Lieferungen - 135129-2019

22/03/2019    S58    - - Lieferungen - Freiwillige ex ante-transparenzbekanntmachung - Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb 

Deutschland-Köln: Datenverarbeitungsgeräte (Hardware)

2019/S 058-135129

Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung

Lieferauftrag

Legal Basis:

Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Materialwirtschaft – 33 – Scheidtweilerstraße 38
Köln
50933
Deutschland
Kontaktstelle(n): Frau Cremer
Telefon: +49 2215473677
E-Mail: vergaben-teamdienstleistung@kvb-koeln.de
NUTS-Code: DEA23

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: http://www.kvb-koeln.de

I.6)Haupttätigkeit(en)
Städtische Eisenbahn-, Straßenbahn-, Oberleitungsbus- oder Busdienste

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Lieferung, Montage, Installation und Inbetriebnahme neuer itcs-Fahrzeugkomponenten für Stadtbahnen und Busse

II.1.2)CPV-Code Hauptteil
30210000
II.1.3)Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Die Kölner-Verkehrs-Betriebe AG beabsichtigen die Lieferung, Montage, Installation und Inbetriebnahme neuer itcs-Fahrzeugkomponenten für Stadtbahnen und Busse zu beauftragen.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
48140000
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA2
II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die Kölner-Verkehrs-Betriebe AG beabsichtigen die Lieferung, Montage, Installation und Inbetriebnahme neuer itcs-Fahrzeugkomponenten für Stadtbahnen und Busse einschliesslich folgenden Leistungspakete zu beauftragen:

— ca. 171 itcs-Fahrzeugkomponenten (Baugruppenträger, Bordrechner, ELA, Fahrer-Terminal, Kommunikationsgerät und Software) für Stadtbahnen,

— ca. 163 itcs-Fahrzeugkomponenten (Baugruppenträger, Bordrechner, Fahrer-Terminal, Kommunikationsgerät und Software) für Busse,

— Anbindung der neuen Fahrzeugtechnik an den bestehenden Tetra-Betriebsfunk der Kölner Verkehrs-Betriebe und der SWB Bus und Bahn,

— Einbindung des öffentlichen Mobilfunks für die Sprach- und Datendienste,

— Anbindung aller bestehenden Wagenbus-Komponenten von Bahn und Bus sowie dem Zug-Steuerrechner der Stadtbahnen über VDV 300,

— Anbindung und Integration neuer durch die KVB /SWB beigestellter IP Fahrzeug Komponenten über IBIS-IP-Schnittstellendienste nach VDV-301,

— Ermittlung und Weiterleitung von Echtzeitdaten zur Überwachung und Steuerung des Betriebsablaufs,

— Aufzeichnung von Fahrzeugdaten zur Analyse- und Statistikauswertungen zur Überprüfung des Betriebsablaufs sowie der Überwachung der korrekten technischen Funktionsweise der SW-Module und HW-Komponenten insbesondere in Störungssituationen,

— Anbindung an das zentralseitige itcs der Kölner Verkehrs-Betriebe und der SWB Bus und Bahn,

— Integrations- und Wartungsleistung der neuen itcs-Fahrzeugkomponenten.

II.2.5)Zuschlagskriterien
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren ohne vorherigen Aufruf zum Wettbewerb
  • Zusätzliche Lieferungen, deren Beschaffung den strengen Vorschriften der Richtlinie genügt
Erläuterung:

Die Kölner-Verkehrs-Betriebe AG beabsichtigen die Lieferung, Montage, Installation und Inbetriebnahme neuer itcs-Fahrzeugkomponenten für Stadtbahnen und Busse einschliesslich folgenden Leistungspakete zu beauftragen: ca. 171 itcs-Fahrzeugkomponenten (Baugruppenträger, Bordrechner, ELA, Fahrer-Terminal, Kommunikationsgerät und Software) für Stadtbahnen, ca. 163 itcs-Fahrzeugkomponenten (Baugruppenträger, Bordrechner, Fahrer-Terminal, Kommunikationsgerät und Software) für Busse, Anbindung der neuen Fahrzeugtechnik an den bestehenden Tetra-Betriebsfunk der Kölner Verkehrs-Betriebe und der SWB Bus und Bahn, Einbindung des öffentlichen Mobilfunks für die Sprach- und Datendienste, Anbindung aller bestehenden Wagenbus-Komponenten von Bahn und Bus sowie dem Zug-Steuerrechner der Stadtbahnen über VDV 300, Anbindung und Integration neuer durch die KVB /SWB beigestellter IP Fahrzeug Komponenten über IBIS-IP-Schnittstellendienste nach VDV-301, Ermittlung und Weiterleitung von Echtzeitdaten zur Überwachung und Steuerung des Betriebsablaufs, Aufzeichnung von Fahrzeugdaten zur Analyse- und Statistikauswertungen zur Überprüfung des Betriebsablaufs sowie der Überwachung der korrekten technischen Funktionsweise der SW-Module und HW-Komponenten insbesondere in Störungssituationen, Anbindung an das zentralseitige itcs der Kölner Verkehrs-Betriebe und der SWB Bus und Bahn, Integrations- und Wartungsleistung der neuen itcs-Fahrzeugkomponenten. Zulässig ist die Beschaffung als Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach § 13 Abs. 2 Nr. 5 SektVO. Es handelt sich bei der Beschaffung zunächst um eine zusätzliche Lieferleistung, da die Beschaffung der neuen Fahrzeugrechnergeneration als Teilkomponente des itcs vom ursprünglichen Lieferauftrag nicht abgedeckt war. Maßgeblich für die teilweise Erneuerung der ursprünglichen Leistung i. S. d. § 12 Abs. 2 Nr. 5 SektVO ist, dass die ursprüngliche Lieferung als Ganzes grundlegend als Produkt vorhanden bleibt, etwa indem sie lediglich dem Stand der Technik angepasst wird oder Teile ausgetauscht werden. D.h. der Austausch der Fahrzeugrechner muss entweder der teilweisen Erneuerung oder der Erweiterung der ursprünglichen Lieferung dienen, also in unmittelbarem inhaltlichen Zusammenhang zu dieser stehen. Da es sich bei den Fahrzeugrechnern um eine Teilkomponente des Gesamtsystems itcs handelt, die vom bisherigen Hersteller wegen eines „Generationswechsels“ abgekündigt wurde, ist die Beschaffung eine vom Ausnahmetatbestand des § 13 Abs. 2 Nr. 5 SektVO umfasste „Erneuerung“, weil durch die Umstellung der Fahrzeugrechner auf eine neue Generation das itcs auf den neuesten technischen Stand gebracht bzw. mind. dessen Funktionalität und Gebrauchstauglichkeit aufrecht erhalten wird. Denn ohne entsprechende Fahrzeugrechner könnte das itcs nicht betrieben werden. Es käme bei einem Wechsel des Auftragnehmers/der Leistung jedenfalls zu unverhältnismäßigen technischen Schwierigkeiten, wenn man die Komponente „Fahrzeugrechner“ aus dem itcs herauslösen u. bei Dritten beschaffen würde. Bei einem Rückgriff auf Fahrzeugrechner anderer Hersteller müsste das itcs insgesamt erneuert werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Normierungen der Kommunikationsschnittstelle zwischen dem Fahrzeugrechner und dem zentralen itcs fehlen; um diese Normierungen „händisch“ herzustellen, wären umfangreichste technische Abstimmungs- und Anpassungsmaßnahmen erforderlich. Ferner ergäben sich Kompatibilitätsprobleme, da das itcs der KVB nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern aufgrund der Überschneidung mit dem Betriebsgebiet der SWB eine betriebsgebietsübergreifende Betrachtung erfolgen muss; da alle Schnittstellen zu Leitstellen, Umschaltpunkten, Fahrgastinformationssystemen, Zugsicherungssystemen und LSA-Anlagen nicht normiert sind, kann nicht gewährleistet werden, dass sich die Systeme der beiden Verkehrsunternehmen in der gebotenen Weise miteinander kommunizieren, so dass ein reibungsloser Betriebsablauf nicht gewährleistet ist.

IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

V.2)Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1)Tag der Zuschlagsentscheidung:
19/03/2019
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Trapeze ITS Switzerland GmbH
Neuhausen
8212
Schweiz
NUTS-Code: CH
Der Auftragnehmer/Konzessionär wird ein KMU sein: nein
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession (ohne MwSt.)
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer bei der Bezirksregierung Köln
Zeughausstraße 2 - 10
Köln
50667
Deutschland
Fax: +49 221/1472889
VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)

§ 135 Unwirksamkeit

(1) Ein öffentlicher Auftrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der öffentliche Auftraggeber:

1) Gegen § 134 verstoßen hat oder

2) Den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist,

Und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist.

(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

(3) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 Nummer 2 tritt nicht ein, wenn:

1) Der öffentliche Auftraggeber der Ansicht ist, dass die Auftragsvergabe ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zulässig ist,

2) Der öffentliche Auftraggeber eine Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht hat, mit der er die Absicht bekundet, den Vertrag abzuschließen, und

3) Der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung, abgeschlossen wurde.

Die Bekanntmachung nach Satz 1 Nummer 2 muss den Namen und die Kontaktdaten des öffentlichen Auftraggebers, die Beschreibung des Vertragsgegenstands, die Begründung der Entscheidung des Auftraggebers, den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zu vergeben, und den Namen und die Kontaktdaten des Unternehmens, das den Zuschlag erhalten soll, umfassen.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
19/03/2019