Services - 224236-2015

27/06/2015    S122    - - Dienstleistungen - Anwendung eines Prüfungssystems mit Aufruf zum Wettbewerb - Entfällt 

Deutschland-Hamburg: Instandsetzung von Schienenfahrzeugen

2015/S 122-224236

Bekanntmachung eines Prüfungssystems – Versorgungssektoren

Richtlinie 2004/17/EG
Diese Bekanntmachung ist ein Aufruf zum Wettbewerb ja

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1)Name, Adressen und Kontaktstelle(n)

Hamburger Hochbahn AG
Steinstraße 20
Zu Händen von: Thomas Winkelhausen
20095 Hamburg
Deutschland
Telefon: +49 4032884079
E-Mail: thomas.winkelhausen@hochbahn.de
Fax: +49 4032882135

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse des Auftraggebers: http://hochbahn.de

Weitere Auskünfte erteilen die oben genannten Kontaktstellen

Weitere Unterlagen verschicken die oben genannten Kontaktstellen

Teilnahmeanträge oder Bewerbungen sind zu richten an die oben genannten Kontaktstellen

I.2)Haupttätigkeit(en)
Städtische Eisenbahn-, Straßenbahn-, Oberleitungsbus- oder Busdienste
I.3)Auftragsvergabe im Auftrag anderer Auftraggeber
Der Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer Auftraggeber: nein

Abschnitt II: Gegenstand des Prüfungssystems

II.1)Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber:
Ertüchtigung und Umbaumaßnahmen zur Laufzeitverlängerung von U-Bahnfahrzeugen und/oder deren Komponenten.
II.2)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.3)Beschreibung der Bauleistungen, Dienstleistungen oder Waren, die durch ein Prüfungssystem beschafft werden sollen:
Durch die Ertüchtigung bzw. durch Umbaumaßnahmen wird die Laufzeit von U-Bahnfahrzeugen aus dem Bestand der Hamburger Hochbahn AG verlängert. Zurzeit sind hiervon ca. 40 U-Bahnzeuge des Fahrzeugtyps DT3 (Hersteller LHB, Bj. 1968- 71) betroffen, deren Laufzeit bis in das Jahr 2025 verlängert wird. Dies umfasst insbesondere Maßnahmen der Ertüchtigung oder des Umbaus von U-Bahnfahrzeugen und/oder deren Komponenten in geeigneten Werkstätten des Auftragnehmers. Die jeweils durchgeführten Maßnahmen und die Zustände der Fahrzeuge und/oder Komponenten sind nach abgeschlossener Durchführung der Maßnahmen ordnungsgemäß zu dokumentieren. Inhalt, Umfang und Ort der Maßnahmen sowie Inhalt, Aufbau und Umfang der Dokumentationen sind gemäß den gesonderten Verdingungsunterlagen zu erbringen. Der Auftragnehmer muss sicherstellen, dass mit Abschluss der Durchführung seiner Maßnahmen die Fahrzeuge und/oder deren Komponenten gemäß BOStrab für den bestimmungsgemäßen Einsatz (weiter) uneingeschränkt zugelassen bleiben. In den Verdingungsunterlagen werden ggf. besondere Zielsetzungen vorgegeben. Im Wesentlichen handelt es sich um Arbeiten an folgenden Komponenten:
— Wagenkasten inkl. Fahrgast- und Fahrerraum, Stirnfronten, Geräteräume, Dach, Türen, Fenster, elektrische Ausrüstung, Fahrwerkskomponenten inkl. elektrischer Antrieb, komplette Drehgestelle, Bremse, Stromabnehmer, Kupplungssysteme, Projektierung elektrischer Einzel- und Großkomponenten (z. B. elektr. Umformer, Bremsgeräteeinheit, Fahrersitz).
II.4)Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)

50224000

II.5)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): nein

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Qualifizierung für das System:
Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre Qualifikation erfüllen müssen: Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf ihre Qualifikation erfüllen müssen: Der gesamte Geschäftsverkehr ist in deutscher Sprache abzuwickeln. Sämtliche Erklärungen, Nachweise, Referenzen sowie alle weiteren Unterlagen sind in deutscher Sprache zu liefern. Für die Beurteilung der Eignung sind mit dem Teilnahmeantrag vom Antragsteller die nachfolgend aufgelisteten Unterlagen zu liefern:
A.) Ordnungsgemäße Gewerbeausübung des Antragstellers:
(1) Eigenerklärung des Bewerbers, dass keine Ausschlussgründe nach § 21 Abs. 1 Satz 1 Nrn.1 bis 7 SektVO vorliegen;
(2) Eigenerklärung des Bewerbers, dass keine Ausschlussgründe nach § 21 Abs. 4 Nrn. 1 bis 5 SektVO vorliegen;
(3) Eigenerklärung des Bewerbers zur ordnungsgemäßen Anmeldung seines Gewerbes: Der Bewerber erklärt, dass er sein Gewerbe ordnungsgemäß angemeldet hat und – sofern nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) eintragungspflichtig – im Handelsregister eingetragen ist. Der Auftraggeber kann einen aktuellen Handelsregisterauszug (höchstens 3 Monate alt bezogen auf den in der Bekanntmachung genannten Zeitpunkt der Abgabe des Teilnahmeantrags) oder ein gleichwertiges Dokument des Herkunftslandes in deutscher Sprache (ggf. Original und beglaubigte Übersetzung) als Nachweis anfordern;
(4) Eigenerklärung des Bewerbers, dass er in Bezug auf die Vergabe keine unzulässigen wettbewerbsbeschränkenden Abreden getroffen hat. Unzulässige wettbewerbsbeschränkende Abreden sind nach Maßgabe von § 1 ff. GWB und Art. 101 AEUV insbesondere Verabredungen oder Empfehlungen über Gewinnaufschläge, Gewinnbeteiligungen, die zu fordernden Preise, Entrichtungen von Ausfallentschädigungen oder Abstandszahlungen u. ä.;
(5) Eigenerklärung des Bewerbers, dass er seine Verpflichtungen zur Zahlung der Sozialbeiträge nach den Rechtsvorschriften des Mitgliedsstaates, in dem er ansässig ist, erfüllt hat;
(6) Eigenerklärung des Bewerbers, dass er seine Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Abgaben nach den Rechtvorschriften des Mitgliedsstaates, in dem er ansässig ist, erfüllt hat.
(7) Umfassende Darlegung der Eigentümerstruktur des Bewerbers.
Alle unter (1) bis (7) geforderten Erklärungen und Darlegungen sind spätestens mit dem Teilnahmeantragvorzulegen.
B.) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Vorlage von Bilanzauszug oder Geschäftsbericht oder Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens mit dem Teilnahmeantrag mindestens für das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr und möglichst für die letzten 3 Geschäftsjahre. Die Unterlagen sind mit dem Teilnahmeantrag zu liefern.
C.) Technische Leistungsfähigkeit:
Grundsätzlich sind Referenzen und Nachweise mit dem Teilnahmeantrag zu liefern und zwar:
(1) Für Bewerbungen auf die erfolgreichen Ertüchtigungs- und/oder Umbaumaßnahmen an Eisenbahnfahrzeugen/ U-Bahnfahrzeugen sowie deren Komponenten, die jeweils gemäß Eigenerklärung des Antragstellers nach Durchführung der Maßnahmen für den bestimmungsgemäßen Einsatz gemäß EBO/BOStrab uneingeschränkt zugelassen sind. Hierzu sind die jeweiligen Referenzen einschließlich der Benennung von Art, Umfang, Dauer und Auftraggeber der Maßnahmen zu liefern;
(2) Nachweise zu erfolgreich und fristgemäß abgeschlossenen Zulassungsverfahren gemäß EBO/BOStrab im Zuge von Umbau- und/oder Erneuerungsmaßnahmen an Fahrzeugen und/oder Fahrzeug-Komponenten. Dabei sind jeweils Art, Umfang, Dauer und Auftraggeber der Maßnahmen zu benennen;
(3) Eigenerklärung, dass der Bewerber über ausreichend Kapazität verfügt, um an mindestens 2 Fahrzeugen parallel innerhalb von 3 Monaten eine Vollertüchtigung und an 2 Fahrzeugen seriell innerhalb von 3 Monaten eine Teilertüchtigung durchführen zu können.
(4) Nachweis eines Qualitätssicherungssystems nach ISO 9001-2008 oder gleichwertig;
(5) Eigenerklärung, dass im Auftragsfalle die Fahrzeuge und/oder deren Komponenten nur in Fertigungsstätten bearbeitet werden, die nachweislich für die Fertigung und/oder Instandsetzung von EBO/BOStrab- zugelassenen Fahrzeugen und/oder deren Komponenten qualifiziert sind. Hierbei muss es sich um Fertigungsstätten des Auftragnehmers oder um Werkstätten eines Konzerns oder Firmen verbundenes Unternehmen handeln, dem der Auftragnehmer angehört, oder um Werkstätten, in denen der Auftragnehmer als Generalunternehmer unter Einbindung nachweislich qualifizierter und leistungsfähiger Subunternehmen die Leistungen erbringen lässt;
(6) Nachweis der Befähigung des Bewerbers zur Durchführung schweisstechnischer Arbeiten an Eisenbahnfahrzeugen,
(7) Nachweis der Befähigung des Bewerbers zur Durchführung klebetechnischer Arbeiten an Eisenbahnfahrzeugen;
III.1.2)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen

Abschnitt V: Verfahren

IV.1)Zuschlagskriterien
IV.1.1)Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf die Kriterien, die in den Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe oder zur Verhandlung aufgeführt sind
IV.1.2)Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wird durchgeführt: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Aktenzeichen beim Auftraggeber:
Ertüchtigung und Umbaumaßnahmen zur Laufzeitverlängerung von U-Bahnfahrzeugen und/oder deren Komponenten
IV.2.2)Dauer der Gültigkeit des Prüfungssystems
Unbestimmte Dauer
IV.2.3)Angaben zur Vertragsverlängerung
Das Prüfungssystem wird verlängert: nein

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.2)Zusätzliche Angaben:
Dieses Prüfungssystem gilt gleichzeitig für alle Tochter-, Beteiligungs- und verbundenen Unternehmen der Hamburger Hochbahn AG sowie eventuell noch zu gründende Unternehmen im Zuge von Expansionsgeschäften und für Bietergemeinschaften. Die Beschaffungen erfolgen im Zuge von Verhandlungsverfahren mit geeigneten Bewerbern. Die Unterlagen gem. III.1.1) sind entsprechend der vorgegebenen Reihenfolge sortiert einzureichen. Bei Nichteinhaltung behalten wir uns vor, Bewerber von dem weiteren Verfahren auszuschließen. Bewerber die sich bereits für das Prüfungssystem EU- Veröffentlichung Nr.2013/S236-411082 „ Instandsetzung an Eisenbahnfahrzeugen des Personennahverkehrs und deren Komponenten“ oder EU- Veröffentlichung Nr.2015/S062-109861 „Umbau und Erneuerung von Eisenbahnfahrzeugen und/oder deren Komponenten“ qualifiziert haben, können sich in ihrer Bewerbung auf die bereits eingereichten Unterlagen gemäß Pkt. A) 1 bis 7, Pkt. B) und C) 1 bis 7 berufen. Eine wiederholte Überlassung der Dokumente ist nicht notwendig.
VI.3)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.3.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer bei der Finanzbehörde Hamburg
Große Bleichen 27
20354 Hamburg
Deutschland
Telefon: +49 40428231448
Fax: +49 40428232020

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Europäische Kommission, Generaldirektion Wettbewerb
200, Rue de Loi
1049 Bruessel
Belgien
Telefon: +32 2991111
Fax: +32 2950138

VI.3.2)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Nach § 101b Abs. 2 GWB endet die Frist, mit der die Unwirksamkeit eines Vertrages mit einem Nachprüfungsverfahren geltend gemacht werden kann, 30 Kalendertage nach der Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union. Nach § 107 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 GWB ist der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens unzulässig, soweit:
— der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat,
— Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
— Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
— mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.3.3)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Vergabekammer bei der Finanzbehörde Hamburg
Große Bleichen 27
20354 Hamburg
Deutschland
Telefon: +49 40428231448
Fax: +49 40428232020

VI.4)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
22.6.2015