707479-2022 - AuftragsänderungDeutschland-Frankfurt am Main: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
OJ S 245/2022 20/12/2022
Bekanntmachung einer Änderung
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: DB Netz AG (Bukr 16)
Postanschrift: Adam-Riese-Straße 11-13
Ort: Frankfurt Main
NUTS-Code: DE712 Frankfurt am Main, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 60327
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Cieslik, Astrid
E-Mail: Astrid.Cieslik@deutschebahn.com
Telefon: +49 89130872592
Fax: +49 89130872858
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.deutschebahn.com/bieterportal

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
ABS 36, Brenner Nordzulauf, Leistungen 1-0111-203 - Bauüberwachung Bohrungen Lph 1+2
Referenznummer der Bekanntmachung: 20FEI48666
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE218 Ebersberg
Hauptort der Ausführung: Grafing bis Kiefersfelden
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags
Bei der zu überwachenden Bohrleistung handelt es sich um die Durchführung von Erkundungsbohrungen inklusive der Durchführung verschiedener Bohrlochuntersuchungen (z.B. In-Situ-Versuche, geophysikalische Befahrungen, etc.) sowie den Ausbau der Erkundungsbohrungen zu Grundwassermessstellen. Die geplanten Bohrtiefen liegen zwischen 10 m und 340 m. Ziel der Erkundungsmaßnahmen ist die geologisch-hydro-geologische Untersuchung und Charakterisierung des Untergrundes. Daneben sind Drucksondierungen und begleitende Versuche (Flügelscherversuche, Pressiometertests, Seismische Untersuchungen, usw.) als auch Rammkernsondierungen und Rammsondierungen im Leistungsbild enthalten.
Neben den Bohrungen sind auch lokale geophysikalische Felduntersuchungen (Geoelektrik und Seismik) zu überwachen.
Aufgabe der angefragten Leistung der örtlichen Bauüberwachung ist vor allem die Koordinierung, Abrechnung und vertragliche Steuerung der ausführenden Bohrfirmen. Zudem ist die Abrechnung und vertragliche Steuerung der Laboruntersuchungen und Geophysik abzuwickeln. Die geotechnische Fachbauüberwachung und umweltfachliche Bauüberwachung werden von anderen Auftragnehmern durchgeführt.
Lage / örtliche Verhältnisse
Die gesamten Planungsräume erstrecken sich von der Verknüpfungsstelle Schaftenau (A) über eine Ver-knüpfungsstelle „Deutsches Inntal“ zwischen Raubling und Oberaudorf sowie einer Verknüpfungsstelle Rosenheim Nord zwischen Ostermünchen und Großkarolinenfeld (genaue Lagen der Verknüpfungsstellen jeweils derzeit noch nicht bekannt) bis Grafing Bahnhof und von dort auf den Bestandsstrecken weiter bis München-Trudering.
Für die Bauüberwachung liegt eine räumliche Begrenzung ab der Landesgrenze Österreich/Deutschland bei Kiefersfelden bis Kirchseeon (westlich von Grafing) vor.
Bohrarbeiten in Los 01 und Los 02
Bei den Erkundungsbohrungen für den Brenner-Nordzulauf werden zwei Fachlose gebildet. Das Los 1 bein-haltet Bohrleistungen, welche sich in der Talflur und Hügellandschaft befinden. Dort liegen die Bohrpunkte (Teufe bis 60 m) vorwiegend im Lockergestein und sind über öffentliche und private Straßen und Wege zu erreichen.
Das Los 2 umfasst die Bohrpunkte im Gebirge (höhere Lagen), welche vorwiegend in Felsgesteinen liegen. Die Erreichbarkeit ist mit längeren Anfahrten über zum Teil steilere Wege verbunden. Die Baustelleneinrichtung gestaltet sich in höheren Lagen schwieriger als in der Talflur und den Hügellandschaften. Darüber hin-aus ist für die zum Teil erheblich tieferen Bohrungen (Teufe bis 400 m) eine andere Ausrüstung der Bohrgeräte erforderlich.
Die Ausführung der ausgeschriebenen Bohrungen beziehen sich zum einen auf Leistungen im Rahmen des im Oktober 2020 gestarteten Trassenauswahlverfahrens im Bereich Grafing-Großkarolinenfeld (MGB-MGK) und zum anderen im Bereich aller drei Planungsräume auf Leistungen derjenigen Trasse, die im Rahmen der Vorplanung weitergeplant wird. Aufgrund der terminlichen Randbedingungen im Projekt erfolgt die Aus-schreibung und Vergabe der Bohrleistungen vor dem Ende des aktuell noch laufenden Trassenauswahlverfahrens im GPR/EPR (Abschluss geplant zweites Quartal 2021) und somit ohne Kenntnis, welche der fünf Trassenvorschläge im Rahmen der Vorplanung weiter geplant wird. Aus diesem Grunde wurden die Lose 1 und 2 so gestaltet, dass sie leistungs- und kalkulationstechnisch für jede der in Diskussion stehenden Trassenvarianten geeignet sind.
Bohrarbeiten im Inn
Für zwei Inn Querungen sind insgesamt 4 Kernbohrungen bis in Teufen von 50 m geplant. Eine Innquerung befindet sich südlich von Rosenheim, etwa auf der Höhe Fischbach / Nussdorf. Eine weitere nördlich von Rosenheim bei Pfunzen / Langenpfunzen.
Bei der Querung südlich von Rosenheim befindet sich der Aufbaustandort am westlichen Ufer des Inns an einer gepflasterten Rampe. Die Entfernung zum Bohrpunkt wird mehre hundert Meter betragen. Zur Ausführung der Bohrung wird das Bohrgerät mit Ausrüstung auf einem Bohrponton mit Stelzenpfählen verladen und mittels Seilwinden und einem Schubboot in Position gebracht und im Fluss verankert. Die Personenbeförderung und Materialversorgung erfolgt mittels eines separaten Bootes. Die Bohrarbeiten erfolgen bei Niedrigwasser in den Wintermonaten.
Bei der Querung nördlich von Rosenheim liegt der Aufbaustandort westlich des Inns. Die Entfernung zum Bohrpunkt auf dem Inn wird mehrere hundert Meter betragen. Ansonsten ist die Abwicklung der Bohrungen im Fluss vergleichbar zur südlichen Querung, da sie auch mit demselben Gerät und Ausrüstung ausgeführt wird.
Geophysikalische Felderkundung
Hierbei sind in neuralgischen Bereichen, wie Streckenabschnitte in Siedlungsgebieten, geplante Portalbereiche oder linienhafte Abschnitte, geophysikalische Felduntersuchungen vorgesehen. Dabei handelt es sich um Erkundungsräume, die entweder eine flächenhafte Erkundung von bis zu 3 km² oder bis 5 km Länge aufweisen.
Diese umfassen geoelektrische und seismische Profile, die bevorzugt entlang von bestehenden Wegen aus-geführt werden und eine Gesamtlänge von beiden Verfahren von 5.000 m nicht überschreiten.
II.2.7.
Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen Beschaffungssystems oder der Konzession
Beginn: 01/06/2021 Ende: 31/03/2023
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

Abschnitt IV: Verfahren

IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Bekanntmachung einer Auftragsvergabe in Bezug auf diesen Auftrag
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2021/S 098-259686

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

Auftrags-Nr.: 20FEI48666
Bezeichnung des Auftrags:
ABS 36, Brenner Nordzulauf, Leistungen 1-0111-203 - Bauüberwachung Bohrungen Lph 1+2
V.2.
Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1.
Tag des Abschlusses des Vertrags/der Entscheidung über die Konzessionsvergabe
18/05/2021
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag/Die Konzession wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: CDM Smith Consult GmbH
Postanschrift: Westendstrasse 193
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Alle geforderten Erklärungen/Nachweise sind zwingend und vollständig vorzulegen, ein Verweis auf frühere Bewerbungen wird nicht akzeptiert.
Bitte ergänzen Sie im einzureichenden Teilnahmeantrag alle Angaben (gelb markierte Felder), die vom Bewerber zu machen sind, sorgfältig und vollständig. Durch den Bewerber sind als Teilnahmebedingung alle Erklärungen/Nachweise, welche im Teilnahmeantrag gefordert sind, einzureichen. Fehlende Angaben können zum Ausschluss aus dem weiteren Vergabeverfahren führen.
Der Teilnahmeantrag ist bis zum genannten Schlusstermin, ausschließlich unter Verwendung des Formular des Teilnahmeantrags, bei der ausschreibenden Stelle des Auftraggebers einzureichen. Darüber hinaus gehende Unterlagen sind nicht erwünscht.
Die Teilnahme am weiteren Verfahren setzt die unveränderte Zusammensetzung der im Teilnahmewettbewerb zugelassenen Bietergemeinschaften voraus. Der Zusammenschluss der im Teilnahmewettbewerb zugelassenen Einzelbieter zu Bietergemeinschaften ist nicht zulässig.
Bis zum Schlusstermin ist Ihr Unternehmen bzw. Ihre Bewerber- oder Bietergemeinschaft für das Einreichen der Teilnahmeanträge kostenfrei auf dem Vergabeportal der Deutschen Bahn AG unter https://bieterportal.noncd.db.de/portal/FAQ zu registrieren.
Bitte beachten Sie, auch wenn Sie schon registrierter Lieferant sind, ist für eine Bewerber- oder Bietergemeinschaft eine erneute Registrierung erforderlich.
Für die Teilnahme am Auswahlverfahren ist die Erfüllung sämtlicher Eignungskriterien (Mindestanforderungen) vom Bewerber, von den Partnern der Bewerbergemeinschaft bzw. ggf. von den Subunternehmern nachzuweisen.
Die geforderten Eignungsnachweise müssen spätestens mit der Abgabe des Teilnahmeantrages vorgelegt werden.
Subunternehmer, welche für den Nachweis der technischen Leistungsfähigkeit herangezogen werden, sind im Teilnahmeantrag zu nennen und dürfen während des Vergabeverfahrens nicht ausgetauscht werden. Ein Austausch dieser führt grundsätzlich zum Ausschluss des Bewerbers. Außerdem hat der Bewerber mit der beiliegenden Verpflichtungserklärung (Anlage 1) schriftlich nachzuweisen, dass er für die gesamte Dauer der Leistungserbringung tatsächlich über die Mittel dieser Subunternehmer zur jeweiligen Leistungserbringung verfügt. Ein Austausch von Subunternehmern, welche zur Erreichung der Eignungsanforderungen herangezogen werden, ist während der gesamten Dauer der Leistungserbringung grundsätzlich nicht gestattet und nur aus zwingenden Gründen zulässig. Vor dem Austausch von Subunternehmern ist die schriftliche Zustimmung des Auftraggebers einzuholen. Dem schriftlichen Antrag zum Austausch sind zudem sämtliche Eignungsnachweise/Verpflichtungserklärungen aus dem Vergabeverfahren für den jeweiligen Subunternehmer beizulegen. Der Austausch ist nur gegen, nach den hiesigen Vorgaben geeignete Subunternehmer zulässig.
Vorgesehene Mitarbeiter, welche für den Nachweis der Eignung im Bereich zusätzliche Angaben (Abschnitt VI.3) herangezogen werden, sind im Teilnahmeantrag zu nennen und dürfen während des Vergabeverfahrens nicht ausgetauscht werden. Ein Austausch der Mitarbeiter, welche zur Erreichung der Eignungsanforderungen herangezogen werden, ist während der gesamten Dauer der Leistungserbringung grundsätzlich nicht gestattet und nur aus zwingenden Gründen zulässig. Vor dem Austausch von den genannten Mitarbeitern ist die schriftliche Zustimmung des Auftraggebers einzuholen. Dem schriftlichen Antrag sind zudem sämtliche Eignungsnachweise/Verpflichtungserklärungen aus dem Vergabeverfahren für den jeweiligen Mitarbeiter beizulegen. Der Austausch ist nur gegen nach den Vorgaben der hiesigen Teilnahmebedingungen geeignete Mitarbeiterzulässig.
Fragen zu den Vergabeunterlagen oder dem Vergabeverfahren sind so rechtzeitig zu stellen, dass dem Auftraggeber unter Berücksichtigung interner Abstimmungsprozesse eine Beantwortung spätestens 6 Tage vor Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe bzw. zur Einreichung der Teilnahmeanträge möglich ist. Der Auftraggeber behält sich vor, nicht rechtzeitig gestellte Fragen gar nicht oder innerhalb von weniger als 6 Tagen vor Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe bzw. zur Einreichung der Teilnahmeanträge zu beantworten.
— Durch den Wirtschaftsteilnehmer sind als Teilnahmebedingung neben den unter III.1.1. bis III.1.3. genannten Erklärungen/Nachweisen folgende weitere.
Erklärungen/Nachweise erforderlich:
— Erklärung, ob und in wieweit wir mit dem/den unten genannten weiteren vom AG für dieses Projekt beauftragten Unternehmen verbunden (gesellschaftsrechtlich verbunden im Sinne § 18 AktG/verwandtschaftlich) oder wirtschaftlich abhängig sind. Bei Bietergemeinschaften gilt diese Verpflichtung bezogen auf jedes einzelne Gemeinschaftsmitglied.
Beteiligte Unternehmen:
1. ILF Consulting Engineers Austria GmbH
2. Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft GmbH
3. 08/16 PROJEKTMANAGEMENT GmbH
Der Auftraggeber behält sich vor, Angebote von Bietern auszuschließen, die unter Mitwirkung eines vom Auftraggeber beauftragten Ingenieurbüros erstellt wurden. Gleiches gilt, wenn zwischen Bieter und beauftragtem Ingenieurbüro eine gesellschaftsrechtliche/verwandtschaftliche Verbundenheit oder wirtschaftliche Abhängigkeit besteht.
— Erklärung, dass er im Rahmen des hier vorliegenden Projektes keine Bauleistungen und damit im Zusammenhang stehenden Arch./Ing.-Leistungen erbracht hat.
Corona-Virus: Der Auftraggeber behält sich vor, wegen möglicher Undurchführbarkeit der hier ausgeschriebenen Leistungen wegen Einschränkungen aufgrund der Corona-Epidemie den Zuschlag nicht zu erteilen/das Vergabeverfahren aufzuheben bzw. einzustellen.
Hinweise des Auftraggebers zu Corona:
1. Die mit Erlass des BMI vom 23.3.2020, Ziff. II (BW I 7 – 70406/21#1, abrufbar unter:
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/erlass-bauwesen-corona-20200323.pdf?__blob=publicationFile&v=1
herausgegebenen Hinweise zur Handhabung von Bauablaufstörungen werden auf den abzuschließenden Vertrag entsprechend angewendet. Die dortigen Aussagen zum Umgang mit und Nachweis von Höherer Gewalt macht der Auftraggeber sich zu eigen.
2. Angebote müssen weiterhin verbindlich sein und den Vergabeunterlagen entsprechen. Von den Vergabeunterlagen abweichende Angebote oder Angebote mit Vorbehalten, z.B. bei Terminen, müssen ausgeschlossen werden. Von entsprechenden Erklärungen bitten wir daher abzusehen.
Ab dem 19.4.2017 ist bei Vergaben gemäß SektVO sowie größer 50 000 EUR nur noch die Übermittlung von Angeboten/Teilnahmeanträgen über das Vergabeportal der Deutschen Bahn AG zulässig.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Villemomblerstr. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Die Geltendmachung der Unwirksamkeit einer Auftragsvergabe in einem Nachprüfungsverfahren ist fristgebunden. Es wird auf die in § 135 Abs. 2 GWB genannten Fristen verwiesen. Nach § 135 Abs. 2 S. 2 GWB endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union. Nach Ablauf der jeweiligen Frist kann eine Unwirksamkeit nicht mehr festgestellt werden.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
15/12/2022

Abschnitt VII: Änderungen des Vertrags/der Konzession

VII.1.
Beschreibung der Beschaffung nach den Änderungen
VII.1.1.
CPV-Code Hauptteil
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
VII.1.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
VII.1.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE218 Ebersberg
Hauptort der Ausführung: Grafing bis Kiefersfelden
VII.1.4.
Beschreibung der Beschaffung
Bei der zu überwachenden Bohrleistung handelt es sich um die Durchführung von Erkundungsbohrungen inklusive der Durchführung verschiedener Bohrlochuntersuchungen (z.B. In-Situ-Versuche, geophysikalische Befahrungen, etc.) sowie den Ausbau der Erkundungsbohrungen zu Grundwassermessstellen. Die geplanten Bohrtiefen liegen zwischen 10 m und 340 m. Ziel der Erkundungsmaßnahmen ist die geologisch-hydro-geologische Untersuchung und Charakterisierung des Untergrundes. Daneben sind Drucksondierungen und begleitende Versuche (Flügelscherversuche, Pressiometertests, Seismische Untersuchungen, usw.) als auch Rammkernsondierungen und Rammsondierungen im Leistungsbild enthalten.
Neben den Bohrungen sind auch lokale geophysikalische Felduntersuchungen (Geoelektrik und Seismik) zu überwachen.
Aufgabe der angefragten Leistung der örtlichen Bauüberwachung ist vor allem die Koordinierung, Abrechnung und vertragliche Steuerung der ausführenden Bohrfirmen. Zudem ist die Abrechnung und vertragliche Steuerung der Laboruntersuchungen und Geophysik abzuwickeln. Die geotechnische Fachbauüberwachung und umweltfachliche Bauüberwachung werden von anderen Auftragnehmern durchgeführt.
Lage / örtliche Verhältnisse
Die gesamten Planungsräume erstrecken sich von der Verknüpfungsstelle Schaftenau (A) über eine Ver-knüpfungsstelle „Deutsches Inntal“ zwischen Raubling und Oberaudorf sowie einer Verknüpfungsstelle Rosenheim Nord zwischen Ostermünchen und Großkarolinenfeld (genaue Lagen der Verknüpfungsstellen jeweils derzeit noch nicht bekannt) bis Grafing Bahnhof und von dort auf den Bestandsstrecken weiter bis München-Trudering.
Für die Bauüberwachung liegt eine räumliche Begrenzung ab der Landesgrenze Österreich/Deutschland bei Kiefersfelden bis Kirchseeon (westlich von Grafing) vor.
Bohrarbeiten in Los 01 und Los 02
Bei den Erkundungsbohrungen für den Brenner-Nordzulauf werden zwei Fachlose gebildet. Das Los 1 bein-haltet Bohrleistungen, welche sich in der Talflur und Hügellandschaft befinden. Dort liegen die Bohrpunkte (Teufe bis 60 m) vorwiegend im Lockergestein und sind über öffentliche und private Straßen und Wege zu erreichen.
Das Los 2 umfasst die Bohrpunkte im Gebirge (höhere Lagen), welche vorwiegend in Felsgesteinen liegen. Die Erreichbarkeit ist mit längeren Anfahrten über zum Teil steilere Wege verbunden. Die Baustelleneinrichtung gestaltet sich in höheren Lagen schwieriger als in der Talflur und den Hügellandschaften. Darüber hin-aus ist für die zum Teil erheblich tieferen Bohrungen (Teufe bis 400 m) eine andere Ausrüstung der Bohrgeräte erforderlich.
Die Ausführung der ausgeschriebenen Bohrungen beziehen sich zum einen auf Leistungen im Rahmen des im Oktober 2020 gestarteten Trassenauswahlverfahrens im Bereich Grafing-Großkarolinenfeld (MGB-MGK) und zum anderen im Bereich aller drei Planungsräume auf Leistungen derjenigen Trasse, die im Rahmen der Vorplanung weitergeplant wird. Aufgrund der terminlichen Randbedingungen im Projekt erfolgt die Aus-schreibung und Vergabe der Bohrleistungen vor dem Ende des aktuell noch laufenden Trassenauswahlverfahrens im GPR/EPR (Abschluss geplant zweites Quartal 2021) und somit ohne Kenntnis, welche der fünf Trassenvorschläge im Rahmen der Vorplanung weiter geplant wird. Aus diesem Grunde wurden die Lose 1 und 2 so gestaltet, dass sie leistungs- und kalkulationstechnisch für jede der in Diskussion stehenden Trassenvarianten geeignet sind.
Bohrarbeiten im Inn
Für zwei Inn Querungen sind insgesamt 4 Kernbohrungen bis in Teufen von 50 m geplant. Eine Innquerung befindet sich südlich von Rosenheim, etwa auf der Höhe Fischbach / Nussdorf. Eine weitere nördlich von Rosenheim bei Pfunzen / Langenpfunzen.
Bei der Querung südlich von Rosenheim befindet sich der Aufbaustandort am westlichen Ufer des Inns an einer gepflasterten Rampe. Die Entfernung zum Bohrpunkt wird mehre hundert Meter betragen. Zur Ausführung der Bohrung wird das Bohrgerät mit Ausrüstung auf einem Bohrponton mit Stelzenpfählen verladen und mittels Seilwinden und einem Schubboot in Position gebracht und im Fluss verankert. Die Personenbeförderung und Materialversorgung erfolgt mittels eines separaten Bootes. Die Bohrarbeiten erfolgen bei Niedrigwasser in den Wintermonaten.
Bei der Querung nördlich von Rosenheim liegt der Aufbaustandort westlich des Inns. Die Entfernung zum Bohrpunkt auf dem Inn wird mehrere hundert Meter betragen. Ansonsten ist die Abwicklung der Bohrungen im Fluss vergleichbar zur südlichen Querung, da sie auch mit demselben Gerät und Ausrüstung ausgeführt wird.
Geophysikalische Felderkundung
Hierbei sind in neuralgischen Bereichen, wie Streckenabschnitte in Siedlungsgebieten, geplante Portalbereiche oder linienhafte Abschnitte, geophysikalische Felduntersuchungen vorgesehen. Dabei handelt es sich um Erkundungsräume, die entweder eine flächenhafte Erkundung von bis zu 3 km² oder bis 5 km Länge aufweisen.
Diese umfassen geoelektrische und seismische Profile, die bevorzugt entlang von bestehenden Wegen aus-geführt werden und eine Gesamtlänge von beiden Verfahren von 5.000 m nicht überschreiten.
VII.1.5.
Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung, des dynamischen Beschaffungssystems oder der Konzession
Beginn: 01/06/2021 Ende: 31/03/2023
VII.1.6.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession
VII.1.7.
Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: CDM Smith Consult GmbH
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer/Konzessionär ist ein KMU: nein
VII.2.
Angaben zu den Änderungen
VII.2.1.
Beschreibung der Änderungen
Art und Umfang der Änderungen (mit Angabe möglicher früherer Vertragsänderungen):
Der Umfang der Leistung umfasst die Erstellung eines Zufahrtskonzeptes für zwei Bohrungen des Brennernordzulaufes. Zur Erstellung werden insgesamt 26 Stunden und somit eine Vergütung von 2971,80 Euro angesetzt. - LÄ NT03
VII.2.2.
Gründe für die Änderung
Notwendigkeit der Änderung aufgrund von Umständen, die ein öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber bei aller Umsicht nicht vorhersehen konnte (Artikel 43 Absatz 1 Buchstabe c der Richtlinie 2014/23/EU, Artikel 72 Absatz 1 Buchstabe c der Richtlinie 2014/24/EU, Artikel 89 Absatz 1 Buchstabe c der Richtlinie 2014/25/EU)
Beschreibung der Umstände, durch die die Änderung erforderlich wurde, und Erklärung der unvorhersehbaren Art dieser Umstände:
Zum Zeitpunkt der Ausschreibung konnten keine konkreten Aussagen bezüglich der genauen Lage der Bohrpunkte gemacht
werden da das Trassen auswahlverfahren noch nicht abgeschlossen war. Die gegenständlichen Bohrungen können nur über
eine unerwartet schwierige Zufahrt erreicht werden (technische Aspekte bezüglich der Bohrgerätschaften,
naturschutzfachliche Einschränkungen, spezielle Ertüchtigungen der Zufahrt). Um eine Abwicklung mit den verschiedenen
Beteiligten zu ermöglichen, wurde die örtliche Bauüberwachung angehalten, sämtliche relevanten Sachverhalte in einem
Zufahrtskonzept zusammen zu fassen, welches für die weitere Planung als belastbare Grundlage diente. Zum Zeitpunkt der
Ausschreibung konnte nicht vorhergeshen werden, dass Bohrungen mit derartig komplizierten Zuwegungen durchgeführt
werden müssen. Deshalb ist die Erstellung von Zufahrtskonzepten nicht in der Ausschreibung enthalten.
VII.2.3.
Preiserhöhung