Beschreibung der Beschaffung
Die zusätzlich benötigten Nutzflächen sollen in einem eineinhalbgeschossigen Erweiterungsbau nördlich der Villa (Altbau) positioniert werden Das zur Verfügung stehende Gelände befindet sich auf dem nördlich gelegenen Hanggrundstück, welches derzeit als Gartengrundstück von der Klinikgärtnerei bewirtschaftet wird. Die entstehenden zusätzlichen 12 Betten sollen in acht Ein -und zwei Zweibettzimmern untergebracht werden. Die funktionale Verteilung sieht vor, dass jeweils sechs Betten davon den beiden vorhandenen Pflegestationen niveaugleich, zu gleichen Teilen organisatorisch und wirtschaftlich zugeteilt werden sollen und von den dortigen Pflegestützpunkten ohne zusätzliche Personalaufstockung mitversorgt werden. Neben den 12 Betten werden fünf Funktionsräume benötigt.
Von der Baukonstruktion soll das Gebäude sowie der Verbindungsgang zum Bestand in Massivbauweise erstellt und die Wände und Decken sollen in Stahlbeton ausgeführt werden. Das Dach kann als Flachdeckenkonstruktion hergestellt und oberseitig extensiv begrünt werden.
Abbruchmaßnahmen an der Villa (Altbau) sind nicht vorgesehen.
Elektro-, Wasser-, und Gasinstallationen sind bereits an das Neubaufeld angeschlossen. Die Erschließung des Neubaus wird durch die vorhandene klinische Infrastruktur gewährleistet. Ein reibungsloser Klinikbetrieb und eine angemessene Patientenversorgung müssen während der gesamten Bauzeit gewährleistet sein.
Das Klinikgelände wird im vorhabenbezogenen Bebauungsplan (VEP Parkinson-Klinik) aus dem Jahr 1999 als „Sondergebiet Klinik“ geführt.
Auf dieser Grundlage wurde entsprechend § 58 Landesbauordnung für den Erweiterungsbau Nord die Baufreigabe mit Befreiungen von den Festsetzungen des „VEP Parkinson-Klinik“ gemäß § 31 Abs. 2 BauGB hinsichtlich der im VEP dargestellten Gebäudeanordnung bereits erteilt.
Für die vorstehenden Maßnahmen werden im Zuge dieses Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb folgenden Planungsleistungen vergeben:
Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. § 34 HOAI 2013, LPH 3-9 Die Beauftragung erfolgt stufenweise vorbehaltlich des Vorliegens der Fördermittel. Mit Abschluss des Vertrags werden für die Architektenleistung Objektplanung Gebäude gem. § 34 HOAI die Leistungsphase 3 beauftragt.
Kennwerte:
— Flächenbedarf von ca. 381 qm Nutzungsfläche zuzüglich Verkehrs- und Funktionsflächen,
— Baukosten (KG 300) 2 038 219 EUR brutto geschätzt,
— Baukosten (KG 400) 819 228 EUR brutto geschätzt,
— Anrechenbare Kosten für die Objektplanung Gebäude gem. §34 HOAI (2013): ca. 2 190 000 EUR,
— Geplante Auftragsvergabe: Januar 2021,
— Geplanter Baubeginn: 2. Quartal 2021,
— Voraussichtliche Bauzeit: ca. 12 Monate,
— Mit den Planungsleistungen ist nach Auftragserteilung zu beginnen.