732830-2022 - ErgebnisDeutschland-Berlin: Softwarepaket und Informationssysteme
OJ S 252/2022 30/12/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Lieferungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Stiftung Deutsches Historisches Museum
Postanschrift: Unter den Linden 2
Ort: Berlin
NUTS-Code: DE300 Berlin
Postleitzahl: 10117
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Geschäftsbesorgung und Beschaffung
E-Mail: vergabe@dhm.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.dhm.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Freizeit, Kultur und Religion

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Beschaffung eines webbasierten Kassensystems mit Warenwirtschaft und einem Onlineshop für Eintrittskarten, öffentliche Führungen und Veranstaltungen
Referenznummer der Bekanntmachung: Vergabe Nr. B202211009
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
48000000 Softwarepaket und Informationssysteme - JA01
II.1.3.
Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Stiftung Deutsches Historisches Museum beabsichtigt, ein neues, webbasiertes Kassensystem mit Warenwirtschaft und einen Onlineshop für Eintrittskarten, öffentliche Führungen und Veranstaltungen sowie entprechender Hardware zu beschaffen.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 245 893,72 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
48110000 Softwarepaket für POS-Kassenterminals
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE300 Berlin
Hauptort der Ausführung: Stiftung Deutsches Historisches Musuem Ausstellungshalle Hinter dem Gießhaus 3 10117 Berlin
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Das Deutsche Historische Museum ist Deutschlands nationales Geschichtsmuseum und eines der größten Geschichtsmuseen der Welt. In Berlins historischer Mitte gelegen versteht es sich als Ort zur Stärkung historischer Urteilskraft, an dem übergreifende philosophische, ethische und historische Fragen verhandelt werden.
Aktuell entsteht eine neue Ständige Ausstellung, die die deutsche Geschichte in ihren internationalen Bezügen zeigt und neue Akzente setzen wird. Die vormalige Präsentation im Zeughaus „Deutsche Geschichte vom Mittelalter bis zum Mauerfall” ist aus diesem Grund seit Ende Juni 2021 nicht mehr zu sehen. Aufgrund der Sanierungsmaßnahmen sind der Zeughaushof und das Zeughaus ebenfalls nicht zugänglich. In der direkt angrenzenden Ausstellungshalle, dem Pei-Bau, widmet sich ein vielfältiges Ausstellungsprogramm prägenden Ereignissen, Entwicklungen und Personen der deutschen Geschichte im europäischen Zusammenhang.
Für die Übergangszeit bis zur Eröffnung der neuen Ständigen Ausstellung wird ab Dezember 2022 bis voraussichtlich Mitte 2025 im Pei-Bau auf ca. 1.000 m² die Ausstellung „Roads not Taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können" zu sehen sein. Auf den andern drei Etagen zeigt das DHM weitere wechselnde Ausstellungen mit einer kürzeren Laufzeit.
Die Eröffnung der neuen Ständigen Ausstellung ist nach Abschluss der Sanierung des Zeughauses geplant.
Die Stiftung Deutsches Historisches Museum sucht einen Dienstleister für ein neues, webbasiertes Kassensystem mit Warenwirtschaft und einen Onlineshop für Eintrittskarten, öffentliche Führungen und Veranstaltungen.
Bestandteil der ausgeschriebenen Leistung sind Softwareprodukte (Kassensystem inklusive aller in der Leistungsbeschreibung benannten Eigenschaften), Hardwareprodukte (Touchscreen-Kassen, Scanner), Support, Updates und Wartung.
Kassensystem:
An den beiden Hauptkassen des DHM (im Pei-Bau und später wieder im Zeughaus) werden wie bisher die Eintrittskarten für die Ständige Ausstellung und bis zu 4 Wechselausstellungen verkauft und die Herkunft der Besucher*innen erfasst. Es wird ein flexibles System für Zeitfenster- und Tagestickets, die für einzelne oder mehrere Ausstellungen gelten benötigt. Zusätzlich hinzu kommen öffentliche Führungen und Veranstaltungen, die wie die Eintrittskarten aus einem gemeinsamen Kontingent mit dem einzurichtenden Onlineshop kommen.
Onlineshop für Tickets und Veranstaltungen:
Der Ticketshop wird als neuer POS dazukommen für Tickets (Zeitfenster und Tagestickets), öffentliche Führungen und Veranstaltungen (Auswahl über Ausstellung und über Kalender).
Sämtliche Eintrittskarten für Wechselausstellungen und die künftige Ständige Ausstellung sollen im Ticketshop erworben werden können. Es wird sich um Tagestickets und auch Zeitfenstertickets handeln, vermutlich abhängig von der Ausstellung oder mit einer Gültigkeit für das gesamte Haus.
Zu den öffentlichen Führungen, Workshops und Veranstaltungen soll man sich ebenso anmelden können - es wird sich um kostenlose und kostenpflichtige Buchungen handeln.
Onlineshop Publikationen:
Derzeit extern vergeben. Zurzeit werden sämtliche Stammdaten der Artikel und Aktualisierungen händisch übertragen. Es wäre wünschenswert, dass sich hier ein weniger aufwändiger Workflow ergibt und der AN ist aufgefordert, im Angebot Überlegungen zu formulieren.
Für den Projektstart sieht die AG vor, dass der Publikationsshop zwar bei dem derzeitigen Vertragspartner bleibt, aber Abläufe vereinfacht und automatisiert werden sollen. Besonders die Prozesse der Rechnungslegung direkt im Warenwirtschaftssystem und der Lagerhaltung sollen vereinfacht werden.
Hier bittet die AG um Vorschläge, wie ggfs. Schnittstellen geschaffen oder Im- und Exportmöglichkeiten diese Abläufe vereinfachen können.
POS-Warenwirtschaft:
Grundsätzlich soll das Zusammenwirken der Komponenten smarter werden und mit weniger händischen Überträgen auskommen. In der Warenwirtschaft des Kassensystems sollen sämtliche Verkaufsvorgänge der Kassen, des Ticketshops und die Lagerhaltung der Publikationen abgebildet werden. Buchungen, die mit Geld verbunden sind, sollen von hier aus über eine Schnittstelle zu MACH übergeben werden um dort weiterbearbeitet zu werden.
Schnittstelle zu MACH:
Die Stiftung Deutsches Historisches Museum nutzt für die Buchhaltung das ERP-System MACH Web 2.0. Dieses wird regelmäßig aktualisiert und die neuen Updates werden mindestens jährlich eingespielt. Eine Schnittstelle zwischen diesem ERP-System und dem Kassensystem ist erforderlich und sollte folgende Anforderungen erfüllen:
Aus der Warenwirtschaft sollen abrechnungsrelevante Vorgänge an MACH automatisiert übergeben werden.
Kassen:
Drei Touchscreen-Kassen, zwei davon fest verbaut im Tresen des Wechselausstellungsgebäudes (Pei-Bau) und eine, die nach Bedarf an anderen Stellen aufgebaut wird.
Scanner:
Die AG veranstaltet in der Regel 3 Ausstellungen und plant Ein- und Ausgänge zu scannen. Es werden also 6 Scanner benötigt.
Hosting:
Die Software soll nicht bei der AG gehostet werden. Voraussetzung ist, dass der Anbieter oder Dienstleister entsprechend nach ISO 27001 zertifiziert ist und seinen Sitz in Deutschland hat. Die garantierte Verfügbarkeit, SLA 4h bei 24/7 sowie ein Ansprechpartner für Support sind hierbei zwingend.
IT-Umgebung:
Die Kassen und Scanner (und ggfs. die EC-Geräte) werden ins interne Netz des DHM integriert und der AN ist aufgefordert, eine Systembeschreibung der Anwendung zu liefern sowie die benötigten Dienste und Ports zu benennen. Für Firewall Freigaben muss zwingend die jeweilige Quell- und Ziel-Adresse im internen sowie externen Netzwerk festgelegt werden, auch welche Dienste direkten Zugriff auf das Internet benötigen und durch eine DMZ geleitet werden müssen. Eine direkte Portfreigabe auf interne Bereiche ist nicht möglich.
Support, Updates und Wartung:
Die Kassen müssen über einen Remotezugriff gewartet werden können, soweit die AG dies gestattet. Das vom AN dafür eingesetzte Tool ist zu benennen, damit die IT die entsprechenden Firewall-Regeln implementieren kann.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Funktionalität / Gewichtung: 50
Preis - Gewichtung: 50
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2022/S 170-481137
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: Vergabe Nr. B202211009
Bezeichnung des Auftrags:
Beschaffung eines webbasierten Kassensystems mit Warenwirtschaft und einem Onlineshop für Eintrittskarten, öffentliche Führungen und Veranstaltungen
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
13/12/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 4
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 4
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 4
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Giant Monkey Software Engineering GmbH
Postanschrift: Brunnenstraße39
Ort: Berlin
NUTS-Code: DE300 Berlin
Postleitzahl: 10115
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 245 893,72 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Bundeskartellamt Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
E-Mail: vk@bundeskartellamt.de
Telefon: +49 228-94990
Fax: +49 228-9499163
Internet-Adresse: https://www.bundeskartellamt.de
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Zuständig für die Nachprüfung von Vergabeverfahren ist das unter Punkt VI.4.1 genannte Bundeskartellamt. Gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB müssen erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen bei der Vergabestelle (Fachbereich Geschäftsbesorgung und Beschaffung des DHM) gerügt werden. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die sich aus dem Bekanntmachungstext oder aus den Vergabeunterlagen ergeben, müssen innerhalb der Angebots- bzw. Bewerbungsfrist gerügt werden, § 160 Abs.3 Nr. 2 GWB. Hilft die Vergabestelle der Rüge nicht ab, kann ein Antrag auf Nachprüfung beim Bundeskartellamt unter der o.g. Anschrift innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, gestellt werden. Der Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit die Voraussetzungen von § 160 Abs. 3 GWB vorliegen. Die Vergabestelle weist ferner auf die Vorschriften §§ 134, 135 GWB hin. Insbesondere sind die Fristenregelungen in § 135 Abs. 2 GWB zur Geltendmachung der in § 134 Abs. 1 GWB genannten Verstöße zu beachten
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
27/12/2022