuchtung). Nicht zuletzt soll auch auf ökologische Aspekte und auf einen späteren wirtschaftlichen Betrieb geachtet werden.
Gegenstand der auszuschreibenden Leistungen sind in den unterschiedlichen Verfahren die Leistungen der Fachplanung TA-HLS, TA-ELT und der Fachplanung Tragwerksplanung entsprechend HOAI, Teil 4, Abschnitt 1 und 2, Leistungsphasen 1-9.
Die Beauftragung erfolgt nach § 51 und 55 HOAI stufenweise.
Im Auftragsfall wird als erste Stufe mit den Leistungsphasen 1 und 2 beauftragt. Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet der Auftraggeber im weiteren Projektablauf. Aus der stufenweisen Beauftragung können keine Forderungen auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen oder weiterer Leistungen abgeleitet werden.
Die Bauwerkskosten (Kostengruppen 300 + 400) wurden im Rahmen der Machbarkeitsstudie auf etwa 3,1 Mio. Euro Brutto geschätzt (Stand 1. Quartal 2022).
Der Planungsbeginn soll zeitnah nach der Auftragserteilung frühestens zum Jahreswechsel 2022 / 2023 erfolgen.
Die Errichtung des Gebäudes könnte demnach Anfang 2024 beginnen.
Die Besondere Leistung sind als Optionen ausgestaltet, die der Auftraggeber abrufen kann, zu deren Abruf er aber nicht verpflichtet ist. Der Vertrag wird sich am Vertragsmuster Certiform/Boorberg orientieren