Beschreibung der Beschaffung
In vielen Teilen unserer stark urban und landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft sind verkehrsbegleitende Grünflächen häufig die einzigen verbliebenen unbewirtschafteten Flächen. Sie können deshalb einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität leisten. Gleichzeitig kommen aber auch gebietsfremde Arten bevorzugt auf Verkehrsbegleitgrün vor und breiten sich entlang der Verkehrswege aus. Besonders die Staudenknöterich-Sippen (Fallopia sp.) verursacht durch ihr schnelles und hohes Wachstum massive Probleme für die Straßenbetriebsdienste. Die starke Rhizombildung erschwert zudem eine Bekämpfung erheblich.
In einer Pilotstudie (FE 02.0429/2019/LRB) wurden verschiedene Verfahren zur Kontrolle von Staudenknöterichen bereits getestet. Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es, die Kontrolle der Knöterich-Bestände auf den bestehenden Versuchsflächen fortzuführen. Weiterhin soll ein Nachsorge- und Monitoringkonzept entwickelt werden, um auf Bekämpfungsstandorten eine dauerhafte und nachhaltige Beseitigung der Bestände zu gewährleisten. Die bereits im Vorgängerprojekt erarbeiteten Pflegeempfehlungen sollen ergänzt werden durch:
a) die Erarbeitung von Präventionsmaßnahmen: Maßnahmenempfehlungen, die insbesondere die Einbringung von Knöterich auf Verkehrsbegleitgrün vermindern bzw. verhindern
b) das Erstellen eines Nachsorge- und Monitoringkonzepts: Standorte, auf denen Knöterich-Bestände weitgehend bekämpft wurden, müssen nach dem Verschwinden oberirdischer Biomasse beobachtet werden, da bei nicht vollständiger Beseitigung der unterirdischen Rhizome die Gefahr eines erneuten Austriebs auch Jahre nach der Bekämpfung besteht. Hier soll ein für die Betriebsdienste praktikables Konzept entwickelt werden, wie mit solchen Standorten umgegangen werden kann, um ein erneutes Auftreten dauerhaft zu verhindern.
Die Pflegeempfehlungen und das Monitoringkonzept sollen zu einer nachhaltigen Vermeidung der Knöterich-Sippen auf Verkehrsbegleitgrün führen.