Beschreibung der Beschaffung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags
Die Fraunhofer-Gesellschaft plant, die Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (IGCV) mit dem Wissenschaftsbereich Gießereitechnik auf dem Forschungscampus Garching zu etrablieren. Umfang der Planung und Bestandteil dieser Ausschreibung ist ein Technikum mit angegliederten Werkstatt- und Laborflächen. Das Raumprogramm sieht eine Hauptnutzfläche NF 1-6 von 1.118 m² vor. Diese setzt sich wie folgt zusammen: NF 1 Wohnen und Aufenthalt: 12 m²; NF 2 Büroarbeit: 70 m²; NF 3 Produktion, Hand- und Maschinenarbeit, Experimente: 924 m²; NF 4 Lagern, Verteilen und Verkaufen: 100 m²; NF 5 Bildung, Unterricht und Kultur: 0 m²; NF 6 Heilen und Pflegen: 12 m². Für den Wissenschaftsbereich Gießereitechnik ist ein Personalaufwuchs auf 20 Mitarbeiter geplant, wobei sich deren Büroräume zunächst in den Räumlichkeiten, des in direkter Nachbarschaft entstehenden Fraunhofer-Instituts für eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK befinden werden. An der Westseite des Garchinger Forschungsgeländes stehen Flächen für das Technikum (1.Bauabschnitt) mit zukünftiger Erweiterungsoption für Büroflächen (2.Bauabschnitt) zur Verfügung. Das Grundstück ist bereits im Besitz der Fraunhofer-Gesellschaft. Im Wissenschaftsbereich Gießereitechnik werden im Wesentlichen innovative Aktivitäten im Bereich der Sand- und Kokillengießverfahren, der anorganischen Formstoffentwicklung sowie der Gießprozesssimulation adressiert, die einen essentiellen Beitrag für die zukünftige Bereitstellung von gesundheits- und umweltfreundlichen, nachhaltigen sowie wirtschaftlichen Prozessketten im Gießereibetrieb leisten sollen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Optimierung bestehender und der Entwicklung neuer material- und energieeffizienter Fertigungsprozesse.
aus II.2.14) Zusätzliche Angaben
Die Fraunhofer-Gesellschaft plant mit diesem Projekt den Einstieg in die zukunftsweisende durchgängige digitale Planung. Im Zentrum dieser Entwicklung steht die Anwendung der Building Information Modeling "BIM" Methode in der Planung mit der
- Erstellung,
- Auswertung,
- gegenseitigen Bereitstellung und Koordination
von BIM-Fachmodellen der Objekt-, TGA- und Tragwerksplanung, als 3D-Modelle mit Objekten und verknüpften Merkmalen. Um den Erfolg der Einführung von "BIM" im Projekt zu gewährleisten, werden die ausgewählten Planer im Verbund mit einem Fraunhofer Expertenteam und der Bauabteilung den "BIM"- Prozess bestimmen und die "BIM"-Anwendungsfälle festlegen.