Kurze Beschreibung
Ziel dieses Forschungsprojektes ist es zunächst, den derzeit erkennbaren Zielkonflikt zwischen bezahlbarem Wohnen und Klimaschutz empirisch transparent zu machen.
Hierzu sollen die Wohnsituation und die Wohnkostenbelastung von Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen (Miethaushalte und Eigentumshaushalte) differenziert nach verschiedenen Haushalts-, Wohn- und Marktsituationen bspw. auf Basis der jüngsten Veröffentlichungen des Mikrozensus 2018 (Zusatzprogramm Wohnen), der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2018, der Befragung EU SILC sowie weiterer zu erschließender Quellen analysiert werden. Im Kern sollen ausgewählte klimapolitische Maßnahmen im Gebäudebereich nach den zu erwartenden Auswirkungen auf selbstnutzende Eigentümer und Eigentümerinnen, Mieterinnen und Mieter, Vermieter und Vermieterinnen sowie den Staat differenziert und vergleichbar analysiert werden. Ein Fokus liegt dabei auf den Wohnkostenbelastungen verschiedener Haushaltsgruppen, vor allem mit niedrigen und mittleren Einkommen. Mögliche Verdrängungsprozesse und Umzugsketten ebenso wie mögliche soziale Polarisierungen einzelner Stadtquartiere sind ebenfalls darzustellen.
Abschließend sollen Handlungsmöglichkeiten und Varianten aufgezeigt werden, wie die kalkulierten Kosten zur Erreichung der Klimaschutzziele auf die verschiedenen handelnden Gruppen (selbstnutzende Eigentümer und Eigentümerinnen, Mieterinnen und Mieter, Vermieter und Vermieterinnen, Staat) verteilt werden können, ohne einzelne Gruppen zu überfordern. Auswirkungen und Wechselwirkungen durch höhere Kostenbelastungen sollen für die verschiedenen Gruppen differenziert und vergleichend dargestellt werden.