Beschreibung der Beschaffung
Potsdam ist eine wachsende Stadt. Der Wohnungsmarkt ist angespannt, die Nachfrage nach preiswerten Single-Wohnungen, Seniorenwohnungen und Wohnungen für Familien ist groß und lässt sich nicht auf Grundlage von Leerstand und niedriger Fluktuation befriedigen.
Vor diesem Hintergrund sollen ca. 305 Wohnungen mit einer Wohnfläche von mind. 16.100 m2 als geförderter Wohnungsbau entstehen, ergänzt durch erdgeschossiges Gewerbe auf einer Fläche von ca. 1.000 m2 im Bereich eines zukünftigen Quartiersplatzes.
Südöstlich des Stadtzentrums an der Heinrich-Mann-Allee in der Teltower Vorstadt entsteht auf dem ehemals als Straßenbahndepot der Verkehrsbetriebe Potsdam genutzten Gelände, der neue innerstädtischen Wohnstandort "Heinrich-Mann-Allee/ Kolonie Daheim" mit insgesamt rd. 750 Wohnungen.
Die Planungsaufgabe erstreckt sich auf das WA1, das WA2 und den IV-geschossigen Teil des MI, im Bereich parallel zur Planstraße 2 (Hannah-Arendt-Straße). Entsprechend dem B-Plan Nr. 104 ist eine straßenbegleitende viergeschossige Bebauung in geschlossener und offener Bauweise festgesetzt.
Auf einer Gesamtgrundstücksfläche von ca. 14.000 m2 des Baufeldes WA1/2 (WA1 8.700m2 / WA2 4.420 m2) und einem Teil des Mischgebietes MI mit ca. 900m2 soll Geschoßwohnungsbau sowie erdgeschossigen Gewerbeflächen im WA2 am Quartiersplatz entstehen. Die Wohnbebauung soll die Regelungen des B-Plans 104 vollumfänglich einhalten und dabei eine maximale Nutzung der bebaubaren Flächen sicherstellen.
Bei der Planung der Erschließungssysteme der einzelnen Gebäude (Aufgänge) ist auf eine hohe Flächeneffizienz zu achten. Hierbei kommt es insbesondere auf ein gutes Verhältnis der Wohnfläche (WFL) zur Brutto-Grundfläche (BGF), vom Bruttorauminhalt (BRI) und zur Hüllfläche an.
Die Wohnungsgrundrisse sind in ihrer zweckmäßigen Ausrichtung im Sinne der Nachhaltigkeit zur Wohnraumversorgung unterschiedlicher Nutzergruppen und Wohnkonzepte zu konzipieren.
Ergänzend zur kostenoptimierten Gebäudekonzeption sind die Kosten für die Gebäudebewirtschaftung von hoher Bedeutung. Beide Anforderungen sind in einem ausgewogenen Verhältnis aufeinander abzustimmen.
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der Generationengerechtigkeit soll der Nutzergruppe älterer Menschen im Rahmen dieser Bauaufgabe Rechnung getragen werden. Um dem Bedarf an Seniorenwohnungen zu decken, sind ca. 100 Wohnungen entsprechend den Anforderungen dieser Zielgruppe vorzusehen.
Termine:
Planungsbeginn 12/2022
Abgabe Vorplanung 03/2023
Abgabe Entwurfsplanung 08/2023
Einreichung Bauantrag 11/2023
Baubeginn I.Ortl. 2025
Fertigstellung IV.Qrtl. 2027
Projektübergabe I.Qrtl. 2028
Ergänzender Hinweis: Es ist vorgesehen, dass die ausgewählten Planungsbüros in der zweiten Phase des Verfahrens Lösungsansätze (Teilleistungen der Vorplanung) erbringen, die entsprechend vergütet werden.