Beschreibung der Beschaffung
Die Bundesautobahn A 81 Würzburg - Stuttgart - Singen stellt eine wichtige europäische Nord-Süd-Verbindung dar und durchquert das Bundesland Baden-Württemberg vollständig. Dabei werden die Städte Würzburg, Heilbronn und Stuttgart mit dem Bodensee-Raum verbunden. Der bestehende vierstreifige Streckenabschnitt wurde ursprünglich als zweibahnige Bundestraße gebaut und erfüllt somit nicht mehr die Anforderungen, die an eine hochbelastete Autobahn gestellt werden müssen. Zwischen den Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen-Hulb wird die Bundesautobahn sechsstreifig ausgebaut. Die Ausbaustrecke beginnt bei Betriebs-km 590+180 und endet bei Betriebs-km 597+400. Die Länge beträgt 7,220 km. Der Streckenabschnitt von der AS Sindelfingen-Ost bis zur AS Böblingen-Hulb liegt ca. 10 km südlich von Stuttgart im Landkreis Böblingen und den Gemarkungen von Böblingen und Sindelfingen. Der Ausbauabschnitt der A 81 umfasst die bestehenden Anschlussstellen Sindelfingen-Ost (AS21), Böblingen-Ost (AS22), Böblingen / Sindelfingen (AS23) und Böblingen-Hulb (AS24). Im Verlauf des Streckenabschnittes werden die klassifizierten Straßen B 464, L 1183, L 1185, K 1073, vier Gemeindestraßen und die eingleisige Bahnstrecke S 60 Böblingen - Renningen gekreuzt. Der Ausbau wird durch die vorhandenen Zwangspunkte, insbesondere wegen der geringen Abstände der Bebauung erschwert. Die Streckengestaltung orientiert sich am vorhandenen engen Korridor zwischen den Städten Böblingen und Sindelfingen. Wegen der hohen Verkehrsbelastung müssen während der Bauzeit grundsätzlich vier Fahrstreifen für den Verkehr auf der A 81 zur Verfügung stehen. Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus muss bei km 597+350 das Bauwerk BW 7319 561 UF B 464 den neuen geometrischen Randbedingungen angepasst und ersatzneugebaut werden. Neben den Grundleistungen, Leistungsphasen 2, 3 und 6 der HOAI, sind auch als besondere Leistung die Rückbauplanung des Bestandsbauwerks durchzuführen.