Beschreibung der Beschaffung
Für die Neurochirurgische Klinik des UK Würzburg, wurden im Vorfeld Marktabfragen durchgeführt, welche die Eigenschaften und Wünsche der Nutzer beinhalteten.
Allgemeine Beschreibung:
Gefordert wird ein Operationsmikroskop für die Neurochirurgie. Es muss für die Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie gleichermaßen geeignet sein. Das Operationsmikroskop muss schon in der Standardkonfiguration die in der Neurochirurgie am häufigsten eingesetzten Funktionen besitzen, sollte sich aber auch später aufrüsten lassen, um mit wachsenden Ansprüchen Schritt zu halten. Aus hygienischen Gründen müssen Kabel und Videozubehör in das System integriert sein.
Optik:
— Der maximale Arbeitsabstand muss mindestens 625 mm betragen,
— Der kleinste Arbeitsabstand muss ≤ 200 mm betragen,
— Der gesamte Bereich des Arbeitsabstands ohne Austausch des Objektivs muss mindestens 425 mm betragen.
(bei längeren, sperrigeren Instrumenten -lange Pinzetten o.ä.- muss das Mikroskop weiter vom Situs wegbewegt werden, dennoch muss eine Fokusierung / ein scharfes Bild möglich sein),
— Das System muss einen Autofokus mit 2 sichtbaren Laserspots bieten,
— Bei Seitwärtsneigung des Mikroskops darf sich der Mitbeobachtertubus nicht bewegen, um erneutes Ausbalancieren während der Operation zu minimieren.
Beleuchtung:
— Das Beleuchtungssystem des Operationsmikroskops muss einen zweiten elektronisch gesteuerten Lichtstrahl zur Ausleuchtung beschatteter Bereiche im Sichtfeld aufbieten.
— Um Gewebe vor unbeabsichtigter Lichteinstrahlung zu schützen, muss das System entsprechende Sicherheitsmechanismen haben.
—— Systeminformation, wenn die individuelle Lichtschwelle überschritten wird,
—— Automatische Begrenzung der Lichtintensität für den Arbeitsabstand,
—— Automatische Beschränkung der Beleuchtung auf das Sichtfeld (Okulare).
Zusatzbeleuchtung gegen Schattenraum/Schattenaufhellung zur Patientensicherheit
Stativ:
— Das System muss automatisch in die Parkposition fahren können.
— Das System muss automatisch in die Drape-Position fahren können, die vom Benutzer angepasst/verändert werden kann, um das Drapen des Systems zu ermöglichen.
— Das System muss über eine elektronische Schwingungsdämpfung verfügen, damit eine höhere Stabilität der Mikroskopsicht gewährleistet ist.
— Der Chirurg und der Assistent müssen im Blickfeld der Okulare die am häufigsten verwendeten Systemparameter sehen können, z. B. Arbeitsabstand, Vergrößerung und Lichtintensität innerhalb des Sichtfelds im Okular.
— Das System muss alle Systemachsen automatisch ausbalancieren, ohne manuelles Eingreifen oder Justieren von Achsen.
— Das automatische Ausbalancieren des Mikroskops muss in jeder Position im Neigungs- und Schwenkbereich des Mikroskopkopfs funktionieren.
— Das Abdecken des Systems muss durch automatisches Luftabsaugen erleichtert werden.
— Es müssen verlängerbare und faltbaren Tuben verfügbar sein, die während der Operation eine bequeme Arbeitsposition ermöglichen.
— Es müssen Tuben verfügbar sein, die durch einen integrierten Vergrößerungswechsler auch Eingriffe unterstützen, die einen hohen Vergrößerungsfaktor erfordern.
— Das System muss ohne Gegengewichte, die den erforderlichen Raum dem Mikroskop gegenüber vergrößern, betrieben werden können.
Kinematik des System und robotische Bewegung:
— Das System muss eine manuelle Bewegungsfunktion bieten, damit die freie Positionierung des Mikroskops über den gesamten Bereich des Arbeitsabstands möglich ist, während der Fokuspunkt im Zentrum des Sehfelds beibehalten wird (manuelle PointLock Funktion).
— Das System muss eine motorische Positionierungsfunktion am Handgriff und am Fußschaltpult (FCP) besitzen, damit der Betrachtungswinkel auf den Fokuspunkt im Zentrum des Sehfelds geändert werden kann. (motorische PointLock Funktion).
— Das System muss über eine Funktion zum Speichern von Fokuspunktpositionen verfügen.