Das Max-Planck-Institut für Biophysik verfügt über eine zentrale Spül- und Medienküche, die allen Abteilungen und Forschungsgruppen des Instituts zur Verfügung steht. Zentrale Aufgabe dieses Bereichs ist das Sterilisieren von Labormaterialien, -gefäßen und Kulturen. Es handelt sich dabei auch um S1- und S2-Materialien und S1- und S2-Abfälle, die nach den gentechnischen Vorschriften dekontaminiert werden müssen. Dies erfolgt mittels Dampfdruck-Sterilisation in der vorhandenen Autoklavierstation. Aufgrund des gestiegenen Bedarfs an zusätzlicher Kapazität wird diese Autoklavierstation durch ein neues Durchreiche-Autoklavensystem ergänzt, das aus zwei Kammern besteht, die sowohl aus dem S1- als auch aus dem S2-Bereich zugänglich sind.
Das Max-Planck-Institut für Biophysik verfügt bereits über 2 Autoklaven der Fa. Holzner, die nun durch das neue Durchreiche-Autoklavensystem erweitert werden sollen. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit spielen hierbei eine große Rolle: die Fa. Holzner verfügt über diverse eigenentwickelte Verfahren, mit denen sich erhebliche Wassermengen je Lauf einsparen lassen. Auch hilft der automatischen Bowie-Dick-Test mit Chargenkontrolle, Testsets einzusparen.
Die Fa. Holzner formuliert den Anspruch, langlebige Anlagen zu bauen (Lebensdauer > 20Jahre). Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund relevant, dass die zu beschaffenden Anlagen in eine Trennwand eingebaut werden sollen und im Nachgang nicht einfach ausgetauscht werden können.
Auch im MPI für Hirnforschung sind bereits Sterilisationskammern der Fa. Holzner in Betrieb. Da mit dem MPI für Hirnforschung enge wissenschaftliche Kooperationen bestehen, ist die Kompatibilität und der Austausch von Sterilisationsprotokollen sowohl im MPI für Biophysik wie auch mit dem MPI für Hirnforschung gewährleistet.
Weitere Vorteile bestehen in der Wartung – hier können Wartungskosten, insbesondere über die erwartete Lebensdauer, zu Beträgen kumulieren, die geschätzt in einer zur Beschaffung vergleichbaren Größenordnung liegen können. Bei der Installation mehrerer Geräte der Fa. Holzner an beiden MPI für Biophysik und Hirnforschung erwarten wir daher deutlich geringere Wartungskosten je Gerät, die deutlich unter denen liegen, die für ein einzelnes Gerät eines weiteren Lieferanten aufzubringen sind.
Nicht zuletzt kann bestehendes Zubehör flexibel sowohl für die bestehenden als auch die neuen Autoklaven verwendet werden. Dies vereinfacht aufgrund des begrenzten Platzes das Handling.
Aufgrund der benutzerfreundlichen Handhabung des Holzner Systems, können kleinere Reparaturen o. ä. von den Anwendern oder unserer Technik selbst kurzfristig behoben werden.
Aus den o. g. Gründen wurde daher ein Verhandlungsvergabe ohne Teilnahmewettbewerb gem.VgV §14 (4) durchgeführt, da der Auftrag somit nur von der Fa. Holzner erbracht bzw. bereitgestellt werden kann.