Beschreibung der Beschaffung
Los 4 Sünching:
Für das Projekt „HLN 5830 - Sünching“ ist die Barrierefreiheit an der Station vollständig herzustellen. Grundlegende Informationen sind dem angehängten Projektsteckbrief zu
entnehmen. Der Außenbahnsteig am Gleis soll auf die Zielhöhe 76 cm ü. SO aufgehöht werden. Dies kann ggf. in modularer Bauweise erfolgen. Die Zuwegungen zum EG, Treppen, Rampen und Aufzüge sind an die neue Bahnsteighöhe anzupassen. Die Beleuchtungsanlagen am
Außenbahnsteig 1 ist zu erneuern.
Das Projekt HLN 5830 - Sünching ist Teil des HLN – Korridors Obertraubling-Passau auf der Strecke 5830. Ziel des Hochleistungsnetzes ist es, die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der bereits hochbelasteten Strecken zu erhöhen, mehr Planbarkeit und pünktliche Zugfahrten zu gewährleisten sowie das Kundenerlebnis zu verbessern. Dafür verabredete die DB mit dem Bundesverkehrsministerium eine Generalsanierung der Hochleistungstrecken unter Vollsperrung. Für die Strecke 5830 sind für das 2. Halbjahr 2026 fünf Monate Totalsperrung geplant. Aufgabe der Station&Service ist es in diesem Zeitraum die Bahnhöfe und Verkehrsstationen zukunftssicher und kundenfreundlich zu gestalten. Dafür wurden für jede Station projektspezifische Maßnahmen definiert. Für die Erreichung der Ziele ist eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Baubranche notwendig. Dafür befindet sich die DB in Form eines Branchendialogs in regelmäßigen
Abstimmungen mit den Vertretern der Branche. Des Weiteren wurden in einer gemeinsamen Erklärung zwischen der DB und den jeweiligen Verbänden Grundsätze für die Zusammenarbeit festgelegt. Um den terminlichen Anforderungen gerecht zu werden, wurden für die Projekte, die innerhalb des HLN 2026 realisiert werden sollen, projektspezifische Vereinbarungen
getroffen, die sich an dem neuen Planungsprozess „Bauen in einfachen Verhältnissen“ orientieren. Dabei wird das Projekt angelehnt an eine Einphasenplanung abgewickelt. Die projektspezifischen Festlegungen sind in die Leistungsbeschreibungen integriert. Die wichtigsten Inhalte betreffen folgende Punkte:
• Zu Projektstart kann zeitnah mit der Planung begonnen werden. Die wichtigsten
Grundlagen (BIM-Vermessung, Punktwolke, konventionelle Vermessung,
Baugrunduntersuchungen etc.) werden vom AG gestellt.
• Es ist kein BIM-Grundlagenmodell zu erstellen.
• Leistungsphase 2 wird eingekürzt und beinhaltet nur einen vereinfachten
Variantenvergleich. Die Ergebnisse der Leistungsphase sind in Form von einfachen
Skizzen mit allen wesentlichen technischen Informationen darzustellen. Auf die
Verwendung eines BIM-Modells sowie auf die Erstellung eines Vorentwurfsheft
wird in der Leistungsphase 2 verzichtet.
• Leistungsphase 3 und 4 werden parallel bearbeitet. Die Ergebnisse der
Leistungsphase 3 sind in einem BIM-Modell darzustellen. Die Kostenberechnung
in Leistungsphase 3 erfolgt in Form eines bepreisten Leistungsverzeichnisses.