Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Vogtsburg im Kaiserstuhl besteht aus sieben Teilgemeinden mit insgesamt ca. 6 100 Einwohnern. Das Freibad im Stadtteil Oberrotweil wird als einzige öffentliche Badeanlage betrieben.
Der Ursprung der Freibadanlage geht zurück in das Jahr 1974, in welchem die Badebecken in ein ehemaliges Regenrücklaufbecken gebaut wurden. Das Eingangs- und Umkleidegebäude wurde 1979 neu errichtet. Der Neubau des Technikgebäudes erfolgte im Jahr 1990. Seitdem fanden im Freibad keine größeren Umbaumaßnahmen statt.
Das Freibad liegt am östlichen Ortsrand von Oberrotweil. Im Süden des Geländes grenzt das Eingangs- und Umkleidegebäude (eingeschossiges Gebäude mit Satteldach) die Freibadanlage gegen die vorbeiführende Hauptstraße L115 ab. Auf der Nordseite wurde unmittelbar an der Grundstücksgrenze das Technikgebäude errichtet. Während im Westen die Wohnbebauung angrenzt, befinden sich östlich der Liegewiese die Schwimmbadparkplätze und Wohnmobilstellplätze.
Mit der Realisierung von technisch notwendigen und gestalterisch möglichen Instandsetzungen der Freibadanlage soll das Bad für die Zukunft gesichert werden, um künftig den hygienischen, technischen und insbesondere auch den touristischen Ansprüchen zu entsprechen.
Zur Aufnahme in das Bundesprogramm „Sanierung Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen“ hat die Stadt Vogtsburg im Jahr 2018 eine Bestandsaufnahme mit Maßnahmenplan für die Sanierung erarbeitet (Ergebnis s. Aufgabenbeschreibung in den Vergabeunterlagen). Daraus ergeben sich zusammengefasst die folgenden wesentlichen Maßnahmen als Planungsziele für den zu vergebenden Planungsauftrag:
— Umbau des Mehrzweckbeckens (Beckengeometrie einschließlich Beckenkopf) und Edelstahlauskleidung,
— Neubau des Kleinkinderbeckens an neuem Standort (mit Edelstahlauskleidung),
— Neubau eines Schwallwasserbehälters,
— Erweiterung des Technikbauwerks zur Aufnahme der erweiterten technischen Anlagen,
— Erneuerung und funktionale Erweiterung der Badewasseraufbereitungsanlage,
— Installation von Solarabsorbern zur Badewassererwärmung,
— Instandsetzung und Anpassung von Verrohrung und Leitungsnetzen,
— Erneuerung des Beckenumgangs mit Außenduschen, Anpassung/Wiederherstellung der Außenanlagen,
— Umbau zur behindertengerechten Ertüchtigung des Umkleidegebäudes.
Die Baudurchführung ist in 2 Abschnitten geplant, die sich an den saisonalen Öffnungszeiten des Freibads orientieren:
September 2021 – März 2022 (Technik und Beckenanlage), September 2022 – März 2023 (Umkleidegebäude).
Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um eine vom Bund geförderte Zuwendungsbaumaßnahme. Das Projekt unterliegt daher der Prüfung einer behördlichen Stelle. Für das Bauvorhaben sind Gesamtkosten (KG 300, 400, 500 und 700) von ca. 2,5 Mio. EUR/netto angesetzt. Zuwendungsgeber und Bauverwaltung behalten sich vor, den Entwurf hinsichtlich seiner Wirtschaftlichkeit soweit erforderlich zu optimieren.
Aufgrund der Vorgaben der Zuwendungsgeber ist mit der Planung unmittelbar nach Auftragserteilung zu beginnen und die Leistungsphase 3 mit Kostenberechnung nach DIN 276 bis in die 3. Ebene (Zuwendungsbauantrag) so zeitnah abzuschließen, dass die Ausführungsplanung und Vorbereitung der Vergabe den Baubeginn im September 2021 ermöglichen.