Beschreibung der Beschaffung
Geliefert werden sollen vier mobile Montageplattformen für den skalenunabhängigen Transport, Handhabung und Montage von Bauteilen. Aufgrund der unterschiedlichen Forschungsaufgaben, die mit dem Großgerät bearbeitet werden sollen, muss jede Montageplattform eine Vielzahl von Grundfunktionalitäten bei möglichst hoher Flexibilität bezüglich der hard- und softwareseitigen Anpassung bieten. Die Montageplattformen sollen dazu jeweils aus einer autonomen mobilen Roboterplattform, einem Aufbau zur Unterbringung von Roboterkomponenten und Nutzergeräten sowie zwei Leichtbaurobotern auf Linearachsen bestehen. Die Plattform muss eine sehr hohe Steifigkeit und Traglast aufweisen, um die zu transportierenden Großbauteile sicher handhaben zu können. Außerdem muss die Plattform, aufgrund der hohen Bauteilmasse, ein Radtyp mit möglichst großer Auflagefläche bzw. geringer Flächenpressung besitzen. Ausgeschlossen werden können an dieser Stelle Omni-Wheels und Mecanum-Räder, auch, weil bei diesen Antriebsarten mit einem zu hohen Schlupf zu rechnen ist.
Auf der Plattform soll ein Aufbau aus Konstruktionsprofilen (z.B. Item- oder Bosch-Profile) montiert werden. In diesem Aufbau sollen die Robotersteuerungen für beide Manipulatoren sowie weitere Komponenten (Rechner, Akkus, Messtechnik, ...) untergebracht werden können. Der Aufbau ist unter Einhaltung der sonstigen Randbedingungen (limitierte Höhe, Länge und Breite nach tabellarischer Aufstellung) mit maximalem Bauraum und einer möglichst einfachen Zugänglichkeit dieser Teile auszulegen. Die Oberseite des Aufbaus soll aus einer Deckplatte (durchgehend oder unterteilt) aus Aluminium oder Stahl bestehen, in welche Gewindebohrungen zur Montage weiterer Nutzer-Aufbauten eingebracht sind. Der Aufbau soll außerdem über zwei Linearachsen bzw. Hubsäulen verfügen, an welchen die beiden Manipulatoren befestigt sind. Die Linearachsen müssen entsprechend dimensioniert und so mit der Plattform und den Aufbau verbunden werden, dass die Kraft- und Momentenbelastungen durch die Manipulatoren inklusive deren Traglast getragen werden können. Nach Zuschlagserteilung wird die mechanische Konstruktion nach Vorgaben des Auftraggebers angepasst (Limit: 40 Arbeitszeitstunden Konstruktion). Der Auftraggeber hat das Recht auf eine Revisionsschleife.
Bei den Manipulatoren muss es sich um Leichtbauroboter handeln, die für die Kollaboration mit dem Menschen ausgelegt sind. Wie bei allen anderen Komponenten ist es erforderlich, dass alle Funktionen des Manipulators über das Robot Operating System (ROS) gesteuert und alle Sensoren ausgelesen werden können. Zusätzlich muss eine quelloffene Simulationsumgebung (vorzugsweise Gazebo) für den Manipulator existieren, damit neue Algorithmen zuerst simulativ erprobt werden können.