91114-2021 - ErgebnisDeutschland-Leipzig: IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung
OJ S 36/2021 22/02/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge – Sektoren
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: VNG Handel & Vertrieb GmbH
Ort: Leipzig
NUTS-Code: DED51 Leipzig, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
E-Mail: Link-Vergabe@vng-handel.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.vng-handel.de
I.6.
Haupttätigkeit(en)
Erzeugung, Fortleitung und Abgabe von Gas und Wärme

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
„Projekt LinK“ (UCaaS-Lösung und Komponenten) — Veröffentlichung
Referenznummer der Bekanntmachung: VNG-0101 (Verhandlungsverfahren II)
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
72000000 IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die VNG Handel & Vertrieb GmbH (kurz: VNG H&V) schreibt im Rahmen dieses Vergabeverfahrens für sich und ihre Tochtergesellschaften sowie im Auftrag sowohl der VNG AG und deren Tochtergesellschaften als auch der VNG Gasspeicher GmbH (kurz: VGS) und deren Tochtergesellschaften die Modernisierung der Kommunikationsmittel sowie der Telekommunikationslandschaft im nichtregulierten Teil des VNG Konzerns (nachfolgend „VNG nreg“) auf Basis einer UCaaS-Lösung aus.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
64215000 Internet-Telefondienste, 64224000 Telekonferenzdienste, 72250000 Systemdienstleistungen und Unterstützungsdienste, 32551200 Telefonzentralen, 32552100 Telefonapparate, 32570000 Kommunikationsanlage, 32232000 Videokonferenzeinrichtungen, 32551100 Telefonanschlüsse, 32412000 Kommunikationsnetz, 32551400 Telefonnetz, 32412110 Internet
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DED51 Leipzig, Kreisfreie Stadt
NUTS-Code: AT130 Wien
NUTS-Code: AT224 Oststeiermark
Hauptort der Ausführung: VNG Handel & Vertrieb GmbH Braunstraße 7 04347 Leipzig Zudem ist die Erfüllung an weiteren kleineren Standorten, die in der Leistungsbeschreibung näher definiert sind, notwendig.
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Das derzeit bestehende Kommunikationssystem im nichtregulierten Bereich entspricht nach Auffassung der VNG H&V hinsichtlich Technologie und Funktionsumfang nicht mehr der aktuellen Generation moderner Kommunikationslösungen. Die VNG H&V beabsichtigt nun für „VNG nreg“ diesen Anlagenverbund durch einen zeitgemäßen, modernen und den geänderten Anforderungen entsprechend vernetzten Telekommunikationsservice zu ergänzen, den Funktionsbereich Bürotelefonie/Bürokommunikationslandschaft (kurz: „Büro-KL“) sukzessive auszustatten und somit zu erneuern. Es ist eine Versorgung der künftig bereitzustellenden IP-Telefone, sowie bestehender PCs und mobiler Endgeräte über eine gemeinsame Team Collaboration (TC) Plattform vorgesehen. Das Management der Telefoniekomponenten vorgenannter Plattform ist ebenfalls Gegenstand dieser Ausschreibung.
Die Bereitstellung soll auf Cloud-Basis erfolgen sowie durch ein Mietmodell umgesetzt werden. Es sind definierte Schnittstellen zu weiteren in- und externen Telefonanlagen zu berücksichtigen. Großes Augenmerk ist in diesem Zusammenhang auf die sogenannte „Prozess-KL“ zu legen.
Derzeit betreibt ein zum VNG-Konzern gehörendes Unternehmen u. a. für den Auftraggeber einen konzernweiten TK-Anlagenverbund unter anderem bei „VNG nreg“.
Es ist beabsichtigt, die neue Telekommunikationsinfrastruktur für die „Büro-KL“ in die vorhandene Desktopapplikationslandschaft, welche auf Basis des Herstellers Microsoft aufgebaut wurde, zu integrieren, um vorhandene Microsoft-Lizenzen vollumfänglich nutzen und eine möglichst hohe Integration der Funktionsumfänge zwischen den derzeit verwendeten Applikationen und der neuen Anlage erreichen zu können.
Darüber hinaus soll unter Berücksichtigung des Bereitstellungsmodells ein möglichst hoher Anteil von Funktionen aus der bereits vorhandenen Microsoft-Cloud (Office 365), insbesondere von „Microsoft Teams“ genutzt werden.
Eine Umstellung des bislang genutzten Applikations-Portfolios ist somit aus wirtschaftlichen und steuerungstechnischen Gesichtspunkten nach Auffassung der ausschreibenden Stelle nicht möglich, da hierdurch die Systemsicherheit nicht mehr in dem notwendigen Maße hergestellt werden kann. Es ist aus Sicht der ausschreibenden Stelle unwirtschaftlich, weil die Nichtnutzung vorhandener und ausfinanzierter Lizenzen in diesem Zusammenhang nicht zielführend ist, um stattdessen Lizenzen für Alternativprodukte zu erwerben. Ein solches Vorgehen widerspräche dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.
Nach Ansicht der ausschreibenden Stelle muss eine homogene Telefonie-Systemlandschaft sichergestellt werden, um
— das Risiko von Systemausfällen wegen eines heterogenen Telefonie-Systems zu minimieren,
— schnittstellenbasierte Inkompatibilitäten bei einem heterogenen Telefonie-System zu minimieren, idealerweise zu verhindern,
— sich nur mit einem Ansprechpartner/Verantwortlichen im Falle von Störungen und deren zügiger Beseitigung auseinandersetzen zu müssen und dadurch
— das Beweis- und Prozessrisiko zu minimieren, um die Verantwortlichkeit und damit die Haftung (im Falle mehrerer potenzieller Verantwortlicher) einem konkreten Auftragnehmer nachzuweisen. Es muss davon ausgegangen werden, dass bei mehreren Auftragnehmern die Verursachung von Störungen immer auf die anderen Auftragnehmer geschoben wird. Im worst case übernimmt kein Auftragnehmer „freiwillig“ die Verantwortung und die Initiative der Störungsbeseitigung und die Störung dauert an bis zur Klärung der „Schuldfrage“. In einem solchen Szenario ist die Aufgabenerfüllung als KRITIS-Konzern nachhaltig gefährdet. Ein solches Szenario wird bei einem einzigen Verantwortlichen für das homogene Gesamtsystem nahezu ausgeschlossen.
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben
Bitte beachten Sie die im Vergleich zum Teilnahmeverfahren zusätzlich hochgeladenen 2 Dokumente bei der Angebotserstellung.

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit vorherigem Aufruf zum Wettbewerb
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2019/S 226-555829
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer regelmäßigen nichtverbindlichen Bekanntmachung

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
22/01/2021
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
V.2.6.
Für Gelegenheitskäufe gezahlter Preis

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Bekanntmachungs-ID: CXP4YSNDVPW
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Sachsen
Postanschrift: Braustr. 2
Ort: Leipzig
Postleitzahl: 04107
Land: Deutschland
Telefon: +49 341977-1040
Fax: +49 341977-1049
Internet-Adresse: https://www.lds.sachsen.de/index.asp?ID=4421&art_param=363
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse am Auftrag hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Abs. 6 GWB durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
Gemäß § 160 Abs. 3 GWB ist der Antrag unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
17/02/2021