Beschreibung der Beschaffung
Festlegung und Begründung der für den Nutzer unverzichtbaren produktneutralen Leistungsanforderungen, die das zu beschaffende System zwingend erfüllen muss und durch entsprechende Publikationen nachgewiesen werden können.
1. Das System muss aus 3 Quadrupolen bestehen, von denen einer eine Kollision- und Reaktionszelle darstellt. Dies wird benötigt, um polyatomare Störungen effektiv zu beseitigen (z. B. durch Mass Shift).
2. Die Auflösung beider Quadrupol-Massefilter (Q1 und Q3) muss bei < 0,7 amu (atomic mass units) liegen, um eine effektive Trennung der Ionen vor und nach der Kollision- und Reaktionszelle und somit eine verbesserte Sensitivität und Selektivität zu ermöglichen.
3. Das ICP-MS/MS muss mit einem freilaufenden 27MHz-RF-Generator ausgestattet sein um die Vorteile der kinetischen Energieverteilung durch ein geerdetes Plasma voll nutzen zu können.
4. Die Abundance Sensitivität im MS/MS Modus muss <10-10 sein, um Einflüsse von benachbarten Isotopen und Elementen so gering wie möglich zu halten. Die Abundance Sensitivität der einzelnen Massefilter sollte bei 10-7 liegen.
5. Unter Standard-no-Gas-Bedingungen muss eine möglichst tiefe CeO/Ce-Rate von <1,5 % erreicht werden, um robuste Plasma-Bedingungen für wechselnde Matrices zu gewährleisten.
6. Das System muss 4 Anschlüsse für Kollisions- und Reaktionsgase besitzen, um eine hohe Flexibilität ohne Umbau bei der Entfernung von polyatomaren Störungen zu ermöglichen.
7. Der Autosampler und ICP-MS/MS müssen in der Lage sein, Spurenelemente zuverlässig in kleinsten Probenvolumina (150 bis 500 μl) zu bestimmen, da die Verfügbarkeit von Probenmaterial häufig eingeschränkt ist.
8. Beim LC-System muss eine echte Bioinertheit gewährleistet sein, d.h. die Probe darf nicht mit Metall in Berührung kommen, um so mögliche Interferenzen bei der Bestimmung von Elementspezies auszuschließen.
Technische Alleinstellungsmerkmale des ausgewählten Systems
1. Das System von Agilent ist das einzige ICP-MS/MS-System, dass beide Quadrupol-Massefilter (Q1 und Q3) im selben Vakuumbereich betreiben kann. Somit wird das Vakuum in den Massefiltern nicht durch den Einsatz eines Kollisions- oder Reaktionsgases gestört und folglich die Ionenintensität nicht beeinträchtigt. Mit dieser patentrechtlich geschützten Technologie ist das System der Firma Agilent den Mitbewerbern hinsichtlich Abundance Sensitivität und Empfindlichkeit anderen Herstellern überlegen.
2. Das System von Agilent ist das einzige ICP-MS/MS-System, dass in der Kollisions- und Reaktionszelle einen Oktopol verwendet. Dies ermöglicht eine sehr hohe Transmission der Ionen, selbst, wenn die durch ein Kollisions- oder Reaktionsgas gestreut werden. Somit ist die Reduktion der Intensität im Oktopol wesentlich geringer als in anderen Zelltypen (z. B. Quadrupol), welche in den Systemen der anderen Hersteller eingesetzt werden.
3. Die patentrechtliche geschützte Technologie der Ultra High Matrix Introduction (UHMI) ermöglicht die direkte Messung von Proben mit einem Gesamtsalzgehalt von bis zu 25 % ohne vorherige Verdünnung. Dies erhöht die Flexibilität der Analysen bei gleichzeitiger Verringerung des Arbeitsaufwandes. Diese Funktion wird von keinem der anderen Hersteller angeboten.
4. Das ausgewählte System von Agilent verfügt als einziges ICP-MS/MS-System über eine doppelte „off-axis“ Richtungsänderung des Ionenstrahls. Im Gegensatz zu einer einfachen 90o-Umlenkung zur Beseitigung von Photonen und Neutralteilchen, welche bei anderen Herstellern eingesetzt wird, sorgt die doppelte „off-axis“ Richtungsänderung des Ionenstrahles mittels einer Omega Linse des Agilent ICP-MS/MS-Systems neben der idealen Weiterleitung niedriger und hoher Massen durch reduzierte Auffächerung des Ionenstrahles zusätzlich zu einem sehr niedrigen Untergrund (<0,1 cps bei m/z =9). Dadurch kann die Empfindlichkeit gegenüber anderen Systemen noch gesteigert werden.