Beschreibung der Beschaffung
Die geplante Baumaßnahme umfasst im Einzelnen:
1. Neubau eines Kommunikationszentrums - Im Neubau sind neben Räumen für den Veranstaltungs-/ Konferenzbereich (Empfangsbereich, Mehrzweck-/Seminarräume) auch Räume für die Gastronomie (Zubereitungsküche mit andienenden Räumen wie Lager-, Abstell-, Müll- und Sozialräumen sowie einem Gastraum), Appartements mit einem gemeinschaftlichen Raum mit Küche sowie Büroräume angeordnet; Erschließungstreppenhaus mit Personenaufzug.
2. Denkmalgerechter Umbau des "Griesbachschen Auditoriums" als Teil des neuen Kommunikationszentrums und Verbindung mit dem Neubau - Nutzung: Foyer-, Büro-, Lager- und Sanitärflächen. Das "Griesbachsche Auditorium" besteht aus einem Erd-, einem Obergeschoss und einem nicht ausgebauten Dachgeschoss. Das 3-geschosssige Gebäude wurde in Mauerwerksbauweise mit Holzbalkendecken errichtet (ca. 400 qm BGF). Das Dach ist als Schrägdach mit hölzernem Dachstuhl, Ziegeleindeckung und ohne Dachgauben ausgeführt. Für die Umnutzung sind nach mehrjährigem Leerstand nun Sanierungs-/ Umbauarbeiten geplant; Umbau/ Herrichtung der Flächen für eine Nutzung entsprechend des Architektenentwurfs. Zudem soll eine Anbindung an den Neubau erfolgen. Die Leistungen der Technischen Ausrüstung im Bestand betreffen u.a. insbesondere:
- Erneuerung der haustechnischen Anlagen im Bereich Elektro-, Fernmelde- und informationstechnische Anlagen gemäß aktuellem Stand der Technik;
3. Die Wärmeversorgung des Neubaus / des Bestandsgebäudes soll über das Fernwärmenetz erfolgen. Die Planungen und energetischen Nachweise sollen nach gültigem GebäudeEnergieGesetz erfolgen. Der Einsatz erneuerbarer Energien sowie die Möglichkeiten zur Erreichung eines ggf. über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehenden Energiestandards soll untersucht werden und ist ggf. in die Ausführungsplanung einzuarbeiten. Im Bereich der nutzungsspezifischen Anlagen sind neben Feuerlöschanlagen eine Zubereitungsküche inklusive Sekundärräume wie Anlieferung, Lager-, Abstell-, Müll- und Sozialräume vorgesehen. Alle haustechnischen Anlagen müssen über die zentrale Gebäudeleittechnik der Universität gesteuert werden.
4. Außerdem sind die allgemeinen Aufgabenstellungen zur Planung und Ausführung der hier ausgeschrieben Anlagengruppen im Verantwortungsbereich der Universität Jena zu beachten
Die geplante Baumaßnahme zeichnet sich zusammenfassend wie folgt aus: 1. Gebäudetyp: Gebäude für wissenschaftliche Lehre und Forschung (Hörsaal, Institutsgebäude); 2. Art der Baumaßnahme: Neubau / Bauen im Bestand (denkmalgerechter Umbau); 3. Größenordnungen: rd. 2.620 qm BGF insgesamt (davon ca. 390 qm Bestandsgebäude); 4. Geschätzte Bauwerkskosten (Summe KGr 440-460 und 480 nach DIN 276): ca. 0,79 Mio. EUR brutto.
Die Planung muss in enger Zusammenarbeit mit der Objektplanung sowie weiteren Fachplanungen erfolgen. Die Schnittstellen sind gemeinsam abzustimmen.
Gegenstand dieses Verfahrens ist die Vergabe der Leistungen der Technischen Ausrüstung gem. HOAI §55, Anlagengruppen 4 bis 6 und 8 gem. HOAI §53: Grundleistungen LPh 1-9, soweit erforderlich (z.B. LPh 4), sowie ausgewählte besondere Leistungen, sofern erforderlich. Eine losweise Vergabe ist nicht beabsichtigt. Die Vergabe erfolgt stufenweise (s. Ziff. II.2.11) ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen. Optionale Leistungen: s. Ziffer II.2.11.
Im Ergebnis sollen funktional und technisch sowie energetisch optimierte Gebäudeteile zur Verfügung stehen, welche über lange Jahre einen wirtschaftlichen und ressourcenschonenden Betrieb ermöglichen.
Das Projekt wird teilweise mit Spendengeldern der Carl-Zeiss-Stiftung finanziert. Die entsprechenden Finanzierungsbedingen sind zu beachten.
Folgende Unterlagen liegen vor und sind Bestandteil der Vergabeunterlagen, die im Internet abgerufen werden können (s. Ziff. I.3): Machbarkeitsstudie; im Falle der Angebotsaufforderung/ Einladung zur Verhandlung unterzeichnet vorzulegen: Verpflichtung zur Beachtung der ILO-Kernarbeitsnormen (sofern zutreffend auch für NU) / Verpflichtung Tariftreue, Mindestentgelt und Entgeltgleichheit (sofern zutreffend auch für NU) nach dem Thüringer Vergabegesetz [ThürVgG].
Voraussichtlicher Zeitrahmen: 1. Beauftragung: 08/2022; 2. Realisierung bis 4. Quartal 2025; 3. Projektabschluss: im Nachgang (Hinweis zu Ziffer II.2.7: Angaben ohne LPh 9 / Gewährleistungszeit).