663076-2021 - ErgebnisDeutschland-Köln: Dienstleistungen im Bereich Geotechnik
OJ S 250/2021 24/12/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Stadt Köln
Postanschrift: Willy-Brandt-Platz 2
Ort: Köln
NUTS-Code: DEA23 Köln, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 50679
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau
E-Mail: Leandra.Rose@stadt-koeln.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.stadt-koeln.de
I.2.
Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
Der Auftrag wird von einer zentralen Beschaffungsstelle vergeben
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Baugrund- und Baustoffuntersuchungen an den Senkkästen der Hohenzollernbrücke im Rhein in Köln
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71332000 Dienstleistungen im Bereich Geotechnik
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Auf der Nordseite soll der bestehende Kragarm um bis zu 1,40 m erweitert werden, auf der Südseite soll eine zusätzliche 11 m breite Fuß- und Radwegbrücke entstehen. Darüber hinaus soll ein barrierefreier Zugang in Form einer Rampe, auf der linksrheinischen nördlichen Seite entstehen.
Es ist angedacht die südliche Brückenerweiterung an der Stelle zu errichten, wo die noch vorhandenen Widerlagertaschen der alten Straßenbrücke und die Senkkästen im Rhein sich befinden. Um Planungssicherheit zu gewinnen, sollen die noch nicht überbauten Teile der vorhandenen Senkkästen im Rhein auf ihren Zustand hin untersucht werden. Die Bauteile befindet sich vollständig Unterwasser und zum Teil unterhalb der Rheinsohle. Das gesamte Baufeld ist nur von Wasserseite aus zu erreichen. Für die Durchführung der Arbeiten wird eine Tauchergruppe benötigt.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 944 397,02 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA23 Köln, Kreisfreie Stadt
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Als Grundlage für die weitere Planung zur Verbreiterung der Hohenzollernbrücke sollen die oberstromigen Senkkästen, aus dem Jahre 1912, unter den beiden vorhandenen Brückenpfeilern der Hohenzollernbrücke hinsichtlich Ihres Zustandes untersucht werden. Neben Baustoffproben ist eine Sichtprüfung sowie eine Vermessung der Senkkästen in 3D erforderlich. Ferner soll im Zuge dieser Untersuchungen eine Baugrunderkundung mit entsprechendem Bericht durchgeführt werden, die ebenfalls als Planungsgrundlage der Brückenerweiterung dienen soll.
Auf den vorhandenen Senkkästen befinden sich noch Pfeilerstümpfe der alte Hohenzollernbrücke von vor dem 2. Weltkrieg. Die Baustelle liegt bei Rhein-km 688,5 an den Hohenzollernbrücke in Köln (Innenstand). Der Rhein ist eine stark befahrene Bundeswasserstraße der Binnenwasserstraßenkategorie VIc. Die Bauteile befindet sich vollständig Unterwasser und zum Teil unterhalb der Rheinsohle. Das gesamte Baufeld ist nur von Wasserseite aus zu erreichen. Für die Durchführung der Arbeiten wird eine Tauchergruppe benötigt.
Zunächst sollen je Brückenpfeiler 2 Kernbohrungen mit einer Länge von bis zu 9 m durch den vorhandenen Pfeilerstumpf bis auf die Sohle des Senkkastens hergestellt werden. Nach Durchführung der Kernbohrungen sind die nicht überbauten Pfeilerstümpfe sowie die Senkkastenoberfläche südlich der Brücke (oberstromige Seite) mit Hilfe eines Schwimmbaggers und einer Tauchergruppe freizulegen. Der Bodenaushub hat baubegleitend durch einen Taucher mit Befähigungsschein nach §19SprengG zu erfolgen, da eine Flächendetektion aufgrund des inhomogenen Untergrundes nicht möglich ist. Das Aushubmaterial ist gemäß Vorgaben des WSA Köln (Standort Köln) im Bereich Rhein-km 701,00 (Ortslage Leverkusen) zu verklappen bzw. auszukranen. Zur späteren Wiederverfüllung der hergestellten Baugruben ist ebenfalls gemäß Vorgaben des WSA Rhein im Bereich der „Deutzer Platte“ bei Rhein-km 687,00 Material (Kiessand) aufzubaggern und nach Abschluss der Untersuchungsarbeiten lagenweise und profilgerecht in den Baugruben einzubauen. Die mit Kiessand verfüllte Baugrube ist als Kolkschutz mit einer 1,50 m dicken Wasserbausteinschüttung abzudecken Die max. Aushubtiefe der Baugruben ab Rheinsohle beträgt bis zu ca. 5 m.
Die freigelegten Seitenflächen des Pfeilerstumpfes sowie die Senkkastenoberfläche sind mittels Hochdruckgerät bis auf den anstehenden Beton zu reinigen und direkt im Anschluss durch einen Ingenieurtaucher mit Zertifikat der Bauwerksprüfung nach DIN 1076 visuell zu überprüfen. Die gesamten Oberflächen sind mittels Unterwasser-Videoaufnahme zu dokumentieren. Festgestellte Schäden sind nach Art, Größe und Lage tabellarisch zu dokumentieren.
Im Anschluss sind die freigelegten Senkkastenkanten sowie die Pfeilerstümpfe mittels eine Fächerecholotaufnahme dreidimensional in Lage und Höhe einzumessen. Nach erfolgter Überprüfung bzw. Einmessung sind die Senkästen bzw. Brückenpfeiler wie vorgefunden mit dem zwischengelagerten Aushubmaterial zu verfüllen.
Zur Untersuchung des vorhandenen Baugrundes sind um die betreffenden Senkkastenbereiche herum jeweils drei Kernbohrungen sowie Rammkernsondierungen bis in 15 m Tiefe ab Rheinsohle vorgesehen. Die Herstellung der Bohrungen und Rammsondierungen sollen vom Schiff aus erfolgen.
Vor Durchführung der bodeneingreifenden Maßnahmen sind entsprechende Kampfmittelüberprüfungsarbeiten durchzuführen.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: ja
Projektnummer oder -referenz: Ordnungsmerkmal "OM 2021 50 315"; Maßnahmenbezeichnung "Neubau neuer RGW-Verbindungen entlang / parallel zur Hohenzollernbrücke in Köln
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2021/S 131-346912
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Baugrund- und Baustoffuntersuchungen an den Senkkästen der Hohenzollernbrücke im Rhein in Köln
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
25/11/2021
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Hüskens Wasserbau GmbH & Co. KG
Postanschrift: Hafenstraße 3
Ort: Wesel
NUTS-Code: DEA34 Borken
Postleitzahl: 46483
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 540 000,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
Es können Unteraufträge vergeben werden

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer bei der Bezirksregierung Köln/Nachprüfungsstelle für behauptete Vergabeverstöße
Postanschrift: Zeughausstraße 2 - 10
Ort: Köln
Postleitzahl: 50667
Land: Deutschland
Telefon: +49 2211472120
Fax: +49 2211472889
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: siehe § 160 Absatz 3 GWB • innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gegenüber der Stadt Köln nach Erkennen des Verstoßes gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren spätestens bis Ablauf der Angebots-/Bewerbungsfrist bei Verstößen gegen Vergabevorschriften in der Bekanntmachung • spätestens bis Ablauf der Angebots-/Bewerbungsfrist bei Verstößen gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind • spätestens bis Ablauf der Angebots-/Bewerbungsfrist bei Verstößen gegen Vergabevorschriften, die in den Vergabeunterlagen erkennbar sind • innerhalb von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung der Stadt Köln, der Rüge nicht abhelfen zu wollen siehe § 135 Absatz 2 GWB • 30 Kalendertage nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch die Stadt Köln über den Abschluss des Vertrages, spätestens jedoch sechs Monate nach Vertragsschluss Im Fall der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der EU 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der EU
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
20/12/2021