Dienstleistungen - 217679-2014

28/06/2014    S122    - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren 

Deutschland-Bonn: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung

2014/S 122-217679

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Richtlinie 2004/18/EG

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Robert-Schuman-Platz 1
Kontaktstelle(n): Z 30/Servicestelle Vergabe
53175 Bonn
Deutschland
Telefon: +49 2283003771
E-Mail: servicestelle-vergabe@bmvi.bund.de
Fax: +49 2283008073779

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: www.bmvi.de

Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen

Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken: die oben genannten Kontaktstellen

Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: die oben genannten Kontaktstellen

I.2)Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.3)Haupttätigkeit(en)
Sonstige: Verkehr
I.4)Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Auftragsgegenstand

II.1)Beschreibung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:
Z30/SeV/288.3/1404/LA14: Weiterentwicklung und Fortschreibung der Standardisierten Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen im schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr.
II.1.2)Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung
Dienstleistungen
Dienstleistungskategorie Nr 8: Forschung und Entwicklung

NUTS-Code DEA22

II.1.3)Angaben zum öffentlichen Auftrag, zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem (DBS)
Die Bekanntmachung betrifft einen öffentlichen Auftrag
II.1.4)Angaben zur Rahmenvereinbarung
II.1.5)Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Gemäß Artikel 104a Abs. 4 (alte Fassung) GG in Verbindung mit Artikel 125c GG gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden. Die Einzelheiten sind im Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) geregelt.
Das hierzu als Finanzierunggrundlage vorliegende „Bundesprogramm“ umfasst jährlich rd. 332 000 000 EUR. Aus dem Bundesprogramm können Investitionen in ÖPNV-Schienenverkehrswege in Verdichtungsräumen und den zugehörigen Randgebieten mit zuwendungsfähigen Kosten ab 50 000 000 EUR gefördert werden. Der Fördersatz beträgt im Rahmen des GVFG-Bundesprogramms bis zu 60 % der zuwendungsfähigen Kosten.
Gemäß § 3 GVFG ist eine unabdingbare Fördervoraussetzung, dass das Vorhaben in volkswirtschaftlicher Hinsicht sinnfällig ist. Dieser Nachweis wird mit dem Verfahren der „Standardisierten Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen des öffentlichen Personennahverkehrs“ erbracht. Dieses Verfahren ist gemeinsam von Bund und Ländern für den verlangten Wirtschaftlichkeitsnachweis für die Förderung von Investitionen aus dem Bundesprogramm gemäß § 6 (1) GVFG eingeführt. Darüber hinaus kann und wird dieses Verfahren auch von den Ländern für eigene Investitionen im schienengebundenen ÖPNV angewendet. Dieses Verfahren ist zuletzt 2006 aktualisiert worden. Bedingt durch die zwischenzeitlich eingetretenen Entwicklungen ist eine Überarbeitung und Aktualisierung des Verfahrens erforderlich.
II.1.6)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

73000000, 71318000

II.1.7)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): ja
II.1.8)Lose
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.9)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2)Menge oder Umfang des Auftrags
II.2.1)Gesamtmenge bzw. -umfang:
Der Auftragnehmer (AN) soll die grundlegenden Ansätze des vorliegenden Standardisierten Bewertungsverfahrens (Version 2006) prüfen, evaluieren und auf den aktuellen Stand bringen. Die zu erbringenden Leistungen umfassen sowohl die methodischen Überprüfungen (Bewertungsverfahren, Nachfrageermittlung und Folgekostenrechnung) als auch die Anpassung der Datenvorgaben, Kosten- und Wertansätze an den aktuellen Stand.
Dabei sind auch die Vorgehensweise bei den aktuellen Bewertungsverfahren der Bundesverkehrswegeplanung und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Ermittlung der Nutzen (z. B. Nachfragemodellierung) und Kosten zu berücksichtigen.
Die Ergebnisse sind in einer Verfahrensanleitung in einer für die Verbreitung im Fachpublikum geeigneten Form zu dokumentieren. Dabei soll sich der Aufbau an der bestehenden Verfahrensanleitung (Version 2006 inklusive Anhänge) orientieren. Die Arbeiten sind regelmäßig mit einem projektbegleitenden Arbeitskreis abzustimmen. Für das Forschungsprojekt stehen maximal 297 500 EUR/brutto zur Verfügung.
Die Leistung gliedert sich in folgende Arbeitspakete (AP):
AP 1: Evaluierung des bestehenden Verfahrens zur Standardisierten Bewertung.
AP 2: Anpassung der Datenvorgaben, Kosten- und Wertansätze.
AP 3: Überprüfung der Nachfragemodellierung.
AP 4: Prüfung der Anwendbarkeit von Bewertungsansätzen aus dem neuen BVWP-Bewertungsverfahren in der Standardisierten Bewertung.
AP 5: Berücksichtigung weiterer Nutzenkomponenten.
AP 6: Reinvestitionen.
AP 7: Überprüfung und Überarbeitung der Folgekostenrechnung.
(Näheres s. Teilnahmeunterlagen (Entwurf der Leistungsbeschreibung)).
Geschätzter Wert ohne MwSt: 250 000 EUR
II.2.2)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.3)Angaben zur Vertragsverlängerung
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.3)Vertragslaufzeit bzw. Beginn und Ende der Auftragsausführung
Laufzeit in Monaten: 8 (ab Auftragsvergabe)

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Bedingungen für den Auftrag
III.1.1)Geforderte Kautionen und Sicherheiten:
Entfällt.
III.1.2)Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften:
S. Vertragsentwurf (nur für ausgewählte Bewerber).
III.1.3)Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird:
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter.
III.1.4)Sonstige besondere Bedingungen
Für die Ausführung des Auftrags gelten besondere Bedingungen: nein
III.2)Teilnahmebedingungen
III.2.1)Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: 1. Eigenerklärung gem. § 4 Abs. 6 und 9 VOF (s. Teilnahmeunterlagen).
III.2.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
III.2.3)Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen:
2: Fachliche Eignung des Bieters (Unternehmen):
2.1: Vorhandensein der personellen und technischen Ausstattung, um die in der LB geforderten Berechnungen (Eichungen) von verschiedenen Modellenkurzfristig in vertretbarer Zeit durchführen zu können, damit der Zeitrahmen des Forschungsprojektes (8 Monate) gewährleistet werden kann.
2.2: Vorhandensein von eigenen Datenbanken oder Möglichkeit des Rückgriffs auf externe Datenbanken, um Modellansätze zu bewerten.
2.3: Erfahrung in der Erstellung eigener Nutzen-Kosten-Untersuchungen nach dem Verfahren der Standardisierten Bewertung (Version 2006).
3: Benennung der zur Leistungserbringung hauptverantwortlich eingesetzten Personen (Kernteam) und Nachweis deren Fachkunde.
3.1 Erfahrungen mit der Anwendung der Standardisierten Bewertung.
3.2 Kenntnis der Vorgeschichte und Entwicklung sowie der verschiedenen Versionen und Varianten der Standardisierten Bewertung.
3.3: Kenntnisse zum aktuellen Stand der Wissenschaft bei volkswirtschaftlichen Bewertungen von Verkehrsinvestitionen.
3.4: Kenntnisse zum aktuellen Stand der Wissenschaft von Verkehrsuntersuchungen.
3.5: Erfahrungen/ Kenntnisse von Wertansätzen für volkswirtschaftliche Untersuchungen.
3.6: Erfahrungen/ Kenntnisse in der Anwendung von Verkehrsmodellen.
3.7: Erfahrung zur Entwicklung von neuen Modellansätzen bei Verkehrsmodellen.
(Einzelheiten s. Teilnahmeunterlagen).
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:
Die Kriterien Nr. 2.1, 2.2, und 2.3 müssen erfüllt sein.
Bei den Kriterien Nr. 3.1 bis 3.7 (Wertungskriterien) muss jeweils mindestens 1 Bewertungspunkt erzielt werden.
(Einzelheiten s. Teilnahmeunterlagen).
III.2.4)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.3)Besondere Bedingungen für Dienstleistungsaufträge
III.3.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten: nein
III.3.2)Für die Erbringung der Dienstleistung verantwortliches Personal
Juristische Personen müssen die Namen und die beruflichen Qualifikationen der Personen angeben, die für die Erbringung der Dienstleistung verantwortlich sind: ja

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Verfahrensart
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
Einige Bewerber sind bereits ausgewählt worden (ggf. nach einem bestimmten Verhandlungsverfahren) nein
IV.1.2)Beschränkung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl 3: und Höchstzahl 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern: Die Bewertung der Teilnahmeanträge erfolgt zweistufig.
1) Prüfung der Eigenerklärungen und Nachweise gemäß Ziffer III.2.1) und III.2.3) Nr. 2.1 bis 2.3.
2) Bewertung der Angaben zu den Eignungskriterien gemäß Ziffer III.2.3) Nr. 3.1 bis 3.7.
Die Eignungskriterien sind wie folgt gewichtet: 3.1 (20 %), 3.2 (20 %), 3.3 (15 %), 3.4 (15 %), 3.5 (10 %), 3.6 (10 %) und 3.7 (10 %) = 100 GewichtungspunkteJe Kriterium können 0-4 Bewertungspunkte erzielt werden, die nach folgendem Maßstab vergeben werden: Die Fachkunde des eingesetzten Personals (Kernteam) erfolgt hinsichtlich dem Erfahrungsspektrum und der Erfahrungstiefe bezogen auf die zu erbringende Leistung in der Gesamtschau (keine Einzelwertung pro Person). Anschließend wird das Produkt aus den Gewichtungspunkten und den jeweiligen Bewertungspunkten pro Kriterium gebildet. Die so ermittelten Summen je Kriterium werden summiert. Als Gesamtpunktzahl können maximal 400 Punkte erreicht werden. (Einzelheiten s. Teilnahmeunterlagen).
IV.1.3)Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote nein
IV.2)Zuschlagskriterien
IV.2.1)Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog aufgeführt sind
IV.2.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein
IV.3)Verwaltungsangaben
IV.3.1)Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber:
Z30/SeV/288.3/1404/LA14
IV.3.2)Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags
nein
IV.3.3)Bedingungen für den Erhalt von Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen bzw. der Beschreibung
Kostenpflichtige Unterlagen: nein
IV.3.4)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
28.7.2014 - 14:00
IV.3.5)Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.3.6)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können
Deutsch.
IV.3.7)Bindefrist des Angebots
IV.3.8)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.3)Zusätzliche Angaben
Die Vergabe erfolgt als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb gemäß VOF. Im Rahmen dieser Bekanntmachung wird zunächst zur Abgabe eines Teilnahmeantrages aufgefordert. Teilnahmeunterlagen sind bei der unter Ziffer I.1) angegebenen E-Mail-Adresse unter Angabe des Aktenzeichens Z30/SeV/288.3/1404/LA14 im Betreff anzufordern. Die Unterlagen werden grundsätzlich per E-Mail zur Verfügung gestellt. Der E-Mail-Eingang ist umgehend zu bestätigen. Die aufgrund der Bewertung der Teilnahmeanträge gemäß Ziffer IV.1.2) ausgewählten Bewerber werden anschließend zur mündlichen Verhandlung in Einzelgesprächen eingeladen. Die Verhandlungsgespräche finden voraussichtlich in der 37. KW statt (Angabe ohne Gewähr).
Fragen zur Vergabe werden ausschließlich schriftlich per E-Mail (Adresse siehe Ziffer I.1)) entgegengenommen und beantwortet. Es erfolgt keine Beantwortung von inhaltlichen Fragen zur Leistungsbeschreibung, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit den Eignungsanforderungen stehen.
VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Bundeskartellamt – Vergabekammer des Bundes
53123 Bonn
Deutschland
Telefon: +49 2289499561
Fax: +49 2289499163

VI.4.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung und/oder den Teilnahme-/Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind gem. § 107 Abs. 3 GWB spätestens bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist gegenüber dem Auftraggeber zu rügen.
VI.4.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
24.6.2014