669583-2022 - ErgebnisDeutschland-München: Bauarbeiten für Kunst- und Kulturgebäude
OJ S 233/2022 02/12/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Bauleistung
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Staatliches Bauamt München 1
Postanschrift: Peter-Auzinger-Straße 10
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 81547
Land: Deutschland
E-Mail: vergabe@stbam1.bayern.de
Telefon: +49 8921232-0
Fax: +49 8921232-476
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://my.vergabe.bayern.de
Adresse des Beschafferprofils: https://my.vergabe.bayern.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Wirtschaft und Finanzen

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Konzertorgel
Referenznummer der Bekanntmachung: 21E1616
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
45212300 Bauarbeiten für Kunst- und Kulturgebäude
II.1.3.
Art des Auftrags
Bauauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Der Freistaat Bayern plant die Errichtung eines neuen Konzerthauses in München. Dafür werden Leistungen für Planung und Neubau einer innovativen Konzertorgel als Orchester- und Soloinstrument auf höchstem Niveau für den Großen Konzertsaal mit ca. 1.800 Besucherplätzen ausgeschrieben. Die Saalakustik ist schwerpunktmäßig auf eine sinfonische Akustik ausgelegt.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 2 999 900,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
37311300 Orgeln
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Die Beschaffung beinhaltet Planung, Neubau, Einbau, Intonation, Inbetriebnahme und Wartung einer
Konzertorgel für das Konzerthauses München auf Grundlage einer Leistungsbeschreibung mit
Leistungsprogramm (Funktionale Leistungsbeschreibung).
Wesentliche Anforderungen sind dabei u.a.: Höchste dynamische Bandbreite und höchste Mischfähigkeit bei gleichzeitiger Farbigkeit der Einzelstimmen warmer Klang und extreme Farbscala (optimale Verschmelzungsfähigkeit mit Sinfonieorchester); Übergangloses Verschmelzen mit Orchesterklang trotz großer Klangfülle; Ausreichende Pedalwirkung mit tragfähiger Bassgrundlage für den Gesamtklang; Lückenloses Crescendo von ppp zu fff; Möglichkeit der Darstellung der stilistischen Vielfalt der Orgelliteratur v.a. geeignet für symphonische Musik von der Mitte 18. - Mitte 20. Jahrhundert als Begleitinstrument und zur Wiedergabe von Orchestertranskriptionen; die Orgel sollte beim Musizieren mit dem Orchester stets in der Lage sein, zu führen und selbst das Tutti des Orchesters, wenn erforderlich, noch zu beherrschen; farbenreicher Streicherchor,
dessen Wirkung vom Pianissimo bis zum Mezzoforte, als typisches Klangelement der sinfonischen Orgel zur Geltung kommt; Übersichtlicher innerer Aufbau; Klarheit der inneren Organisation und Konstruktion; optimale Wartungsbedingungen; bestenfalls soll eine Begehbarkeit der Orgel für Besucher erreicht werden können; Werkeaufbau: 9 Werke, davon ein Fernwerk, spielbar auf 4 Manualen und Pedal; Hochdrucklade; mechanischer Spielschrank; Mechanischer und mobiler elektrischer Spieltisch; leichtgängige mechanische Spieltraktur; übersichtliche und leicht zu handhabende Spielanlage; zuverlässige Setzeranlage; zuverlässige Funktionstüchtigkeit; sehr geringe Grundgeräusche für höchste akustische Anforderungen des Saales; Innovative Prospektgestaltung, wobei sich der Prospekt mit sehr hohen gestalterischen Anforderungen in die
Saalarchitektur einfügen muss und die Gesamtkomposition der Prospektgestaltung das Zusammenwirken von Materialitäten, immersive Vernetzungen und damit verbundener variabler/ wandelbare Erscheinungsformen hinter bspw. semitransparenten Verkleidungen durch Licht- / Schattenwirkung beinhaltet; Siehe hierzu alle Informationen, sowie Anforderungen in den Auftragsunterlagen, insbesondere der Funktionalen Leistungsbeschreibung.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Kundendienst/Wartung / Gewichtung: 10
Qualitätskriterium - Name: Ergonomie / Gewichtung: 10
Qualitätskriterium - Name: Bauliche Qualität und Gestaltung / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Klangästhetik / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Personal / Gewichtung: 10
Preis - Gewichtung: 30
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Die Beauftragung erfolgt stufenweise in Leistungsstufen. Mit Zuschlag auf das Angebot beauftragt der Auftraggeber den Auftragnehmer mit der Leistungsstufe 1: Erstellen der Entwurfsplanung.
Weitere Leistungsstufen (Leistungsstufe 2: Erstellen der Ausführungsplanung / Werk- und Montageplanung; Leistungsstufe 3: Bauleistung und Inbetriebnahme; Leistungsstufe 4: Wartung während der Gewährleistung) werden nicht mit Zuschlag (Vertragsschluss) beauftragt. Die Leistungsstufen 2 bis 4 stehen unter der aufschiebenden Bedingung, dass der Auftraggeber sie erst nach baufachlicher und haushaltsrechtlicher Genehmigung der Baumaßnahme und Fortsetzung der Planung, bzw. Ausführung abruft. Die Beauftragung durch den Auftraggeber erfolgt in Textform durch einseitigen Abruf. Ein Rechtsanspruch auf die Beauftragung weiterer Leistungen / Leistungsstufen besteht nicht.
Siehe hierzu alle Informationen in den Auftragsunterlagen, insbesondere der Leistungsbeschreibung
(Anlage 21E1616_Funktionale_Leistungsbeschreibung), und den Vertragsbedingungen (Anlage 2151-
FLB_Vertragsbedingungen).
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2022/S 028-070359
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: 21E1616
Bezeichnung des Auftrags:
Konzertorgel
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
28/11/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 2
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 2
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co.KG
Postanschrift: Kölnstr. 148
Ort: Bonn
NUTS-Code: DEA22 Bonn, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 53111
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 2 999 900,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Unabhängig von dem Vorbehalt, den Zuschlag auf das Erstangebot zu erteilen, wird vorsorglich darauf
hingewiesen, dass die Planungslösungen aus dem Angebot mit hoher Wahrscheinlichkeit mit den Bietern
erörtert und verhandelt werden. Anlässlich des Termins finden auch Verhandlungen zum Inhalt der
Leistungsbeschreibung, der Angebote und des Vertrags statt. Die Verhandlungen finden voraussichtlich in der 22. KW 2022 statt.
Soweit die Bieter selbst Inhalte der Leistungsbeschreibung und/oder des Vertrags verhandeln wollen, müssen sie bereits mit dem Erstangebot auf gesonderte Anlage ihre Verhandlungsvorschläge einreichen.
Jeder nicht bezuschlagte Bieter, der ein fristgerechtes und wertbares, entsprechend den Vorgaben der
Vergabestelle erstelltes finales Angebot eingereicht hat, erhält gem. § 8b EU VOB/A für seine Aufwendungen im Ausschreibungsverfahren eine Entschädigungssumme in Höhe von pauschal Euro 10.000 netto zzgl. Umsatzsteuer. Weitere Ansprüche, gleich aus welchem Rechtsgrund, sind ausgeschlossen.
Die Kommunikation (Fragen, Auskünfte) erfolgt ausschließlich über die Vergabeplattform. Dabei ist das Tool Frage stellen bzw. Fragen_Antworten zu verwenden.
Nicht fristgerecht eingereichte Teilnahmeanträge bzw. schriftliche (in Papierform eingereichte) oder formlose Anträge werden im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt.
Beschreibungen zur Vorgehensweise bei Teilnahmewettbewerben auf der Vergabeplattform
(www.vergabe.bayern.de bzw. iTWO tender) unter: http://meinauftrag.rib.de/hilfe/index.html?
teilnahmewettbewerbe.html
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Südbayern
Ort: München
Postleitzahl: 80538
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.suedbayern@vg-m.bayern.de
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Der Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit der Antragsteller den geltend
gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und
gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; Verstöße
gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens
bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe
gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den
Vergabeunterlagen erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur
Angebotsabgabe. Der Nachprüfungsantrag ist ebenfalls unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage
nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.4.4.
Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Staatliches Bauamt München 1
Postanschrift: Peter-Auzinger-Straße 10
Ort: München
Postleitzahl: 81547
Land: Deutschland
Telefon: +49 8921232-0
Fax: +49 8921232-476
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
28/11/2022