Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme "Zukunftsgestaltung Daseinsvorsorge" der Stadt Ratzeburg soll die ehemalige Ernst-Barlach-Schule sowie die umgebenden Außenflächen saniert und in Teilen umgenutzt werden.
Die Ernst-Barlach-Schule liegt zentral auf der Altstadtinsel der Stadt Ratzeburg. Sie besteht aus zwei unterschiedlichen Gebäudeteilen. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude sowie eingeschossige bzw. zweigeschossigen Anbauten von 1963 und den 1980er Jahren.
In unmittelbarer Nähe zu der Ernst-Barlach-Schule befindet sich ein Neubau, in dem eine Förderschule, das Pestalozzi Förderzentrum, untergebracht ist. Ein Teil der Außenbereiche der Ernst-Barlach-Schule wird derzeit als Schulhof des Förderzentrums genutzt. Zudem befinden sich auf dem Gelände ein vergleichsweise neuer Spielplatz und ein Kleinspielfeld.
Die Ernst-Barlach-Schule inklusive Anbauten wird derzeit von der Stadt Ratzeburg als Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtung genutzt und steht unterschiedlichen Nutzergruppen zur Verfügung (u. a. der Volkshochschule Ratzeburg, einer freien Schule und des benachbarte Pestalozzi Förderzentrums im Hauptgebäude sowie einer KiTa). Zum Teil sind diese Nutzungen hier provisorisch untergebracht.
Ziel der Stadt Ratzeburg ist es, die Nutzung als Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtung weiter auszubauen und zu verstetigen. In diesem Zuge hat das für die Sanierung des Gebäudes beauftragte Architekturbüro Stadt + Haus aus Wismar Nutzungsvarianten entwickelt, die mit der Politik zeitnah abgestimmt wurden. Darin vorgesehen sind neben den Nutzungen durch das Förderzentrum, multifunktionale Räumlichkeiten für Kultur- und Bildungsangebote, Räumlichkeiten für städtische Verwaltungseinheiten sowie neue Räume für die Touristeninformation, in einem neu herzustellenden Anbau.
Schwerpunkte der Sanierung sind neben der Schaffung von Barrierefreiheit und einer grundlegenden Modernisierung auch einen neuen Eingangsbereich über einen Anbau zu schaffen. Hinzukommend wird der historische Eingang am Hauptgebäude wieder geöffnet, so dass sich stadtzugewandt das Gebäude neu öffnet.
Die vorhandenen Anbauten sollen in zwei Bauabschnitten zurückgebaut werden.
Durch die Modernisierung des Hauptgebäudes, der Öffnung hin zur Stadt sowie das Entstehen eines neuen Anbaus müssen die Außenanlagen (ca. 6.000m²) den entsprechenden Nutzungen zugeordnet und gestalterisch aufgewertet werden.
Gemäß den Zielsetzungen der Sanierung ist es dabei ein wichtiges Element, eine Durchwegung von der Stadtseite zum Kurpark und zum Küchensee zu schaffen. Des Weiteren sind die Flächen für das benachbarte Pestalozzi Förderzentrum und das zukünftige Kultur- und Bildungszentrum gemäß den zukünftigen Nutzungsanforderungen neu aufzuteilen und gegebenenfalls neue attraktive Angebote in den Außenanlagen zu planen.
Weiterhin sollen die auf der Nordseite des Hauptgebäudes vorhandenen Stellplätze gestalterisch aufgewertet, neu strukturiert und instandgesetzt werden. Ggf. ist die Anzahl der Stellplätze anzupassen, vor dem Hintergrund der Erfordernisse, die sich aus den zukünftigen Nutzungen ergeben werden.
Parallel zu den Planungen wird der vorliegende Bebauungsplan Nr. 56 geändert (2. Änderung), damit dort die zukünftigen Nutzungen auf Basis der Planungen festgelegt werden können.