Beschreibung der Beschaffung
Die Stadtwerke Bayreuth sind ein Energie- und Wasserversorger, der zudem in den Bereichen Fernwärme,
Energie-Contracting und Telekommunikation tätig ist. Die örtliche Mobilität stärkt das Unternehmen durch seinen Stadtbusverkehr und den Betrieb mehrerer Parkeinrichtungen. Im Mittelpunkt des Handelns der Stadtwerke Bayreuth steht dabei die Nachhaltigkeit.
Die Verwaltungs- und Werkstattgebäude der Stadtwerke Bayreuth befinden sich gegenwärtig auf getrennten, im Stadtgebiet Bayreuth verteilten Grundstücken. Die aktuelle Bebauung der Liegenschaften befindet sich dabei seit geraumer Zeit in einem stark sanierungsbedürftigen heterogenen Zustand. Auch der ökologische Footprint der Gebäude mit hohem Durchschnittsalter entspricht nicht den Ansprüchen des Unternehmens.
Im Zuge der Entwicklung einer nachhaltigen Optimierungsstrategie des Immobilienbestandes, unter Berücksichtigung der definierten Ziele der Stadtwerke Bayreuth, wurde ein Grundstück für die Konsolidierung der beiden Hauptliegenschaften identifiziert. Es ist Ziel die vorhandenen Liegenschaften mit Ausnahme der Bäder und der Parkbauten auf den Grundstücken an der Eduard-Bayerlein-Straße zusammenzuführen.
Neben einem Verwaltungsgebäude mit einem zukunftsweisenden Büroflächenkonzept sollen auch der Betriebshof einschließlich Werkstattflächen, sowie Lager- und Sozialflächen realisiert werden. Für einen der Knoten der Mittel- bzw. Hochspannungsversorgung ist zu prüfen, ob das Gebäude hierzu innerhalb des Wettbewerbsgebietes verlagert werden kann.
Die Omnibuszufahrt an der Schnittstelle zum Wettbewerbsgebiet ist eine zu behandelnde Schnittstelle.
Eine weitere Schnittstelle ist eine im Wettbewerb zu bestimmende Fläche von ca. 1000m², auf der (nicht als Wettbewerbsaufgabe) ein Elektrolyseur mit Wasserstofftankstelle für eine Umstellung der städtischen Busse auf Wasserstoff errichtet werden soll. Die Beheizung der zu planenden Gebäude soll aus der Abwärme des Elektrolyseurs erfolgen.
Die Gestaltung soll dem Leistungsschwerpunkt "Energievesorgung" der Stadtwerke Bayreuth gerecht werden.
Der Auslober beabsichtigt nach derzeitigem Stand die Nachhaltigkeitszertifizierung gem. DGNB, dies wird in der Planungsleistung zu berücksichtigen sein.
Das Planungsgebiet hat eine Fläche von ca. 2,2 ha für Ideen- und Realisierungsteil.
Die bauliche Fertigstellung ist für das Jahr 2025 anvisiert. Die Stadtwerke Bayreuth werden die Bearbeitung der im Anschluss an den Wettbewerb zu leistenden Planung mittels BIM beauftragen.
Das Vorhaben besteht aus dem
- Neubau ca. 5.000 m² NUF Verwaltungsflächen und Kundenzentrumsfläche der Stadtwerke
- Neubau von ca. 600 m² NUF Werkstattbereich
- Neubau von ca. 4.930 m² Lager- und Kaltlagerflächen (mit Überdachungen) und Sanitärflächen
- Neubau Parkdecks mit 200 bis 300 Pkw-Stellplätzen und für Sonderfahrzeuge
- Lade- und Entsorgungshofflächen
- Grünflächen
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener Realisierungswettbewerb in 2 Phasen. Das Preisgericht wählt in der ersten Phase auf Basis der in dieser Wettbewerbsbekanntmachung genannten Kriterien zunächst 6 bis max. 8 Wettbewerbsarbeiten zur vertiefenden Bearbeitung für die zweite Phase aus.
Das Preisgericht wählt in der zweiten Phase auf Basis der vertieften Bearbeitungen und unter Zugrundelegung der in dieser Wettbewerbsbekanntmachung genannten Kriterien die Preisträger aus und vergibt die Anerkennungen.
Nach Abschluss des Wettbewerbs prüft der Auftraggeber (AG) die Teilnahmeberechtigung. Vor der Verhandlung prüft der Auftraggeber das Vorliegen der Eignung (s. u. VI.3)1)). Die Eignungsleihe nach § 47 VgV ist möglich.
Bei der Entscheidung über die Auftragserteilung wird die Preisgerichtsentscheidung mit 45 % berücksichtigt.