Beschreibung der Beschaffung
Die vorhandenen Herzkathetermessplätze entsprechen aus klinischer Sicht nicht mehr dem aktuellen Standard aktueller Modelle. Dieser soll ohne längere Ausserbetriebnahme möglichst ökonomisch hergestellt werden. Die vorhandene Bedienlogik und die vorhandenen IT-Strukturen, die auch mit anderen Systemen verwendet werden, sollen erhalten bleiben.
Durch die Aufrüstung unter Weiterverwendung möglichst vieler vorhandener Komponenten soll gegenüber Neusystemen bei folgenden Positionen Einsparungen von Ressourcen erzielt werden:
Weiternutzung von Bauteilen und der vorhandenen technischen Infrastruktur (Elektro, Klima) sowie Verkürzung der Ausfallzeit durch rasche Installation. Reduzierte Betriebszeiten-Unterbrechungen werden wegen zu erwartender Nachholeffekte in der Zeit nach den Corona-bedingten Betriebseinschränkungen als besonders wichtig betrachtet.
Die Realisierung durch Aufrüstung bringt ökologische Vorteile: Die Verwendung vorhandener wenig gealterter Komponenten spart gemäß Hersteller größere Mengen Material (z. B. Aluminium, Metalle) und CO2 bzw. Energie.
Der Baukörper wird nicht berührt, die Schwerlastkonstruktion bleibt und wird nur gering verändert. Folgende Systemteile bleiben erhalten: C-Bogen, L-Arm, Laufwagen des L-Armes, Deckenschienen des Laufwagens, Fuss des Patiententisches. Stahlplatten im Boden und an der Decke sowie Bolzen und Schrauben werden weiter verwendet.
Es werden die vorhandenen Softwarelizenzen für folgende Komponenten weiter verwendet: Stentboost, Dicom, quantitative Coronaranalyse, Linksventrikelanalyse, Einspielen von Videosignalen.
Bei der Aufrüstung entfallen Kosten zum neuen Anschluss an im Haus vorhandene IT-Systeme (KIS, PACS, Dosismanagement usw.).
Es bleibt das durchgehende Bedienkonzept erhalten zum vorhandenen 4. Herzkathetermessplatz der Firma Philips am gleichen Standort sowie dem Gerät in Dormagen, wo teilweise das gleiche Personal eingesetzt wird. Der Schulungsaufwand ist durch unverändertes Bedienkonzept gering (im Notfall ist das grundlegende und unveränderte Bedienkonzept relevant, zusätzliche Möglichkeiten sind kein Muss).
Die klinischen Vorteile nach Aufrüstung ergeben sich durch:
Verbesserte Bildqualität durch neue Radiologische Komponenten (Strahler, Röhren), geringere Strahlenbelastung, Zeitersparnis durch schnellere IT-Komponenten, verbessertes Sicherheitsniveau durch aktuellere Software bzw. Betriebssysteme.
Ausserdem wird die Anlage ergänzt und auch Peripheriegeräte anderer Lieferanten erneuert.