Beschreibung der Beschaffung
1. Gegenstand der Vergabe:
Beschafft werden die Leistungen der Objektplanung, die für die Fertigstellung des Gesamtbauvorhabens "Sanierung und Erweiterung Mainfranken Theater" noch erforderlich sind. Dies betrifft insbesondere die Leistungen der Objektplanung für die Fertigstellung des Bauabschnitts 2 (vormaliges Bestandsgebäude mit der Spielstätte "Großes Haus", Backstage-Bereichen, Werkstätten, Büros, Orchesterprobensaal und weiteren Flächen) sowie für die Zusammenführung von Bauabschnitt 1 (Neues Kopfgebäude) und Bauabschnitt 2 zu einem räumlich und funktional zusammenhängenden Theatergebäude. Beauftragt werden Leistungen der Objektplanung für das Leistungsbild Gebäude und Innenräume (stufenweise Beauftragung). In Vertragsstufe 1 werden die Leistungen der LP 5 bis 8 gemäß HOAI beauftragt, in Vertragsstufe 2 optional die Leistungen der LP 9 gemäß HOAI. Beauftragt werden ferner besondere Leistungen, insbesondere übergeordnete Leistungen, die aus der besonderen Ausgangssituation des Bauvorhabens mit einem Wechsel des Objektplaners während des laufenden Baubetriebs heraus erforderlich sind. Die Hauptaufgaben des neuen Auftragnehmers sind, nach einer Einarbeitungszeit mit einhergehender Prüfung der vorhandenen Unterlagen im erforderlichen Umfang die Planung zu vervollständigen bzw. zu aktualisieren, die fehlenden Gewerke auszuschreiben und die Bauleistungen vor Ort zu überwachen und (optional) im Nachgang zu betreuen. Die zu vergebenden Leistungen sowie das jeweils vorgesehene Vergütungsmodell sind umfassend in den Vergabeunterlagen dargestellt.
2. Verfahrensablauf
Im Rahmen eines europaweiten Teilnahmewettbewerbs werden interessierte Unternehmen aufgefordert, sich für die Teilnahme am Verhandlungsverfahren zu bewerben und ihre Eignung für den ausgeschriebenen Planungsauftrag nachzuweisen. Aus dem Kreis der Unter-nehmen, die sich um die Teilnahme am Verhandlungsverfahren beworben haben, die nicht nach den §§ 123 und 124 GWB ausgeschlossen wurden und deren Eignung festgestellt werden konnte, wird der Auftraggeber die am besten geeigneten Bewerber (mindestens drei, so-fern vorhanden) auswählen und als Bieter zu Verhandlungen für das nachfolgende Verhandlungsverfahren und zur Einreichung von indikativen Angeboten auffordern. Die Bieter werden im Zuge des Verhandlungsverfahrens zu einem Präsentationstermin eingeladen. Die Bewertung des Präsentationstermins fließt mit einer angemessenen Gewichtung in die Zuschlagswertung des Verhandlungsverfahrens ein. Die Präsentationsunterlagen werden von den Bietern gleichzeitig mit den indikativen Angeboten eingereicht. Auf der Grundlage der indikativen Angebote werden Verhandlungsgespräche mit den Bietern geführt. Der Auftraggeber wird im Anschluss an die Verhandlungsgespräche entscheiden, ob und inwiefern die Vergabeunterlagen an Änderungswünsche der Angebote ein. Der Auftraggeber strebt an, auf der Grundlage dieser verbindlichen Angebote die abschließende Zuschlagswertung der Angebote vorzunehmen und den Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot zu erteilen. Der Auftraggeber behält sich jedoch vor, eine oder mehrere weitere Angebotsrunden durchzuführen.
3. Terminliche Ausgestaltung des Vergabeverfahrens
Aufgrund der Bereitstellung von Planungsunterlagen aus dem Bauvorhaben, der mit der Aufgabenübernahme in einem laufenden Baubetrieb verbundenen erhöhten Komplexität des Auftragsgegenstands und der Angebotsaufforderung in den bayerischen Sommerferien beabsichtigt der Auftraggeber, den Bietern eine deutlich verlängerte Frist für die Abgabe der indikativen Angebote und die Einreichung der Präsentationsunterlagen einzuräumen. Geplant ist derzeit eine Angebotsfrist bis zum 10. Oktober 2022 (Änderung vorbehalten). Die Zuschlagserteilung soll Anfang Dezember 2022 erfolgen. Die Entscheidung über die Zuschlagserteilung ist dem Stadtrat der Stadt Würzburg vorbehalten.