VerfahrensartVerhandlungsverfahren ohne vorherige BekanntmachungErläuterung:
Aus Gründen der Anlagensicherheit und Verfügbarkeit ist nur der Einsatz autorisierter Systemadministratoren zulässig. Gegenwärtig besitzt die Fa. EMIS Energy (EMIS) für den Service-Betrieb die alleinigen Administrationsrechte. EMIS betreut die FZL bereits seit ihrem Bestehen im Jahr 1999 und hat diese auch mit aufgebaut.
Die Bereitstellung von Informationen aus dem Visualisierungs-/ Kontrollsystem WinCC sowie die Datenverarbeitung zur Steuerung der Außenanlagen aus dem Anlagenchronist ACRON wurden permanent durch EMIS anlagenbezogen weiterentwickelt und bedarfsbezogen mit zusätzlichen Komponenten ergänzt.
Gegenwärtig laufen tiefgreifende informationstechnische Umbauten und Erweiterungen in der FZL, welche im Zuge des behörden- und ämterübergreifenden automatisierten Informations- und Datenaustausches notwendig wurden.
Diese Anpassungen am Leitstand der FZL sind sehr komplex und sind bis zum Ablauf des momentan laufenden Servicevertrages nicht in Gänze realisierbar und werden noch bis ins nächste Jahr hin andauern. Sie umfassen die Implementierung eines neuen Servers mit einer neu zu beschaffenden individualen Softwarelösung sowie die Integration in den bestehenden Datenhaushalt der FZL. Die o.g. Softwarelösung ist eine Sonderanfertigung im Auftrag der FZL und wird gegenwärtig, unter Vor gaben und Kontrollen durch EMIS, von einem externen Dienstleiter erstellt.
Ein Wechsel des Systemadministrators während dieses Umbaus muss aus koordinationstechnischer Sicht sowie aus Garantieansprüchen seitens LMBV vermieden werden. Die lückenlose Versorgung der FZL mit den wasserwirtschaftlich erhobenen Messdaten ist für den Erfolg der Sanierungsarbeiten der LMBV von essentieller Bedeutung. Mögliche Risiken bei der technischen Umsetzung von Anpassungen/Umbauten in der FZL sind zu vermeiden.
Eine grundlegende Einweisung eines neuen Auftragsnehmers führt zu einer zusätzlichen zeitlichen und finanziellen Belastung, welche zu vermeiden ist.
In der FZL sind zum Teil sehr spezielle Einzellösungen der Datenfernübertragungen im Einsatz. Vergleichbare Anlagenkonstellationen sind auf dem deutschen Industriesektor nur selten anzutreffen und dementsprechend wenige Firmen besitzen ausreichend Erfahrung bei der Administrierung von Siemens SINAUT, ACRON-Anlagenchronist, RACOM-MR400/ MR160, RACOM RipEx, Tainy-VPN-Router, Phoenix-TC VPN-Router, Döbelt-Datenlogger,RSE-Datenlogger, etc.
Für die Anbindung der über Funk empfangenen Daten an die FZL besitzt EMIS die alleinigen Administrationsrechte.
Bei einem Auftragnehmerwechsel und dessen notwendiger Einarbeitung sind hohe Risiken für die LMBV durch die Komplexität der Anlage verbunden.
Ein Wechsel der Systembetreuung würde zwangsläufig neue Strategien bewirken, die das Gesamtergebnis für die FZL wesentlich beeinträchtigen. Für den weiteren Ausbau der FZL ist es dringend geboten, die Systembetreuung in bewährter Weise mit der bisher verfolgten Strategie fortzuführen. Der Schaden für die LMBV in der Wahrnehmung durch die Behörden und durch die Öffentlichkeit, bei Nichtfunktion der FZL, wäre nicht voraussehbar.