Lieferungen - 222252-2021

04/05/2021    S86

Deutschland-Bielefeld: Medizinische Ausrüstungen, Arzneimittel und Körperpflegeprodukte

2021/S 086-222252

Bekanntmachung vergebener Aufträge

Ergebnisse des Vergabeverfahrens

Lieferauftrag

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Stadt Bielefeld – Amt für Organisation, IT und Zentrale Leistungen
Postanschrift: Niederwall 23
Ort: Bielefeld
NUTS-Code: DEA41 Bielefeld, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 33602
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Zentrale Vergabestelle
E-Mail: renate.soelken@bielefeld.de
Telefon: +49 521513603
Fax: +49 521513350
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.bielefeld.de/node/7868
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5)Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Lieferung von Antigentests (Laientests)

Referenznummer der Bekanntmachung: 100.31-5525-EX
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
33000000 Medizinische Ausrüstungen, Arzneimittel und Körperpflegeprodukte
II.1.3)Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Kurzfristige Lieferung von Antigen-Tests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttests) zum Nachweis von SARS-CoV-2.

II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)
Wert ohne MwSt.: 395 000.00 EUR
II.2)Beschreibung
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA41 Bielefeld, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Stadt Bielefeld – Amt für Organisation, IT und Zentrale Leistungen Niederwall 23 33602 Bielefeld

Anlieferung: Feuerwehramt

Am Stadtholz 18

33609 Bielefeld

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Kurzfristige Lieferung von Antigen-Tests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttests) zum Nachweis von SARS-CoV-2 für die Stadt Bielefeld.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)
  • Dringende Gründe im Zusammenhang mit für den öffentlichen Auftraggeber unvorhersehbaren Ereignissen, die den strengen Bedingungen der Richtlinie genügen
Erläuterung:

Zur Begründung wird zunächst auf das Rundschreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 19.3.2020 zur Anwendung des Vergaberechts im Zusammenhang mit der Beschaffung von Leistungen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 verwiesen.

Der Verwaltungsvorstand hat in seiner Sitzung vom 23.3.2021 beschlossen, dass für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Antigen-Tests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttests) zum Nachweis von SARS-CoV-2 bereitgestellt werden.

Die Beschaffung der Selbsttests wird aufgrund der äußerst dringenden und zwingenden Gründen zur Bekämpfung der Pandemie im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach § 119 Abs. 5 GWB i. V. m. §§ 14 Abs. 4 Nr. 3 und 17 VgV ausgeschrieben.

Hiernach kann der Auftraggeber Leistungen im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb vergeben, wenn äußerst dringliche, zwingende Gründe im Zusammenhang mit Ereignissen, die der betreffende öffentliche Auftraggeber nicht voraussehen konnte, es nicht zulassen, die Mindestfristen einzuhalten, die für das offene oder nichtoffene Verfahren sowie für das Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb vorgeschrieben sind. Die Umstände zur Begründung der äußersten Dringlichkeit dürfen dem öffentlichen Auftraggeber nicht zuzurechnen sein.

Die Entwicklung der Pandemiesituation kann kein öffentlicher Auftraggeber voraussehen. In der derzeitigen Pandemiesituation (Ausbreitung der Varianten, schrittweise Öffnung der Schulen für Präsensunterricht, schrittweise Öffnung des Einzelhandels und weiterer Einrichtungen, erneuter Anstieg der Infektionszahlen nach der schrittweisen Öffnung und akut bevorstehenden erneuten Einschränkungen) ist es zur Abschätzung von Gefahren (insbes. Entwicklung, ggf. Anstieg der Fallzahlen und Ausbreitungssituation bei den städtischen Mitarbeitenden, Anteil der Varianten an der Ausbreitung) zwingend notwendig, einen Überblick über das Pandemiegeschehen zu behalten. Hierzu zählt insbes. das Infektionsgeschehen unter den Mitarbeitenden der Stadt Bielefeld, die nicht im Homeoffice arbeiten.

Das Angebot von Selbsttests ist eine sinnvolle und vom Bund empfohlene Möglichkeit einen Überblick über das Pandemiegeschehen zu erhalten und einzelne Infektionen frühzeitig festzustellen. Durch die frühzeitige Feststellung der Infektionen und die daran anschließenden Quarantänemaßnahmen kann das Infektionsgeschehen positiv beeinflusst werden.

Da mit der schrittweisen Öffnung bereits begonnen wurde, sieht die Teststrategie des VV vor, schnellstmöglich Schnelltests zur Verfügung zu stellen. Die Durchführung eines formalen Vergabeverfahrens unter Berücksichtigung aller Fristen und Verfahrensschritte ist an dieser Stelle hinderlich für die kurzfristige Bereitstellung von Selbsttests. Dem Schutz der Gesundheit muss an dieser Stelle ein höherer Stellenwert zugeschrieben werden. Die sich durch die Corona-Pandemie ergebende akute Gefahrensituation führt dazu, dass ein sofortiges Handeln geboten ist. Außerdem haben die durch die ZVS durchgeführten Markterkundungen vom 11.3.2021 und 24./25.3.2021 ergeben, dass sich die Lieferzeiten mit jedem Tag Verzögerung in der Bestellung verlängern können. Auch dies bestätigt die Notwendigkeit zügig ein Vergabeverfahren durchzuführen.

IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.8)Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9)Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: 100.3/Ho/001/21
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2)Auftragsvergabe
V.2.1)Tag des Vertragsabschlusses:
31/03/2021
V.2.2)Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 0
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: technomed GmbH
Postanschrift: Stattegger Straße 31 B
Ort: Graz
NUTS-Code: AT221 Graz
Postleitzahl: 8045
Land: Österreich
E-Mail: office@technomed.at
Telefon: +43 316716860
Fax: +43 3167168605
Internet-Adresse: www.technomed.at
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.)
Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 420 000.00 EUR
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 395 000.00 EUR
V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:

Bekanntmachungs-ID: CXPWYDZ9G9N

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Westfalen bei der Bezirksregierung Münster
Postanschrift: Albrecht-Thaer-Str. 9
Ort: Münster
Postleitzahl: 48147
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@bezreg-muenster.nrw.de
Telefon: +49 2514111691
Fax: +49 2514112165
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Gem. § 160 Abs. 1 GWB leitet die Vergabekammer ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Der Antrag ist gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB unzulässig, wenn der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat. Des Weiteren ist gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB der Nachprüfungsantrag unzulässig, wenn mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
29/04/2021