Die RWTH Aachen hat zum 01.01.2014 SAP als produktives ERP System einführt. Dazu wurde ein produktneutrales EU-weites Ausschreibungsverfahren durchgeführt. Den Zuschlag für die Implementierung erhielt die Fir-ma IDS Scheer. Die Anforderungen der RWTH konnten nur durch die Software SAP abgebildet werden, welche initial 2012 beschafft und in den Folgejahren bereits mehrmals um neue Funktionen und Nutzer erweitert wurde.
Eine Abkehr von SAP oder auch die Umsetzung der vorgenannten Bereiche ist aufgrund des hohen in die Implementierung und Optimierung ge-steckten Aufwands sowie aufgrund des aktuell auf SAP ausgerichteten Know Hows nicht denkbar. Weder technisch noch wirtschaftlich erscheint diese Möglichkeit sinnvoll.
In bislang 3 Projektphasen wurden die Module FI, PSM, CO, OM, MM etc. in Betrieb genommen; die vierte Projektphase befindet sich in der Umsetzung.
Alle v.g. Module und Erweiterungen wurden mit der Firma Scheer eingeführt bzw. die Einführung von der Firma Scheer begleitet. Bei jeder Einführung und Erweiterung galt es, insbesondere die zahlreichen Besonderheiten der RWTH, wie beispielsweise das Girokontenmodell über die Software ab-zubilden. Zudem hat die Firma Scheer GmbH die Konzeptionierung und Umsetzung dieser Phasen vorgenommen. Die Firma Scheer hat während ihrer bisherigen eine einzigartige Expertise unter
Beweis gestellt. Diese Expertise umfasst spezifische Fähigkeiten, Kenntnisse
und Erfahrungen wie das Girokontenmodell, die Budgetierungslogik, die Organisationsstruktur
inklusive des Rollen- und Berechtigungskonzepts, die für unser
SAP-System von entscheidender Bedeutung sind. Ein Wechsel des Auftragnehmers
würde große Herausforderungen mit sich bringen. Zunächst müssten die
Mitarbeiter des neuen Auftragnehmers geschult und in die spezifischen Anforderungen
eingearbeitet werden. Dies erfordert nicht nur Zeit, sondern auch
Ressourcen und könnte vorübergehend die Produktivität beeinträchtigen. Ein
weiteres Risiko ist der mögliche Wissensverlust. Ein Wechsel des Auftragnehmers
könnte dazu führen, dass wertvolles Wissen bezüglich Besonderheiten
der SAP-Lösung an der RWTH Aachen verloren geht. Dieser Wissensverlust
könnte sich negativ auf die Effizienz und Qualität auswirken und potenziell zu
Verzögerungen oder Fehlern führen.
2. Effizienzgewinn
Die Fortsetzung der bestehenden Arbeitsbeziehung mit der Firma Scheer gewährleistet
eine nahtlose Kommunikation und Zusammenarbeit. Es existieren
bereits etablierte Arbeitsprozesse und Kommunikationskanäle, die die Effizienz
des Betriebs erheblich unterstützen. Die Einführung eines neuen Auftragnehmers
würde unnötige Komplexität und Verzögerungen einführen, die zum jetzigen
Zeitpunkt vermieden werden sollten. Darüber hinaus basiert die Zusammenarbeit
auf einem bereits vorhandenen Vertrauensverhältnis, was die Effektivität
der Arbeitsbeziehung weiter steigert.
3. Zeit- und Kostenersparnis
Eine erneute öffentliche Ausschreibung würde bedeuten, dass Zeit und finanzielle
Ressourcen aufgewendet werden müssten, um Angebote einzuholen, Bewertungsprozesse
durchzuführen und Vertragsverhandlungen zu führen. Die
Fortführung der Zusammenarbeit mit der Firma Scheer ermöglicht, Zeit und
Kosten zu sparen und das System effizient zu betreiben.
4. Risikominimierung
Ein effektives Risikomanagement ist entscheidend in jedem Auftragsvergabe-
Prozess, und die Auswahl des ursprünglichen Auftragnehmers spielt eine maßgebliche
Rolle bei der Risikominimierung. Das Verständnis der Firma Scheer für
unsere spezifischen Anforderungen und Erwartungen aufgrund unserer Zusammenarbeit
minimiert das Risiko von Fehlern und Missverständnissen erheblich.
Aufgrund der Kenntnis des Systems ist zu erwarten, dass die Fehlerbehebung seitens der Firma Scheer deutlich schneller erfolgen kann als durch einen
neuen Auftragnehmer.