721231-2022 - ErgebnisDeutschland-Unterkirnach: Dienstleistungen von Architekturbüros bei Gebäuden
OJ S 248/2022 23/12/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Gemeinde Unterkirnach
Postanschrift: Villinger Str. 5
Ort: Unterkirnach
NUTS-Code: DE136 Schwarzwald-Baar-Kreis
Postleitzahl: 78089
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Sachgebiet Liegenschaften
E-Mail: gemeinde@unterkirnach.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.unterkirnach.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Modernisierung Roggenbachschule Unterkirnach
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71221000 Dienstleistungen von Architekturbüros bei Gebäuden
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Gegenstand der Ausschreibung sind Gebäudeplanungsleistungen nach HOAI Teil 3, Abschnitt 1, § 33 für die Modernisierung der Roggenbachschule in Unterkirnach.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 348 790,39 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen, 71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE136 Schwarzwald-Baar-Kreis
Hauptort der Ausführung: Unterkirnach
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Die Roggenbachschule in Unterkirnach wurde im Jahr 1962 errichtet und seither immer wieder baulich angepasst, bzw. erweitert und instandgehalten.
Die Roggenbachschule ist ursprünglich als Grund- und Hauptschule gebaut und wird heute als 1-2 zügige Ganztagesgrundschule in Wahlform betrieben. Es ist künftig von einer 2-zügigen Belegung auszugehen (8 Klassen).
Das Gebäude wird lediglich im Schulbetrieb genutzt. Im Erdgeschoss sind momentan zwei Klassenräume, ein Werkbereich, Gemeinschaftsraum, Bewegungsraum, ein Musikraum und die Pausenhalle untergebracht. Im Obergeschoss sind weitere fünf Klassenräume sowie der Schulleitungs- und Elternbereich untergebracht.
Bei der Roggenbachschule besteht hinsichtlich folgender Defizite Sanierungs- und Modernisierungsbedarf:
- Energetische Sanierung der Gebäudehülle.
- Gewährleistung der Barrierefreiheit.
- Anpassungen im Grundriss, zusätzliches Klassenzimmer, kleinere Lerngruppenräume.
- Sanierung und zusätzliche Anpassungen der WC Anlagen in allen Geschossen.
- Umstrukturierung des Ganztags- bzw. Aufenthaltsbereiche sowie der Ausgabeküche.
- Umstrukturierung des Schulleitungs- und Lehrerbereichs.
- Erneuerung der Fußböden und Decken, einschl. Beleuchtung und Verbesserung der Raumakustik.
- Digitalisierung der Klassenräume und Lehrerbereich.
- Die haustechnischen Anlagen sind auf Wirtschaftlichkeit und Klimafreundlichkeit zu prüfen und dementsprechend zu sanieren.
- Der sommerliche Wärmeschutz ist zu überprüfen und zu erneuern.
- Der Brandschutz ist neu nachzuweisen, die hierzu erforderlichen Maßnahmen sind Bestandteil der Sanierung.
KENNDATEN:
Erstellung: 1962 / 1978 / 1990.
BGF: ca. 1.900 m².
NF: ca. 1.580 m².
BRI: ca. 7.070 m³.
Vom Büro AK KU AKYILDIZ KUBERCZYK Architekten PartG mbB (Konstanz) wurde eine Vorstudie für die Modernisierung der Roggenbachschule erstellt. Die Vorstudie ist den Ausschreibungsunterlagen beigefügt. Seitens der Gemeinde ist hierzu vorgesehen, dass die Sanierung auf Grundlage der Variante 1 (Basis) erfolgen soll.
Die unter II.1.4) genannte Planungsaufgabe ist in den Leistungsphasen 1 und teilweise in LPH 2 gem. § 34 HOAI bereits abgeschlossen. Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Gebäudeplanung in den Leistungsphasen 2 (teilweise) bis 9 gem. § 34 HOAI.
Die Planungsleistung wird der Honorarzone III zugeordnet. Nach Beauftragung soll möglichst sofort mit der LPH 2 begonnen werden, um möglichst frühzeitig den Förderantrag (Förderung des kommunalen Schulhausbaus) und den Bauantrag einzureichen.
Planungsbeginn Februar 2023.
Entwurfsplanung bis Juni 2023.
Einreichung Förderantrag Schulbauförderung bis Juli 2023.
Einreichung Bauantrag bis Juli 2023.
Baubeginn voraussichtlich Frühjahr 2024 (abhängig von Förderzusage).
Fertigstellung nach Absprache.
Geplante Gesamtkosten der Maßnahme (KG 300+400): ca. 2,84 Mio. Euro netto.
Durchgeführt wird ein Verhandlungsverfahren mit vorherigem öffentlichen Teilnahmewettbewerb für Leistungen der Gebäudeplanung nach HOAI 2021 gemäß §§ 14, 17 VgV in Verbindung mit §§ 73 ff VgV. Das zweistufige Verfahren beinhaltet den öffentlichen Teilnahmewettbewerb (1. Stufe: Auswahlphase) und die Verhandlungsphase (2. Stufe: Angebotsabgabe und Verhandlungsgespräche).
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Die unter II.1.4) genannte Planungsaufgabe ist in der Leistungsphase 1 gem. § 34 HOAI 2021 bereits abgeschlossen und ist nicht Gegenstand des zu vergebenden Planungsauftrags. Daneben wird die Leistungsphase 2 nur teilweise beauftragt.
Der Auftraggeber behält sich eine stufenweise Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen vor. Mit Abschluss des Vertrages für die Gebäudeplanung werden zunächst die Leistungsphase 2 (teilweise) und 3 beauftragt. Die Leistungsphasen 4 bis 8 und 9 sollen sukzessive optional beauftragt werden. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungsphasen besteht nicht.
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2022/S 151-432506
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Modernisierung Roggenbachschule Unterkirnach
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
13/12/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 6
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 6
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 6
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: buerohauser GmbH & Co.KG
Postanschrift: Turmfeldstraße 21
Ort: Altensteig
NUTS-Code: DE12A Calw
Postleitzahl: 72213
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 348 790,39 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Sämtliche Unterlagen für das Verfahren werden vollständig elektronisch zur Verfügung gestellt.
Die Teilnahme am Bewerbungsverfahren erfolgt über den vollständig auszufüllenden Bewerbungsbogen mit zugehörigen Anlagen. Weitere Unterlagen über die verlangten Erklärungen, Nachweise und Referenzen hinaus sind nicht erwünscht und werden bei der Wertung nicht berücksichtigt.
Die Teilnahmeanträge sind zwingend in elektronischer Form über die Vergabeplattform einzureichen. Teilnahmeanträge, die formlos, in Papierform oder per E-Mail oder per FAX eingereicht werden, werden nicht berücksichtigt. Verspätet eingegangene Anträge werden ausgeschlossen.
Die Unterzeichnung des Antrags kann entweder mit qualifizierter oder fortgeschrittener Signatur oder in Textform nach § 126b BGB zu erfolgen, dies gilt als Unterschrift für alle Anlagen. Für die Unterschrift in Textform ist nur der Name des Bewerbenden, der das Angebot bzw. den Teilnahmeantrag einreicht, an der dafür vorgesehenen Stelle in den Unterlagen anzugeben. Eine elektronische Signatur ist grundsätzlich nicht erforderlich.
Zum Bezug der Wettbewerbsunterlagen besteht keine Pflicht zur Registrierung auf der Vergabeplattform (s.I.3). Über Änderungen der Vergabeunterlagen, Bieterfragen und Antworten u.Ä. werden Sie jedoch nur bei Registrierung automatisch unterrichtet. Andernfalls sind Sie verpflichtet, sich eigenständig über Mitteilungen der Vergabestelle zu informieren. Wir empfehlen daher, sich vor dem Bezug der Unterlagen zu registrieren. Vom Teilnehmer ist sicherzustellen, dass bei einer Registrierung eine gültige E-Mail-Adresse hinterlegt ist, über welche die Kommunikation ausschließlich über subreport erfolgt.
Der Auftraggeber behält sich vor, bis zur Zuschlagserteilung Nachweise der zuständigen Stellen zu verlangen, die bestätigen, dass die gemachten Eigenerklärungen wahrheitsgemäß eingereicht worden sind. Akzeptiert wird auch die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) soweit darin die geforderten Angaben und Nachweise enthalten sind. Bei ausländischen Unternehmen werden gleichwertige Nachweise zuglassen.
Für die Ausarbeitung der Bewerbungsunterlagen werden den Bewerbern keine Kosten erstattet (§ 77 Absatz 1 VgV).
Alle Eintragungen in den Bewerbungsunterlagen müssen zweifelsfrei sein.
Enthalten die Teilnahmeunterlagen nach Auffassung des Bewerbers Unklarheiten, so hat er den Auftraggeber vor Abgabe der Bewerbung unverzüglich schriftlich über das Vergabeportal (Bieterkommunikation) darauf hinzuweisen. Rückfragen per E-Mail, per Fax sowie telefonische Rückfragen oder Rückfragen per Brief werden nicht beantwortet.
Schlusstermin für den Eingang von schriftlichen Anfragen zu den Bewerbungsunterlagen ist 05.09.2022, 12:00 Uhr. Es erfolgt eine Beantwortung an alle Bewerber bis 07.09.2022.
Die Informationen zur Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen der Gemeinde Unterkirnach ist den Bewerbungsunterlagen beigefügt.
Es ist beabsichtigt für die 2. Stufe des Verfahrens folgende Unterlagen zur Verfügung zu stellen: Vorstudie, Bestandspläne, Mustervertrag über HOAI-Leistungen, Zuschlagskriterien und weiterer Ablauf des Verfahrens.
Mehrfachbewerbungen sind nicht zulässig. Eine Mehrfachbewerbung ist auch eine Bewerbung unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros. Mehrfachbewerbungen von Mitgliedern einer Bewerbergemeinschaft bzw. unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros bzw. Nachunternehmer haben das Ausscheiden aller Mitglieder der Bewerbergemeinschaft zur Folge.
Mehrfachbeteiligungen von Nachunternehmen sind zulässig, sofern diese keinen maßgeblichen Einfluss auf die Angebotsgestaltung haben.
Die veröffentlichten Vergabeunterlagen haben einen informatorischen Stand. Änderungen bleiben vorbehalten.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76131
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 7219268732
Fax: +49 721926-3985
Internet-Adresse: http://www.rp.baden-wuerttemberg.de
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Der Antrag auf ein Nachprüfungsverfahren ist nach § 160 Abs. 3 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen – GWB – unzulässig, soweit:
1) Der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichung des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Abs. 2 GWB bleibt unberührt,
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) Mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Nummer 2 GWB. § 134 Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Auf die grundsätzlichen Regelungen zu Nachprüfungsverfahren in den §§ 155-184 GWB wird verwiesen.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
21/12/2022