713213-2022 - Vorankündigung – DirektvergabeDeutschland-Siegburg: Dienstleistungen der Sozialfürsorge, ohne Unterbringung
OJ S 246/2022 21/12/2022
Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Rhein-Sieg-Kreis, Der Landrat
Nationale Identifikationsnummer: DEA2C
Postanschrift: Kaiser-Wilhelm-Platz 1
Ort: Siegburg
NUTS-Code: DEA2C Rhein-Sieg-Kreis
Postleitzahl: 53721
Land: Deutschland
E-Mail: zvs@rhein-sieg-kreis.de
Telefon: +49 2241/133543
Fax: +49 2241/133165
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.rhein-sieg-kreis.de
Adresse des Beschafferprofils: http://www.rhein-sieg-kreis.de/cms100/buergerservice/aktuelles/beschaffungen/
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Ambulante Suchthilfe
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
85312000 Dienstleistungen der Sozialfürsorge, ohne Unterbringung
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Das Gesundheitsamt hat den gesetzlichen Auftrag, Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und deren Angehörige zu beraten (§16 ÖGDG) sowie für diese Personengruppe einen sozialpsychiatrischen Dienst (§5 PsychKG NRW) vorzuhalten.
In diesem Zusammenhang ist beabsichtigt – wie in der Vergangenheit - die gesetzlichen Pflichtleistungen nach diesen Gesetzen durch ambulante Suchtberatungsstellen im Rhein - Sieg - Kreis anzubieten.
Zu den Hilfsangeboten der Suchtberatungsstellen gehören:
• ambulant aufsuchender Dienst / Sozialpsychiatrischer Dienst (Leistungen nach PsychKG NRW)
• Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern (pädagogische Hilfen für Kinder, Elternberatung, Netzwerkarbeit)
• Allgemeine Suchtberatung (Beratung, Vermittlung in weiterführende Hilfen, etc.)
• Suchtberatung nach SGBII
• Kontaktladen und Drogenkonsumraum (niedrigschwellige Gesundheits- und Überlebenshilfen, Anlaufstelle und Beratungsmöglichkeit, Konsummöglichkeit) (Gilt für Los 2 am Standort Troisdorf)
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: ja
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 0,02 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.1.
Bezeichnung des Auftrags
Ambulante Suchthilfe in den Standorten Siegburg, Rheinbach, Bornheim und Eitorf
Los-Nr.: 1
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
85323000 Kommunaler Gesundheitsdienst, 85312320 Beratungsdienste
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA2C Rhein-Sieg-Kreis
Hauptort der Ausführung: - Wilhelmstr. 155-157, 53721 Siegburg - Pfarrgasse 6, 53359 Rheinbach - Königstraße 25, 53332 Bornheim - Siegstraße 81, 53783 Eitorf
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Zu den Hilfsangeboten der Suchtberatungsstellen in den Standorten Siegburg, Rheinbach, Bornheim und Eitorf gehören:
• ambulant aufsuchender Dienst / Sozialpsychiatrischer Dienst (Leistungen nach PsychKG NRW)
• Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern (pädagogische Hilfen für Kinder, Elternberatung, Netzwerkarbeit)
• Allgemeine Suchtberatung (Beratung, Vermittlung in weiterführende Hilfen, etc.)
• Suchtberatung nach SGBII
Die Suchtberatungsstellen kümmern sich neben der „klassischen Suchtberatung“ - insbesondere im Rahmen des Sozialpsychiatrischen Dienstes (Pflichtleistung des Gesundheitsamtes) und im Kontaktladenbereich – um Personen, die aufgrund mangelnder Krankheitseinsicht und unzureichender Behandlungsbereitschaft von sich aus nicht in das reguläre Versorgungssystem finden und das vorhandene Hilfenetz selbstständig nutzen. Es handelt sich hierbei um ganz überwiegend schwerst- und chronisch abhängige Personen sowie Klient*Innen mit Mehrfachdiagnosen
Die Suchtberatungsstellen haben die Aufgabe mit diesem besonders schwierigen Klientel Kontakt aufzunehmen, Vertrauen aufzubauen sowie Beziehungs- und Motivationsarbeit zu leisten und bei Bedarf in weiterführende Hilfen zu vermitteln. Es handelt sich hierbei um ein niedrigschwelliges Kontaktangebot mit überlebenssichernden und gesundheitssichernden Angeboten sowie der Möglichkeit der Beratung. Das Angebot richtet sich an schwerstabhängigen Personen, die ansonsten keinen Zugang zum Hilfesystem hätten.
Die Suchtberatungsstellen bieten als weitere Bausteine Angebote der Eingliederungshilfe (Begleitbetreuung für Substituierte, Betreutes Wohnen) und der Jugendhilfe (SPFH) an.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben
II.2.
Beschreibung
II.2.1.
Bezeichnung des Auftrags
Ambulante Suchthilfen in den Standorten Troisdorf, Königswinter, Niederkassel und Eitorf
Los-Nr.: 2
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
85312320 Beratungsdienste, 85323000 Kommunaler Gesundheitsdienst
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA2C Rhein-Sieg-Kreis
Hauptort der Ausführung: Poststraße 91, 53840 Troisdorf Wilhelmstraße 31, 53639 Königswinter Oberstraße 205, 53859 Niederkassel Siegstraße 81, 53783 Eitorf
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Zu den durch den Rhein-Sieg-Kreis finanzierten Hilfsangeboten der Suchtberatungsstellen in den Standorten Troisdorf, Königswinter, Niederkassel und Eitorf gehören:
• ambulant aufsuchender Dienst / Sozialpsychiatrischer Dienst (Leistungen nach PsychKG NRW)
• Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern (pädagogische Hilfen für Kinder, Elternberatung, Netzwerkarbeit)
• Allgemeine Suchtberatung (Beratung, Vermittlung in weiterführende Hilfen, etc.)
• Suchtberatung nach SGBII
• Kontaktladen und Drogenkonsumraum (niedrigschwellige Gesundheits- und Überlebenshilfen, Anlaufstelle und Beratungsmöglichkeit, Konsummöglichkeit) am Standort Troisdorf
Die Suchtberatungsstellen kümmern sich neben der „klassischen Suchtberatung“ - insbesondere im Rahmen des Sozialpsychiatrischen Dienstes (Pflichtleistung des Gesundheitsamtes) und im Kontaktladenbereich – um Personen, die aufgrund mangelnder Krankheitseinsicht und unzureichender Behandlungsbereitschaft von sich aus nicht in das reguläre Versorgungssystem finden und das vorhandene Hilfenetz selbstständig nutzen. Es handelt sich hierbei um ganz überwiegend schwerst- und chronisch abhängige Personen sowie Klient*Innen mit Mehrfachdiagnosen
Die Suchtberatungsstellen haben die Aufgabe mit diesem besonders schwierigen Klientel Kontakt aufzunehmen, Vertrauen aufzubauen sowie Beziehungs- und Motivationsarbeit zu leisten und bei Bedarf in weiterführende Hilfen zu vermitteln. Es handelt sich hierbei um ein niedrigschwelliges Kontaktangebot mit überlebenssichernden und gesundheitssichernden Angeboten sowie der Möglichkeit der Beratung. Das Angebot richtet sich an schwerstabhängigen Personen, die ansonsten keinen Zugang zum Hilfesystem hätten.
Die Suchtberatungsstellen bieten als weitere Bausteine Angebote der Eingliederungshilfe (Begleitbetreuung für Substituierte, Betreutes Wohnen) und der Jugendhilfe (SPFH) an.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung
Erläuterung:
In den Suchtberatungsstellen werden Menschen mit einer Suchterkrankung niederschwellig betreut und beraten.
Die Suchtberatungsstellen kümmern sich neben der „klassischen Suchtberatung“ - insbesondere im Rahmen des Sozialpsychiatrischen Dienstes (Pflichtleistung des Gesundheitsamtes) und im Kontaktladenbereich – um Personen, die aufgrund mangelnder Krankheitseinsicht und unzureichender Behandlungsbereitschaft von sich aus nicht in das reguläre Versorgungssystem finden und das vorhandene Hilfenetz selbstständig nutzen. Hierbei handelt es sich um ganz überwiegend schwerst- und chronisch abhängige Personen sowie Klient*Innen mit Mehrfachdiagnosen. Die Suchtberatungsstellen haben die Aufgabe mit diesem besonders schwierigen Klientel Kontakt aufzunehmen, Vertrauen aufzubauen sowie Beziehungs- und Motivationsarbeit zu leisten und bei Bedarf in weiterführende Hilfen zu vermitteln. Es handelt sich um ein niedrigschwelliges Kontaktangebot mit überlebenssichernden und gesundheitssichernden Angeboten sowie der Möglichkeit der Beratung mit dem Ziel, ins weitere Hilfesystem (z.B. Beratung, Entgiftung) zu vermitteln. Das Angebot wird genutzt von schwerstabhängigen Personen, die ansonsten keinen Zugang zum Hilfesystem hätten.
Die Suchtberatungsstellen sind somit Einrichtungen mit einem komplexen Hilfsangebot, auch über die bereits oben genannten Leistungen hinaus und bieten als weitere Bausteine beispielsweise Angebote der Eingliederungshilfe (Begleitbetreuung für Substituierte, Betreutes Wohnen) und der Jugendhilfe (SPFH) an. Dadurch ist gewährleistet, dass die Klienten umfassend in ihrem Hilfebedarf aufgefangen werden können und eine passgenaue Hilfe aus einer Hand erhalten können. Dies gilt auch für Leistungsbausteine, die nicht vom RSK finanziert werden.
Aufgrund des gesundheitlich erheblich beeinträchtigten Zustandes und der ohnehin mangelnden Behandlungsbereitschaft des betroffenen Klientels und den ohnehin durch den Umgang mit der kranken / behinderten Person schon übermäßig belasteten Angehörigen ist die Kontinuität der Leistungserbringung zur Erzielung des Maßnahmenerfolgs und einer nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen durch einen identischen Personenkreis und – beim Maßnahmenwechsel – zur Vermeidung von „Betreuungsbrüchen“ in der gleichen Einrichtung unabdingbar. Darüber hinaus können die einzelnen Maßnahmen besser aufeinander abgestimmt und im „schleichenden“ Übergang fortgesetzt werden.
Die Kontinuität der Beratung und Betreuung des betroffenen Klientels kann nur durch eine weitere Übertragung der oben genannten Aufgaben an die vorgesehenen Träger (Auftragnehmer) bzw. dessen Personal gewährleistet werden.
Die ambulante Suchthilfe wurde in den vergangenen Jahren in enger fachlicher Abstimmung mit den genannten Trägern kontinuierlich weiterentwickelt und den jeweiligen Bedarfen angepasst.
Entstanden ist ein flächendeckendes ambulantes Versorgungssystem, welches jeweils einheitliche Komplexleistungen anbietet und den Bürger*Innen des Rhein-Sieg-Kreises gleichermaßen zur Verfügung steht.
Nach Kenntnis des Aufraggebers ist derzeit keine andere Einrichtung bzw. kein anderer Träger aktuell in der Lage, diese Erfahrungen in der Region und die vereinbarten Qualitätsstandards zeitnah zu erfüllen oder die bestehende Vernetzungs- und Kooperationsstruktur, die zu einer qualitativ hochwertigen Aufgabenerfüllung erforderlich ist, herzustellen.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

Auftrags-Nr.: 1
Los-Nr.: 1
Bezeichnung des Auftrags:
Ambulante Suchthilfe in Siegburg, Rheinbach;Bornheim und Eitorf
V.2.
Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1.
Tag der Zuschlagsentscheidung
15/12/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: Caritasverband Rhein-Sieg e.V.,
Postanschrift: Wilhelmstraße 155-157
Ort: Siegburg
NUTS-Code: DEA2C Rhein-Sieg-Kreis
Postleitzahl: 53721
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer/Konzessionär wird ein KMU sein: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 0,01 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

Auftrags-Nr.: 1
Los-Nr.: 2
Bezeichnung des Auftrags:
Ambulante Suchthilfe in Troisdorf,Königswinter,Niederkassel und Eitorf
V.2.
Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1.
Tag der Zuschlagsentscheidung
15/12/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: Diakonisches Werk An Sieg und Rhein
Postanschrift: Zeughausstraße 7-9,
Ort: Siegburg
NUTS-Code: DEA2C Rhein-Sieg-Kreis
Postleitzahl: 53721
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer/Konzessionär wird ein KMU sein: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 0,01 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Es handellt sich vorliegend um eine freiwillige Ex-Ante Transparentbekanntmachung. Die Leistungsvereinbarungen wurden noch nicht geschlossen. Der Vertragsabschluss soll frühestens nach Ablauf von 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, erfolgen. Unter Ziffer V.2.1 wurde das Datum dieser Bekanntmachung eingetragen, da das Formular keine Eintragung von Daten in der Zukunft zulässt und eine Angabe zwingend erfolgen muss.
Aufgrund einer Plausibilitätsprüfung in der für die Erstellung dieser Bekanntmachung verwendeten Software mussten zudem zwingend Auftragswerte in dieser Bekanntmachung angegeben werden. Aus den in § 39 Abs. 6 Ziffern 3 und 4 VgV genannten Gründen wurden nicht die geschätzten bzw. die tatsächlichen Auftragswerte angegeben, sondern fiktive, die keinesfalls den ordnungsgemäß geschätzten bzw. den tatsächlichen Auftragswerten entsprechen.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Rheinland c/o Bezirksregierung Köln
Postanschrift: Zeughausstraße 2 - 10
Ort: Köln
Postleitzahl: 50667
Land: Deutschland
E-Mail: VKRheinland@bezreg-koeln.nrw.de
Telefon: +49 2211473055
Fax: +49 2211472889
Internet-Adresse: https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/vergabekammer/index.html
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Das Verfahren für Verstöße gegen das Vergaberecht richtet sich im vorliegenden Fall nach den Vorschriften des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB).
Verstöße gegen Vergabevorschriften, durch die einem Bieter bzw. einem Bewerber ein Sch-den entstanden ist oder zu entstehen droht, können von diesem mit einem Nachprüfungsverfahren gemäß § 160 GWB bei der unter VI.4.1. genannten Vergabekammer geltend gemacht werden. Ein Nachprüfungsverfahren ist gemäß § 160 Abs. 1 GWB nur auf Antrag zulässig.
Im Falle eines Antrages auf Feststellung der Unwirksamkeit eines Vertrages nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB gelten die Regelungen zu § 160 Abs. 3 GWB nicht.
Unter Berücksichtigung dieser Bekanntmachung und der Regelung nach § 135 Abs. 3 GWB, nach dem die Unwirksamkeit nach § 135 Abs. 1 Nr. 2 GWB dann nicht eintritt, wenn:
— der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zulässig ist,
— der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag abzuschließen und
— der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wurde,
müsste ein Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens somit innerhalb der genannten Frist von 10 Kalendertagen gestellt sein.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
16/12/2022