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Dienstleistungen - 128759-2014

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Diese Bekanntmachung wurde annulliert von:  261416-2014
15/04/2014    S74

Deutschland-Berlin: Dienstleistungen im Flughafenbau

2014/S 074-128759

Auftragsbekanntmachung – Versorgungssektoren

Dienstleistungen

Richtlinie 2004/17/EG

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Offizielle Bezeichnung: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Einkauf/Bauvergabe
Postanschrift: Gebäude B 027, 1. OG, Raum 50
Ort: Berlin
Postleitzahl: 12521
Land: Deutschland
Zu Händen von: Frau Bähr
E-Mail: einkauf@berlin-airport.de

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des Auftraggebers: www.berlin-airport.de

Weitere Auskünfte erteilen:
die oben genannten Kontaktstellen

Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken: die oben genannten Kontaktstellen

Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an:
die oben genannten Kontaktstellen

I.2)Haupttätigkeit(en)
Flughafenanlagen
I.3)Auftragsvergabe im Auftrag anderer Auftraggeber
Der Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Auftragsgegenstand

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber:
Generalplaner Planungsrestleistungen Fluggastterminal (FGT) am Flughafen Berlin Brandenburg.
II.1.2)Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung
Dienstleistungen
Dienstleistungskategorie Nr 12: Architektur, technische Beratung und Planung, integrierte technische Leistungen, Stadt- und Landschaftsplanung, zugehörige wissenschaftliche und technische Beratung, technische Versuche und Analysen
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: DE424.
NUTS-Code
II.1.3)Angaben zum öffentlichen Auftrag, zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem (DBS)
Die Bekanntmachung betrifft einen öffentlichen Auftrag
II.1.4)Angaben zur Rahmenvereinbarung
II.1.5)Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:
Für die Fertigstellung des Fluggastterminals (FGT) am Flughafen BER sollen alle notwendigen Planungsrestleistungen in Anlehnung an die Leistungsphasen 1-7 der HOAI erbracht werden.
II.1.6)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

71311240 Dienstleistungen im Flughafenbau, 71320000 Planungsleistungen im Bauwesen, 71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros, 71330000 Verschiedene von Ingenieuren erbrachte Dienstleistungen

II.1.7)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): nein
II.1.8)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.9)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2)Menge oder Umfang des Auftrags
II.2.1)Gesamtmenge bzw. -umfang:
Die Planungsrestleistungen umfassen hierbei folgende Leistungsbilder und Leistungsphasen (in Anlehnung an die HOAI):
Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereiten der Vergabe, Mitwirken bei der Vergabe für den voraussichtlichen Leistungsumfang (Mengen- bzw. Massenangaben sind ca.-Werte) wie folgt:
— Für das FGT bestehend aus Hauptterminal mit vorgelagertem Main-Pier, daran anschließenden Pier Nord und Pier Süd, den nördlich & südlich der Terminalhaupthalle anschließenden Pavillons der Sicherheitskontrollstellen, dem Tiefbahnhof in Tieflage sowie den innenliegenden Flächen für Büros, Duty Free/Travel Value, Einzelhandel, Gastronomie, Services und Werbung sind bauordnungsrechtlich in Teilen noch nicht genehmigungs- bzw. abnahmefähig. Auch sind die Funktionsfähigkeit, sowie sicherheitsrelevante Bedingungen, wie z. B. SIL 1 (Safety Integrate Level 1) für die technischen Anlagen nicht vollumfänglich gesichert. Aus diesem Grund ist eine Anpassung mit Teilumbau der technischen Anlagen im Terminal zur Erreichung einer Genehmigungsfähigkeit und der Inbetriebnahme des neuen Flughafens BER noch erforderlich,
— Die zu beplanende Baumasse besteht aus: einem sechs geschossigen Terminal mit 320 000 Quadratmeter Grundfläche.
Abmessungen Terminalgebäude 220 Meter lang x 180 Meter breit. Im Inneren: 150 Geschäfte, auch Gastronomie- und Service-Einrichtungen. 118 Schalter der Fluggesellschaften für Passagierabflug, 36 Sicherheitsabfertigungen, acht Gepäckausgabe-Rundläufe. Der anschließende „Mainpier“, zur Flugzeugabfertigung ist 715 Meter lang. 2 weitere Flugsteige Pier Nord und Süd sind jeweils 350 Meter lang. Es existieren 16 Fluggastbrücken,
— U. a. müssen folgende Planungs-/Ingenieurleistungen als Planungsrestleistungen bezogen auf die angeführten anrechenbaren Kosten erbracht werden:
a) Objektplanung bei Gebäuden und Innenräumen ca. 10 000 000 EUR,
b) Tragwerksplanung ca. 1 900 000 EUR,
c) Technische Ausrüstung: Abwasser-, Wasser und Gasanlagen ca. 500 000 EUR,
d) Technische Ausrüstung: Wärme- und Kälteversorgungsanlagen ca. 2 000 000 EUR,
e) Technische Ausrüstung: Lufttechnische Anlagen ca. 3 000 000 EUR,
f) Technische Ausrüstung: Starkstromanlagen ca. 3 000 000 EUR,
g) Technische Ausrüstung: Fernmelde- und informationstechnische Anlagen ca. 4 000 000 EUR,
h) Technische Ausrüstung: Förderanlagen ca. 200 000 EUR,
i) Technische Ausrüstung Nutzungsspezifische Anlagen sonstige technische Gebäudeausrüstung ca. 4 000 000 EUR,
j) Technische Ausrüstung: Gebäudeautomation ca. 4 000 000 EUR
— Prüfung der Planungsunterlagen des alten Generalplaners pgbbi und Mitwirkung/Dokumentation und fachliche Beratung bei der Durchsetzung von Mängel- und Schadensersatzansprüchen bzgl. Planungsmängel des ehemaligen GP pgbbi.,
— Übergreifende Leistungen/Schnittstellenmanagement/Konformitätsprüfung/Koordination/Berichtswesen und Dokumentationsmanagement/FM-gerechte Planung/Raumbuch/Türmanagement,
— Berücksichtigung bestehender und in Ausführung befindlicher Leistungen/Kostenfortschreibung,
— Zuarbeiten zu Gutachten/Leistungen zum Betriebskonzept.
Es ist eine stufenweise Beauftragung wie folgt vorgesehen:
Stufe 1: Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
Stufe 2: — Vorbereitung der Vergabe und Mitwirkung bei der Vergabe – Optionsleistung.
II.2.2)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen: — Optionsleistung 1: Stufe 2 - Vorbereitung der Vergabe und Mitwirkung bei der Vergabe,
— Bedarfsleistungen: Planungsrestleistungen für Küchentechnik, Gepäckförderanlagen, Ingenieurbauwerke, Verkehrsanlagen, Baustellenlogistik.
II.2.3)Angaben zur Vertragsverlängerung
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.3)Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Bedingungen für den Auftrag
III.1.1)Geforderte Kautionen und Sicherheiten:
— Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 10 % der Nettoauftragssumme eines in der Europäischen Union zugelassenen Kreditinstitutes oder Kreditversicherers mit allgemeinem Gerichtsstand in Deutschland.
III.1.2)Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften:
— siehe Vergabeunterlagen.
III.1.3)Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird:
— Gesellschaft bürgerlichen Rechts, gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter. Künftige Bietergemeinschaften müssen den „Teilnahmeantrag“ als Bewerbergemeinschaft einreichen,
— Zum Nachweis des Vorliegens einer Bewerbergemeinschaft muss eine ausdrückliche Erklärung der Bewerbergemeinschaft mit dem Teilnahmeantrag eingereicht werden, in welchem die Mitglieder der Bewerbergemeinschaft benannt werden sowie dasjenige Mitglied der Bewerbergemeinschaft, welches die Bewerbergemeinschaft im vorliegenden Vergabeverfahren gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt. Diese Erklärung ist durch alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft zu unterzeichnen,

— Für den Teilnahmeantrag von Bewerbergemeinschaften stellt die Vergabestelle ein Formular „Teilnahmeantrag inklusive Bewerbergemeinschaftserklärung“ (Formular Nr. 1a) auf ihrer Internetseite https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/ zur Verfügung, das von Bewerbergemeinschaften genutzt werden soll,

— Der Teilnahmeantrag ist entweder von allen Mitgliedern einer Bewerbergemeinschaft oder dem bevollmächtigten Vertreter zu unterzeichnen,
— Im Übrigen wird auf die Festlegungen in Ziff. VI.3) verwiesen.
III.1.4)Sonstige besondere Bedingungen:
Für die Ausführung des Auftrags gelten besondere Bedingungen: ja
Darlegung der besonderen Bedingungen: — Vergütung der Leistungen erfolgt teilweise als Pauschalfestpreis und/oder für Leistungen, die unter den Anwendungsbereich der Mindestsätze der HOAI fallen auf Grundlage der Vergütungsregelung der HOAI sowie ggf. auf Basis von RIF-Tabellen etc. und/oder Stunden-/Tagessätzen.
III.2)Teilnahmebedingungen
III.2.1)Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: 1.) Aktueller Auszug aus dem Handelsregister oder eine Kopie desselben (der Auszug soll zum Zeitpunkt des Fristendes für den Teilnahmeantrag möglichst nicht älter als 6 Monate sein);
2.) Schriftliche Erklärungen folgenden Inhalts und Wortlautes:
a) Ich/wir erklären, dass eine Person deren Verhalten dem Unternehmen zuzurechnen ist, nicht rechtskräftig wegen Verstoßes gegen eine der in § 21 Abs. 1 Nr. 1-7 SektVO genannten Bestimmungen verurteilt worden ist;
b) Ich/wir erklären, dass über unser Vermögen kein Insolvenzverfahren oder kein vergleichbares gesetzlich geregeltes Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt worden ist oder der Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist oder das Unternehmen sich nicht in Liquidation befindet;
c) Ich/wir erklären, dass wir unseren Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung oder einer vergleichbaren Einrichtung ordnungsgemäß nachkommen;
d) Ich/wir erklären, dass die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft oder vergleichbaren Einrichtungen vorliegt.
3) Bewerbergemeinschaften haben in der Bewerbergemeinschaftserklärung (vgl. Ziff. III.1.3)), Formular Nr. 1a) oder als Anlage zur Bewerbergemeinschaftserklärung eine schriftliche Erklärung folgenden Inhalts vorzulegen:
Sämtliche Mitglieder der Bewerbergemeinschaft bzw. der Vertreter der Bewerbergemeinschaft haben/hat zu erklären, dass die Bildung der Bewerbergemeinschaft keinen Verstoß gegen §1 GWB darstellt.
Darüber hinaus ist von den Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft bzw. dem Vertreter der Bewerbergemeinschaft zu erklären, inwiefern für das jeweilige beteiligte Unternehmen wirtschaftlich zweckmäßige und kaufmännische Gründe vorliegen, sich nicht allein um die Auftragsvergabe sondern im Rahmen der benannten Bewerbergemeinschaft zu bewerben.
Ausländische Bewerber haben vergleichbare, für den Sitz des Unternehmens geltende Nachweise vorzulegen.
Die Vergabestelle behält sich vor, die Vorlage weiterer Unterlagen nachzufordern.
Die vorstehenden Nachweise sind von jedem Bewerber und den Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft zu führen.
Soweit der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der wirtschaftlichen bzw. technischen Leistungsfähigkeit im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs auf Ressourcen von Dritten/ Nachunternehmern bzw. von konzernverbundenen Unternehmen zurückgreifen will, sind die vorgenannten Erklärungen und Nachweise zu Ziffer 1 und 2 ebenfalls in Bezug auf die Dritten/ Nachunternehmer bzw. die konzernverbundenen Unternehmen vorzulegen.
Außerdem ist eine unterschriebene Erklärung des Dritten/Nachunternehmers bzw. der konzernverbundenen Unternehmen vorzulegen, wonach dieser/diese bereit ist/sind, Leistungen für den Bewerber/die Bewerbergemeinschaft in diesem Projekt zu erbringen (Verpflichtungserklärung).

Für die „Eigenerklärungen“ nach Ziffer III.2.1), Pkt. 2 (Formular Nr. 2) und Pkt. 3 (vgl. Formular Nr. 1a) sowie für die „Verpflichtungserklärung“ (Formular Nr. 4) stellt der Auftraggeber die v. g. Formulare auf seiner Internetseite https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/ zur Verfügung, die von den Bewerbern/ Bewerbergemeinschaften möglichst genutzt werden sollen.

Die Vergabestelle behält sich vor, weitere Unterlagen beizuziehen bzw. zu verlangen.
III.2.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit des Bewerbers bzw. der Mitglieder der Bewerbergemeinschaft
1.) Vorlage einer schriftlichen Bankauskunft mit Aussagen zum Zahlungsverhalten, zur Geschäftsverbindung/Kontoführung, zu den finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnissen und zur Kreditbeurteilung (die Auskunft soll zum Zeitpunkt des Fristendes für den Teilnahmeantrag nicht älter als 6 Monate sein).
2.) Erklärung über den Gesamtumsatz in Euro (netto) des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, d. h. für die Geschäftsjahre, welche in den Jahren 2010, 2011, 2012 abgeschlossen wurden.
3.) Als „Mindestanforderung“ für die Zulassung zum Teilnahmewettbewerb gilt ein mittlerer Jahresumsatz (netto) von 7 000 000 EUR des Bewerbers/der Bewerbergemeinschaft, in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2010, 2011 und 2012).
Die vorstehend genannten Nachweise sind sowohl von den Bewerbern als auch von allen Mitgliedern einer Bewerbergemeinschaft zu führen. Bei Bewerbergemeinschaften hat jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft die Eigenerklärung zum Umsatz (Formular Nr.3) unterschrieben einzureichen. Die Umsätze aller Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft werden von der Vergabestelle addiert. Sofern der Bewerber/Bewerbergemeinschaft zur Erfüllung der Anforderungen u. a. auf Angaben/Daten von Dritten/Nachunternehmern/konzernverbundenen Unternehmen verweisen will, werden die Umsätze ebenfalls von der Vergabestelle von allen Unternehmen addiert. Auch in diesem Fall hat jedes Unternehmen die Eigenerklärung zum Umsatz (Formular Nr. 3) unterschrieben einzureichen.
Soweit der Bewerber/Bewerbergemeinschaft zur Erfüllung der Anforderungen auf Angaben/Daten von Dritten/Nachunternehmern/konzernverbundenen Unternehmen verweisen will, sind die Nachweise/Erklärungen nach Ziffer III.2.1) sowie nach Ziffer III.2.2) auch für den Dritten / Nachunternehmer / konzernverbundene Unternehmen vorzulegen. Außerdem ist eine Erklärung des Dritten/Nachunternehmers/konzernverbundenen Unternehmens vorzulegen, wonach dieser/s bereit ist, Leistungen, finanzielle Mittel und/oder Ressourcen für diesen Auftrag zu erbringen bzw. bereitzustellen (durch eine „Verpflichtungserklärung“, Formular Nr. 4).
Ausländische Bewerber haben vergleichbare, für den Sitz des Unternehmens geltende Nachweise vorzulegen.
Die Vergabestelle behält sich vor, die Vorlage weiterer Unterlagen beizuziehen bzw. zu verlangen.

Für die Verpflichtungserklärung stellt der Auftraggeber das v. g. Formular auf seiner Internetseite https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/ zur Verfügung, das von den Bewerbern/ Bewerbergemeinschaften genutzt werden soll.

III.2.3)Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: 1. Angaben zu ausgeführten Referenzobjekten, die hinsichtlich Art und Umfang der Leistungen mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sind, und die Projekte betreffen, deren Leistungen ab dem 1.1.2005 erbracht worden sind und die nachfolgend benannten Leistungsphasen in den Punkten 1.1 bis 1.2 zum Ende der Bewerbungsfrist abgeschlossen sind bzw. kurz vor dem Abschluss stehen, d.h. die Leistungen müssen spätestens 2 Monate nach dem Ende der Bewerbungsfrist abgeschlossen sein.

Durch den Bewerber/die Bewerbergemeinschaft sind folgende nach ihrer Art und ihrem Umfang vergleichbare Leistungen nachzuweisen. Für die geforderten Referenzangaben gemäß Ziffer III.2.3), Punkte 1.1 bis 1.2 stellt der Auftraggeber ein Formular Nr. 5 „Tabelle Referenzen“ auf der folgenden Internetseite zur Verfügung, das von den Bewerbern genutzt werden soll: https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/

Teilnahmeanträge können nur berücksichtigt werden, wenn die aufgeführten Referenzen als Mindestanforderung folgende Leistungsarten/Leistungsumfänge beider Punkte 1.1 und 1.2 erfüllt sind, dabei sind unter 1.1 benannte Referenzen als Doppelbenennungen in Pkt. 1.2 möglich.
1.1 Vorlage von mindestens 3 Referenzen nach Art und Umfang für mindestens 5 Planungsleistungen oder Generalplanungsleistungen an einem Objekt entsprechend HOAI, gemäß den in a) bis j) gemachten Festsetzungen, in Anlehnung an die HOAI-Leistungsphasen 3-6 gemäß Teil 3 und Teil 4 entsprechend den Festsetzungen der HOAI, aus dem Bereich der Terminalgebäude/Fluggastterminals oder Theater-, Opern, Konzertgebäude oder Krankenhäuser der Versorgungsstufe III (Universitätskliniken) oder Labor- oder Institutsgebäude oder Bauten für Strafvollzug oder Großsportstätten:
a) Objektplanung bei Gebäuden und Innenräumen,
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 7 000 000 EUR.
b) Tragwerksplanung
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 1 350 000 EUR.
c) Abwasser- und Wasseranlagen
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 350 000 EUR.
d) Wärme- und Kälteversorgungsanlagen
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 1 400 000 EUR.
e) Lufttechnische Anlagen
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 100 000 EUR.
f) Starkstromanlagen
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 100 000 EUR.
g) Fernmelde und informationstechnische Anlagen
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 800 000 EUR.
h) Förderanlagen
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 140 000 EUR.
i) Nutzungsspezifische Anlagen und verfahrenstechnische Anlagen (Sicherheits- und Brandmeldesysteme und Feuerlöschanlagen)
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 800 000 EUR.
j) Gebäudeautomation
Mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 800 000 EUR.
1.2 Vorlage von mindestens je 2 Referenzen nach Art und Umfang gemäß den nachfolgenden Festlegungen für die Gewerke a) bis j):
a) Objektplanung bei Gebäuden und Innenräumen,
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 7 000 000 EUR.
b) Tragwerksplanung
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 1 350 000 EUR.
c) Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 350 000 EUR.
d) Wärme- und Kälteversorgungsanlagen
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 1 400 000 EUR.
e) Lufttechnische Anlagen
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 100 000 EUR.
f) Starkstromanlagen
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 100 000 EUR.
g) Fernmelde und informationstechnische Anlagen
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 800 000 EUR.
h) Förderanlagen
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 140 000 EUR.
i) Nutzungsspezifische Anlagen und verfahrenstechnische Anlagen (Sicherheits- und Brandmeldesysteme und Feuerlöschanlagen)
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 800 000 EUR.
j) Gebäudeautomation
mit einem Leistungsumfang: pro Einzelauftrag anrechenbare Kosten in Höhe von mindestens 2 800 000 EUR.

Die Darstellung aller Referenzen soll in Tabellenform (vgl. Formular Nr.5, auf https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/) und muss folgende Angaben beinhalten:

— Name des Referenzgebers (z. B. Bewerber, Mitglied der Bewerbergemeinschaft/Nachunternehmer etc.),
— Name und Adresse des Auftraggebers sowie Benennung eines Ansprechpartners beim Auftraggeber mit Telefonnummer,
— Bezeichnung des Referenzobjektes/Anlagenart,
— Zeitraum der Leistungserbringung,
— Angaben zu den erbrachten Leistungen wie folgt:
— für die Referenzen nach Ziffer III.2.3), Punkt 1.1 u. a. zur Leistungsart (Art der Planungsleistung, LP nach HOAI) und zum konkreten Leistungsumfang (anrechenbare Kosten),
— für die Referenzen nach Ziffer III.2.3), Punkt 1.2 u. a. zur Leistungsart (Art der Planungsleistung, LP nach HOAI) und zum konkreten Leistungsumfang (anrechenbare Kosten).
Es werden grundsätzlich nur Referenzen der Bewerber bzw. der Mitglieder der Bewerbergemeinschaft berücksichtigt. Die vorbenannten zum Nachweis der technischen Leistungsfähigkeit vorzulegenden Referenzen sind bei Vorliegen einer Bewerbergemeinschaft vom denjenigen Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen, der im Auftragsfall innerhalb der Bewerbergemeinschaft die vergleichbaren Leistungen ausführen wird. Sofern der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft zur Erfüllung der Referenzen gem. Ziffer III.2.3), Punkt 1.1 bis 1.2 auf Angaben von Dritten/ Nachunternehmern/ konzernverbundenen Unternehmen verweisen will, sind die Nachweise/Erklärungen nach Ziffer III.2.1) auch für den Dritten/Nachunternehmer/konzernverbundenen Unternehmen vorzulegen. Referenzen von Dritten/Nachunternehmern/konzernverbundenen Unternehmen werden nur dann berücksichtigt, wenn eine Erklärung des Dritten/Nachunternehmer/konzernverbundenen Unternehmens vorliegt, wonach dieser bereit ist, Leistungen, auf die sich die nachgewiesenen Referenzen beziehen, für dieses Projekt zu erbringen (Verpflichtungserklärung, Formular Nr. 4).
2. Angaben der personellen Ausstattung für die zu erbringenden Leistungen:
Teilnahmeanträge können nur berücksichtigt werden, wenn als Mindestanforderung für die folgenden Schlüsselfunktionen/-stellungen die vorgesehenen Personen mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung , die für die Projektbearbeitung vorgesehen sind, benannt werden:
1) Projektleiter Generalplanung Planungsrestleitungen FGT, Schwerpunkt Technische Gebäudeausrüstung.
2) Projektverantwortlicher Ingenieur/Architekt oder vergleichbare Qualifikation Hochbau/Innenausbau.
3) Projektverantwortlicher Ingenieur oder vergleichbare Qualifikation Tragwerksplanung.
4) Projektverantwortlicher Ingenieur oder vergleichbare Qualifikation Abwasser- Wasser- und Gasanlage.
5) Projektverantwortlicher Ingenieur oder vergleichbare Qualifikation Wärme- und Kälteversorgungsanlagen.
6) Projektverantwortlicher Ingenieur oder vergleichbare Qualifikation Lufttechnische Anlagen.
7) Projektverantwortlicher Ingenieur oder vergleichbare Qualifikation Starkstromanlagen.
8) Projektverantwortlicher Ingenieur oder vergleichbare Qualifikation Fernmelde- und informationstechnische Anlagen.
9) Projektverantwortlicher Ingenieur oder vergleichbare Qualifikation Förderanlagen.
10) Projektverantwortlicher Ingenieur oder vergleichbare Qualifikation Nutzerspezifische Anlagen und verfahrensspezifische Anlagen (Sicherheitssysteme, Brandmeldesysteme).
11) Projektverantwortlicher Ingenieur oder vergleichbare Qualifikation Gebäudeautomation.
12) Projektverantwortlicher Qualitätsmanagement Planung.
13) Schnittstellenverantwortlicher.
14) Projektverantwortlicher Kostenkontrolle.
15) Projektverantwortlicher Ausschreibung und Vergabe.
Angaben zu ausgeführten persönlichen Referenzobjekten von den benannten Mitarbeitern/-innen, die hinsichtlich Art und Umfang der Leistungen mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sind, und die Projekte betreffen, deren Leistungen ab dem 1.1.2005 erbracht worden sind und die nachfolgend benannten Leistungsphasen in den Punkten 1 bis 15 zum Ende der Bewerbungsfrist abgeschlossen sind bzw. kurz vor dem Abschluss stehen, d. h. die Leistungen müssen spätestens 2 Monate nach dem Ende der Bewerbungsfrist abgeschlossen sein.
Für gemäß der Mindestanforderung vorgesehenen Personen [Pkt. III.2.3,), Ziffer 1) bis 15)] der aufgeführten Schlüsselfunktionen/-stellungen sind die berufliche Qualifikationen nachzuweisen und je 3 persönliche Projektreferenzen für Planungsleistungen der Leistungsphasen 3 bis 6 entsprechend den Regelungen der HOAI, die die geforderten nachfolgenden Anforderungen erfüllen, vorzulegen:
1) Projektleiter Generalplanung Planungsrestleitungen FGT, Schwerpunkt Technische Gebäudeausrüstung eigene Referenzen Generalplanung mit Technische Anlagenplanung und Hochbau
mit jeweils mindestens 16 000 000 EUR Bauvolumen.
2) Projektverantwortlicher Ingenieur/Architekt Hochbau/Innenausbau mit eigene Referenzen Hochbau mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 7 000 000 EUR.
3) Projektverantwortlicher Ingenieur Tragwerksplanung mit eigene Referenzen Tragwerksplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 1 350 000 EUR.
4) Projektverantwortlicher Ingenieur Abwasser- und Wasseranlage mit zu dieser Anlagegruppe gehörigen eigene Referenzen Technische Anlagenplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 350 000 EUR.
5) Projektverantwortlicher Ingenieur Wärme- und Kälteversorgungsanlagen mit zu dieser Anlagegruppe gehörigen eigene Referenzen Technische Anlagenplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 1 400 000 EUR.
6) Projektverantwortlicher Ingenieur Lufttechnische Anlagen mit zu dieser Anlagegruppe gehörigen eigene Referenzen Technische Anlagenplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 2 100 000 EUR.
7) Projektverantwortlicher Ingenieur Starkstromanlagen mit zu dieser Anlagegruppe gehörigen eigene Referenzen Technische Anlagenplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 2 100 000 EUR.
8) Projektverantwortlicher Ingenieur Fernmelde- und informationstechnische Anlagen mit zu dieser Anlagegruppe gehörigen eigene Referenzen Technische Anlagenplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 2 800 000 EUR.
9) Projektverantwortlicher Ingenieur Förderanlagen mit zu dieser Anlagegruppe gehörigen eigene Referenzen Technische Anlagenplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 140 000 EUR
10) Projektverantwortlicher Ingenieur Nutzerspezifische Anlagen und verfahrensspezifische Anlagen (Sicherheitssysteme und Brandmeldesysteme) mit zu dieser Anlagegruppe gehörigen
eigene Referenzen Technische Anlagenplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 2 800 000 EUR.
11) Projektverantwortlicher Ingenieur Gebäudeautomation mit zu dieser Anlagegruppe gehörigen eigene Referenzen Technische Anlagenplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 2 800 000 EUR.
12) Projektverantwortlicher Qualitätsmanagement Planung mit zu dieser Anlagegruppe gehörigen eigene Referenzen Technische Anlagenplanung mit jeweils mindestens anrechenbaren Kosten von 2 800 000 EUR.
13) Schnittstellenverantwortlicher mit eigene Referenzen in der Koordination von Großprojekten mit jeweils mindestens 16 000 000 EUR Bauvolumen.
14) Projektverantwortlicher Kostenkontrolle mit eigene Referenzen in Kostenkontrolle von Großprojekten mit jeweils mindestens 16 000 000 EUR Bauvolumen.
15) Projektverantwortlicher Ausschreibung & Vergabe mit eigene Referenzen Ausschreibung und Vergabe mit jeweils mindestens 16 000 000 EUR Bauvolumen.

Der Bewerber/BG hat zum Nachweis der geforderten persönlichen Referenzen und der beruflichen Qualifikation eine Eigenerklärung abzugeben, die nachfolgend aufgeführte Angaben enthalten soll. Hierfür stellt die Vergabestelle ein Formular zur Verfügung (vgl. Formular Nr. 6, auf https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/):

— Schlüsselfunktion/-stellungen,
— Name des/r Mitarbeiters/-in,
— Berufliche Qualifikation des/r Mitarbeiters/-in,
— Zeitraum Berufserfahrung des/r Mitarbeiters/-in,
— Name des Unternehmens des/r Mitarbeiters/-in (z. B. Bewerber, Mitglied der Bewerbergemeinschaft/Nachunternehmer etc.),
— Bezeichnung des persönlichen Referenzobjektes,
— Name und Adresse des Auftraggebers sowie Benennung eines Ansprechpartners beim Auftraggeber mit Telefonnummer,
— Zeitraum der Leistungserbringung,
— Angaben zu den erbrachten Leistungen wie folgt:
— für die persönlichen Referenzen nach Ziffer III.2.3), Punkt 2 u. a. zur Leistungsart (z. B. Art der Planungsleistung/Gewerk/Leistung, LP nach HOAI u. a.) und zum konkreten Leistungsumfang (anrechenbare Kosten/Bauvolumen);
Die Beschreibung zur personellen Ausstattung gemäß Punkt 2 müssen sich grundsätzlich auf den Bewerber oder im Falle des Vorliegens einer Bewerbergemeinschaft auf die Mitglieder der Bewerbergemeinschaft beziehen. Sofern auf Ressourcen Dritter/Nachunternehmer/konzernverbundene Unternehmen zurückgegriffen werden soll, sind die Nachweise/Erklärungen nach Ziffer III.2.1) sowie Ziffer III.2.3), Punkt 2 auch für den Dritten/Nachunternehmer/konzernverbundene Unternehmen vorzulegen. Die personelle Leistungsfähigkeit von Dritten/Nachunternehmers/konzernverbundene Unternehmen kann nur dann berücksichtigt werden, wenn eine Erklärung des Dritten/Nachunternehmer/konzernverbundenen Unternehmen vorliegt, wonach dieser bereit ist, Leistungen und/oder Ressourcen für dieses Projekt zu erbringen bzw. bereitzustellen (Verpflichtungserklärung, Formular Nr.4).
3. Angaben der Technische Ausstattung/Software für die zu erbringenden Leistungen:
Teilnahmeanträge können nur berücksichtigt werden, wenn die Bewerber/Bewerbergemeinschaften als Mindestanforderung die Erklärung abgeben, dass sie im Auftragsfall die folgende Software zur Erstellung der geforderten Planungsleistungen einsetzen werden:
Microstation V8.I, Speedikon, Schemamodul-TGA, Select Series 2 sowie die für die Technischen Gewerke, TRICAD MS Version V 2012, Heizung 3D, Lüftung 3D, Sanitär 3D, Sprinkler 3D, Elektro 3D, Fördertechnik 3D, TRICAD-kompatible Version von IDAT, MH-Software Heizung, KANCALC für Druckverlustberechnung.

Für die Eigenerklärung zu der vorgesehenen Software stellt die Vergabestelle ein Formular (Formular Nr. 7) auf der Internetseite https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/ zur Verfügung.

Die Beschreibung zur technischen Ausstattung gemäß Punkt 3 müssen sich grundsätzlich auf den Bewerber oder im Falle des Vorliegens einer Bewerbergemeinschaft auf die Mitglieder der Bewerbergemeinschaft beziehen. Sofern auf Ressourcen Dritter/Nachunternehmer/konzernverbundene Unternehmen zurückgegriffen werden soll, sind die Nachweise/Erklärungen nach Ziffer III.2.1) sowie Ziffer III.2.3), Punkt 3 auch für den Dritten/Nachunternehmer/konzernverbundene Unternehmen vorzulegen. Die technische Leistungsfähigkeit von Dritten/Nachunternehmers/konzernverbundene Unternehmen kann nur dann berücksichtigt werden, wenn eine Erklärung des Dritten/Nachunternehmer/konzernverbundenen Unternehmen vorliegt, wonach dieser bereit ist, Leistungen und/oder Ressourcen für dieses Projekt zu erbringen bzw. bereitzustellen (Verpflichtungserklärung, Formular Nr. 4).
III.2.4)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.3)Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
III.3.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten: nein
III.3.2)Für die Erbringung der Dienstleistung verantwortliches Personal
Juristische Personen müssen die Namen und die beruflichen Qualifikationen der Personen angeben, die für die Erbringung der Dienstleistung verantwortlich sind: ja

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Verfahrensart
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
Einige Bewerber sind bereits ausgewählt worden (ggf. nach einem bestimmten Verhandlungsverfahren): nein
IV.2)Zuschlagskriterien
IV.2.1)Zuschlagskriterien

das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die nachstehenden Kriterien

1. Preis. Gewichtung 70

2. Konzept der Leistungserbringung: Darstellung der Prozesse einschließlich eingesetzter Hard- und Software und des Personaleinsatzkonzepts zur Abwicklung der ausgeschriebenen Leistung sowie Darstellung der Instrumentarien zur Koordination der weiteren am Projektcontrolling und am Projektmanagement fachlich Beteiligten sowie der Maßnahmen zur Sicherstellung von Qualität, Kosten und Terminen. Gewichtung 30

IV.2.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein
IV.3)Verwaltungsangaben
IV.3.1)Aktenzeichen beim Auftraggeber:
EB-2014-0119
IV.3.2)Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags
nein
IV.3.3)Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen (außer DBS)
Schlusstermin für die Anforderung von Unterlagen oder die Einsichtnahme: ..
Kostenpflichtige Unterlagen: nein
IV.3.4)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
27.5.2014 - 11:00
IV.3.5)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch.
IV.3.6)Bindefrist des Angebots
IV.3.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben:
1. Grundsätzliches:
Die Vergabestelle betreibt einen Flughafen und ist daher auf dem Gebiet des Verkehrs tätig. Die Vergabestelle führt als Sektorenauftraggeberin gem. § 98 Nr. 4 GWB ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach der SektVO durch.
Das Verfahren wird als Verhandlungsverfahren mit Bekanntmachung geführt (vgl. Ziff. IV.1.1)). Durch diese Bekanntmachung wird der Teilnahmewettbewerb begonnen, in dem sich die interessierten Unternehmen mit den in dieser Bekanntmachung angegebenen Angaben, Erklärungen und Nachweisen um die Aufforderung zur Angebotsabgabe bewerben. Erst ihre erfolgreiche Bewerbung nach positiver Eignungsprüfung und -bewertung durch den Auftraggeber führt zur Versendung der Vergabeunterlagen.
Die in Ziffer II.3) enthaltenen Zeitangaben stehen unter dem Vorbehalt und der Anpassung und Aktualisierung.
2. Erläuterungen Verfahrensablauf des Teilnahmewettbewerbs:
Die Teilnahmeanträge und deren Anlagen sollen 3-fach (1 Original und 2 Kopien, die Unterlagen sind entsprechen zu kennzeichnen, in deutscher Sprache bei der in Ziff. I.1) genannten Adresse einzureichen.

Für den Teilnahmeantrag von Bewerbergemeinschaften stellt die Vergabestelle ein Formular „Teilnahmeantrag inklusive Bewerbergemeinschaftserklärung“ (Formular Nr. 1a) auf ihrer Internetseite https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/ zur Verfügung, das von der Bewerbergemeinschaft möglichst benutzt werden soll.

Für den Teilnahmeantrag von Einzelbewerbern stellt die Vergabestelle ebenfalls ein Formular „Teilnahmeantrag für Einzelbewerber“ (Formular Nr. 1b) auf ihrer Internetseite https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/ bereit, das von Einzelbewerbern möglichst genutzt werden soll. Bei Einzelbewerbern ist der Teilnahmeantrag ebenfalls von dem Vertreter zu unterzeichnen.

Die Übermittlung hat schriftlich unter expliziter Angabe des Aktenzeichens (vgl. Ziff. IV.3.1)) auf dem Behältnis/Umschlag, in dem der Teilnahmeantrag und deren Anlagen eingereicht werden (Vorlage bis zum Schlusstermin der Bewerbung bei der benannten Kontaktstelle – die Übersendung per Telefax oder in elektronischer Form, z.B. mittels E-Mail, ist nicht zulässig). Für die vorbenannte Kennzeichnung ist der von der Vergabestelle vorbereitete „Kennzettel“ (Formular Nr. 8) zu verwenden, der ebenfalls auf der benannten Internetseite allen Bewerbern zur Verfügung steht.

Die Übermittlung von Bewerberfragen hat ausschließlich per E-Mail unter Angabe der Bezeichnung der Maßnahme (vgl. Ziff. II.1.1)) und des Aktenzeichens (vgl. Ziff. IV.3.1)) an die E-Mailadresse einkauf@berlin-airport.de zu erfolgen. Die Fragen müssen bis spätestens 15 Kalendertage vor Schlusstermin der Bewerbung vorliegen. Der letzte Tag der Bewerbungsfrist wird bei der Berechnung der vorstehend aufgeführten 15 Tagesfrist nicht mit gezählt. Die Vergabestelle wird etwaige Informationen (u. a. die Formulare und eine Checkliste der ggf. einzureichenden Formulare – als Arbeitshilfe) und Beantwortung von Fragen von Bewerbern zum Teilnahmewettbewerb sowie sonstige Klarstellungen der Vergabestelle die das Vergabeverfahren betreffen auf der folgenden Internetseite veröffentlichen: https://secure.berlin-airport.de/evergabe-extern/. Die Vergabestelle empfiehlt daher allen Bewerbern täglich den vorbenannten Link zum Abruf von aktuellen Informationen und Klarstellungen der Vergabestelle sowie Antworten von Bewerberanfragen zum Vergabeverfahren zu nutzen.

Die Bewerber haben zu beachten, dass der Teilnahmeantrag unterzeichnet ist. Für Teilnahmeanträge von Bewerbergemeinschaften wird auf die Festlegungen in Ziff. III.1.3) verwiesen.
Der Teilnahmeantrag und die unter Ziffer III.2.1) und Ziffer III.2.2) der vorliegenden Bekanntmachung benannten Nachweise und Erklärungen zur Beurteilung der fachkundigen Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit (Eignungsvoraussetzungen) sind bei Vorliegen einer Bewerbergemeinschaft für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft vorzulegen. Die unter Ziffer III.2.3) der vorliegenden Bekanntmachung genannten Eignungsvoraussetzungen sind bei Vorliegen einer Bewerbergemeinschaft vom denjenigen Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen, das im Auftragsfall innerhalb der Bewerbergemeinschaft die vergleichbaren Leistungen ausführen wird. Für Bewerbergemeinschaften wird auf die Notwendigkeit der Vorlage einer Bewerbergemeinschaftserklärung gemäß Ziffer III.1.3) der vorliegenden Bekanntmachung hingewiesen.
Ein Hinweis auf eine Präqualifizierung des Bewerbers kann die Einreichung der unter Ziffer III.2) der vorliegenden Bekanntmachung aufgeführten Nachweise und Erklärungen nicht ersetzen, da die für die Präqualifizierung geforderten Angaben und Erklärungen nicht mit den vorliegenden vorgegeben Erklärungen und Nachweise inhaltlich übereinstimmen.
Es ist weiter zu beachten, dass sämtliche in der Bekanntmachung (Ziffer III)) angegebenen Erklärungen und Nachweise vollständig beigefügt werden. Ein Verweis auf frühere Bewerbungen ist nicht ausreichend. Abgeforderte Erklärungen sind dem Teilnahmeantrag schriftlich beizufügen. Bestätigungen Dritter und sonstige Urkunden können in Kopie beigefügt werden. Der Teilnahmeantrag und die geforderten Erklärungen und Nachweise sollen geordnet nach der unter Ziffer III.2.1) bis III.2.3) aufgeführten Nummerierung und Reihenfolge eingereicht werden.
3. Wertung der Teilnahmeanträge:
Der Auftraggeber wird die fristgerecht eingehenden Teilnahmeanträge anhand der geforderten Nachweise und Erklärungen formell und inhaltlich prüfen und bewerten. Der Auftraggeber behält sich vor, nach § 19 Abs. 3 SektVO fehlende Nachweise und Erklärungen nachzufordern. Verzichtet der Auftraggeber auf das Nachfordern von Nachweisen und Erklärungen, werden unvollständige Teilnahmeanträge ggf. ausgeschlossen.
Bei den geforderten Angaben, Erklärungen und Nachweisen handelt es sich grundsätzlich nicht um Mindestanforderungen. Zwingende Angaben, d. h. Angaben und Erklärungen, die zwingend bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist vorzulegen sind, sind als „Mindestanforderung“ gekennzeichnet. Die Nichtvorlage, nicht rechtzeitige oder nicht vollständige Vorlage der als „Mindestanforderung“ gekennzeichneten Angaben führt ggf. nach erfolgloser Nachforderung gemäß § 19 Abs. 3 SektVO zum Ausschluss. Inhaltliche Defizite der vorgelegten Nachweise und Erklärungen führen nicht zwingend zum Ausschluss des Teilnahmeantrages, sondern werden im Rahmen der grundsätzlichen Eignungsfeststellung berücksichtigt. Der Auftraggeber behält sich vor, bei Zweifeln an der Eignung wegen inhaltlicher Defizite der vorgelegten Nachweise und Erklärungen, Teilnahmeanträge nicht zu berücksichtigen.
Die Vergabestelle ist berechtigt, bei Bedenken hinsichtlich der Eignung des Bieters die Vorlage von Originalen oder weiteren Unterlagen zu verlangen.
Die Vergabestelle prüft die Eignung der Bewerber/Bewerbergemeinschaften in einem zweistufigen Verfahren:
1. Stufe: Prüfung auf Vorliegen des Teilnahmeantrages und der abgeforderten Nachweise und Erklärungen (vgl. Ziff. III.2.1), III.2.2), III.2.3));
2. Stufe: Prüfung auf Vorliegen von Ausschlussgründen und Zuverlässigkeitsprüfung sowie Einhaltung der Mindestanforderungen.
Der Auftraggeber wird alle Bewerber/Bewerbergemeinschaften für das weitere Verfahren auswählen, die im Rahmen der vorbenannten zweistufigen Prüfung nicht aufgrund von Vorliegen von Ausschlussgründen und/oder Nichteinhaltung der Mindestanforderungen ausgeschlossen werden müssen.
Der Auftraggeber behält sich vor, bei Unterschreitung der Mindestzahl von drei zulassungsfähigen Bewerbungen, das vorliegende Vergabeverfahren einzustellen. Der Auftraggeber behält sich zudem vor, bei einer Unterschreitung der Mindestzahl von drei wertungsfähigen Angeboten das vorliegende Vergabeverfahren einzustellen. Das Recht zur vorzeitigen Einstellung analog § 30 SektVO bleibt unberührt.
Weitere Hinweise zum Teilnahmewettbewerb:
Die Vergabestelle weist ausdrücklich darauf hin, dass der Beschaffungsgegenstand in diesem Ausschreibungsverfahren u.a. auch die Qualitätsprüfung der Planungsunterlagen des vormaligen Generalplaners pgbbi im Hinblick auf die Einhaltung der vereinbarten vertraglichen Beschaffenheit, Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik etc. zur Durchsetzung etwaiger Mängel- oder Schadenersatzansprüche beinhaltet, die bereits Beschaffungsgegenstand in einem anderen Ausschreibungsverfahren war. Aus diesem Grunde können Bewerber/ Bieter, die mit der Erstellung der zu prüfenden Planungsunterlagen als Generalplaner vormals beauftragt waren, in diesem Ausschreibungsverfahren wegen mangelnder Eignung ausgeschlossen werden, da einem Bewerber/Bieter die erforderliche Neutralität für die Erbringung der ausgeschriebenen Qualitätsprüfungsleistung im Hinblick auf die von ihm in den Leistungsphasen 1-7 selbst erstellten Planungsunterlegen fehlt. Ein vorbenannter Teilnahmeantrag oder vorbenanntes Angebot kann daher nach der ständigen Rechtsprechung wegen des Verstoßes gegen den Grundsatz der Auswahl eines zuverlässigen Bieters (vgl. GWB § 97 Abs. 4) von der Wertung ausgeschlossen werden (vgl. OLG Brandenburg 16.1.2007- Verg. W 7/06, IBR 2007 S. 156; VK Brandenburg, Beschluss vom 11.9.2006 - 2 VK 34/06; VK Brandenburg, Beschluss vom 11.7.2006 - 1 VK 25/06).
Der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft wird darauf hingewiesen, dass alle mit dem Teilnahmeantrag eingereichten Angaben auch für das ggf. einzureichende Angebot Geltung haben müssen. Sofern sich im weiteren Verfahren Änderungen gegenüber dem Teilnahmewettbewerb ergeben, muss die Vergabestelle zu späterer Zeit ggf. erneut in eine Beurteilung der Eignung eintreten. Die Versendung der Aufforderung zur Angebotsabgabe an die ausgewählten Bewerber/Bewerbergemeinschaften erfolgt nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbes.
Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt und verbleiben im Besitz des Auftraggebers.
Der Auftraggeber weist darauf hin, dass allein der Inhalt der vorliegenden EU-weiten Veröffentlichung maßgeblich ist, wenn die Bekanntmachung zusätzlich in weiteren Bekanntmachungsmedien veröffentlicht wird und der Bekanntmachungstext in diesen zusätzlichen Bekanntmachungen nicht vollständig, unrichtig oder verändert widergegeben wird.
4. Ablauf des Verhandlungsverfahrens zur Angebotsabgabe:
Der Auftraggeber wird die ausgewählten Bewerber/Bewerbergemeinschaften nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbes zeitgleich zur Abgabe des Angebots auffordern. Der Auftraggeber wird die Angebote zunächst in formeller Hinsicht prüfen. Der Auftraggeber wird die Angebote ausschließen, die die in der Aufforderung zur Angebotsabgabe ausdrücklich aufgeführten Mindestanforderungen nicht erfüllen. In allen anderen Fällen, in denen die Erklärungen, Angaben oder Unterlagen nicht, nicht ordnungsgemäß beigefügt sind, behält sich der Auftraggeber den Ausschluss nach pflichtgemäßem Ermessen vor. Darüber hinaus behält sich der Auftraggeber vor, anstelle eines möglichen Ausschlusses unter Beachtung des vergaberechtlichen Grundsatzes der Gleichbehandlung, fehlende Unterlagen nachzufordern oder eine Aufklärung über aufklärungsbedürftige Inhalte der Angebote, ggf. auch mehrfach, zu betreiben. Der Auftraggeber wird mit denjenigen Bietern Verhandlungen aufnehmen, deren Angebote für einen Vertragsschluss hinreichend aussichtsreich erschienen. Dies bedeutet, dass nicht zwingend mit sämtlichen Bietern, die ein wertungsfähiges Angebot abgegeben haben, auch Verhandlungen durchgeführt werden. Der Auftraggeber behält sich vor, während des Verhandlungsverfahrens die Anzahl der in der Wertung verbleibenden Bieter auf Grundlage der vorbenannten Zuschlagskriterien schrittweise zu verringern.
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Landes Brandenburg
Postanschrift: Vergabekammer des Landes Brandenburg beim Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Heinrich-Mann-Allee 107
Ort: Potsdam
Postleitzahl: 14473
Land: Deutschland
Telefon: +49 3318661617
Fax: +49 3318661652
Internet-Adresse: http://www.mwe.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.188562.de

VI.4.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Die Vergabestelle weist auf die einzuhaltenden Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen wie folgt hin:
Es gelten die Regelungen von § 101a Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), § 101b insbesondere nach Abs. 2 Satz 2,GWB und ferner die Regelung von § 107 GWB. Diese Vorschriften lauten wie folgt:
㤠101a GWB lautet:
(1) Der Auftraggeber hat die betroffenen Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, über den Namen des Unternehmens, dessen Angebot angenommen werden soll, über die Gründe der vorgesehenen Nichtberücksichtigung ihres Angebots und über den frühesten Zeitpunkt des Vertragsschlusses unverzüglich in Textform zu informieren. Dies gilt auch für Bewerber, denen keine Information über die Ablehnung ihrer Bewerbung zur Verfügung gestellt wurde, bevor die Mitteilung über die Zuschlagsentscheidung an die betroffenen Bieter ergangen ist. Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der Information nach den Sätzen 1 und 2 geschlossen werden. Wird die Information per Fax oder auf elektronischem Weg versendet, verkürzt sich die Frist auf zehn Kalendertage. Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an.
(2) Die Informationspflicht entfällt in Fällen, in denen das Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung wegen besonderer Dringlichkeit gerechtfertigt ist.
§ 101b GWB lautet:
(1) Ein Vertrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der Auftraggeber
1. gegen § 101a verstoßen hat oder
2. einen öffentlichen Auftrag unmittelbar an ein Unternehmen erteilt, ohne andere Unternehmen am Vergabeverfahren zu beteiligen und ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist
und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren nach Absatz 2 festgestellt worden ist.
(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Kenntnis des Verstoßes, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.
§ 107 GWB
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse am Auftrag hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Abs. 7 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 101b Abs. 1 Nr. 2. § 101a Abs. 1 Satz 2 bleibt unberührt.“
Zudem wird darauf hingewiesen, dass nach der Rechtsprechung der Nachprüfungsinstanzen jedenfalls eine mehr als 14 Tage nach Kenntnis eines behaupteten Vergaberechtsverstoßes erhobene Rüge nicht mehrunverzüglich gem. § 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB ist.
Gemäß Richtlinie 2004/17/EG, Anlage XII C Nr. 9 wird hiermit darauf hingewiesen, dass sämtliche vorgenannten Fristen für die Erhebung von vergaberechtlichen Rügen gegenüber dem Auftraggeber und die Fristen für die Wahrung der Zulässigkeit eines Nachprüfungsverfahrens zu beachten sind.
VI.4.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Offizielle Bezeichnung: Bundeskartellamt
Postanschrift: Kaiser-Friedrich-Straße 16
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53113
Land: Deutschland
E-Mail: info@bundeskartellamt.bund.de
Telefon: +49 2289499400
Internet-Adresse: http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/merkblaetter/Vergaberecht/

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
10.4.2014