Dienstleistungen - 227332-2019

16/05/2019    S94    - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Offenes Verfahren 

Deutschland-Berlin: Dienstleistungen im Rahmen der gesetzlichen Sozialversicherung

2019/S 094-227332

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Legal Basis:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
BKK VBU
Lindenstraße 67
Berlin
10969
Deutschland
Kontaktstelle(n): BKK VBU Vergabestelle
Telefon: +49 30726128021
E-Mail: vergabestelle@bkk-vbu.de
Fax: +49 30726128021
NUTS-Code: DE3

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.meine-krankenkasse.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://vergabeplattform.smaby.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-16aa10f1b55-5035c17ac52a8e74
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: www.smaby.de
Im Rahmen der elektronischen Kommunikation ist die Verwendung von Instrumenten und Vorrichtungen erforderlich, die nicht allgemein verfügbar sind. Ein uneingeschränkter und vollständiger direkter Zugang zu diesen Instrumenten und Vorrichtungen ist gebührenfrei möglich unter: www.smaby.de
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5)Haupttätigkeit(en)
Gesundheit

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Dienstleistungen im Bereich der Krankenhausabrechnung und -prüfung gem. § 301 SGB V

Referenznummer der Bekanntmachung: bkk_vbu-2019-0003
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
75300000
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand der Ausschreibung ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Krankenhausabrechnung und -prüfung gemäß § 301 SGB V.

Der Auftragnehmer übernimmt für die Auftraggeberin u. a. die Durchführung der Nachgelagerten Abrechnungsprüfung der im Rahmen von §§ 115a und 115b SGB V abgerechneten ambulanten, vor- und nachstationären Behandlungen nach den formalen/rechtlichen Kriterien auf Basis der entsprechenden Vorgaben (u.a. AOP-Vertrag nach § 115b Abs. 1 SGB V, AOP-Katalog, Einheitlicher Bewertungsmaßstab, Rechtsprechung).

Weiterhin übernimmt der Auftragnehmer für die Auftraggeberin die Durchführung der Abrechnungsprüfung der Leistungen im Rahmen von § 116b SGB V, §§ 117 Abs. 1 und 117 Abs. 2 SGB V, § 118 SGB V, § 118 Abs. 3 SGB V, § 118a SGB V, § 119 SGB V sowie § 120 Abs. 1a SGB V nach formalen/rechtlichen Kriterien auf Basis der entsprechenden Vorgaben (u.a. Einheitlicher Bewertungsmaßstab, kollektiv-vertragliche Regelungen).

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE
Hauptort der Ausführung:

BKK VBU

Lindenstraße 67

10969 Berlin

Deutschland

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Das Gesamtvolumen der Krankenhausabrechnungsprüfung für den ausgelagerten Bereich (stationäre Behandlung inkl. Psychiatrie und ambulante Behandlung im Krankenhaus) der Auftraggeberin liegt bei knapp 511 000 000 EUR pro Jahr. Die jährliche Fallzahl liegt dabei bei über 200 000 Fällen. Die Zahlen wurden auf Basis des Abrechnungsjahres 2018 ermittelt.

Die Übersicht stellt die Ausgaben und Fallzahlen in den jeweiligen Leistungsbereichen (Art der Behandlung) dar:

— stationäre Abrechnung (Somatik): 123 403 Fälle; Ausgaben: 446 332 690 EUR,

— stationäre Abrechnung (Psychiatrie): 6 938 Fälle; Ausgaben: 45 582 591 EUR,

— §§ 115b – 120 SGB V (AOP und ambulante Behandlung im Krankenhaus): 74 416 Fälle; Ausgaben: 18 960 915 EUR.

Summe: 204.757 Fälle; Ausgaben: 510 876 197 EUR

Bei den genannten Werten handelt es sich um Erfahrungswerte des letzten Jahres (Jahr 2018). Die aufgeführten Werte dienen lediglich als Kalkulationsgrundlage. Die Auftraggeberin sichert eine absolute Menge nicht zu. Ein Anspruch auf eine tatsächliche Fallmenge besteht nicht. Sollten die Mengen während der Vertragslaufzeit nicht erreicht oder überschritten werden, führt das zu keinen Veränderungen hinsichtlich der vereinbarten Preise. Ansprüche im Zusammenhang mit einer etwaigen Über- oder Unterschreitung der Mengen können vom Auftragnehmer nicht geltend gemacht werden. Auch ein Anspruch des Auftragnehmers auf eine Mindestmenge besteht nicht. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, die vergabegegenständlichen Leistungen auch dann zu erbringen, wenn die dargestellten Mengenangaben über-/unterschritten werden.

Die Auftraggeberin beabsichtigt, die ausgeschriebene Leistung an einen externen Dienstleister für eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten zu vergeben. Leistungsbeginn ist der 1.9.2019, wobei bereits vor Leistungsbeginn eine Umsetzungsphase erforderlich ist (siehe Punkt 1.6). Die Vertragslaufzeit verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, sofern nicht die Auftraggeberin mit einer Frist von 3 Monaten zum Ablauf des ersten, zweiten bzw. dritten Geschäftsjahres kündigt. Eine Vertragsverlängerung über eine Gesamtlaufzeit von 4 Jahren hinaus erfolgt nicht. Der Vertrag endet spätestens mit Ablauf des 31.8.2023, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/09/2019
Ende: 31/08/2020
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Die Vertragslaufzeit verlängert sich automatisch um jeweils ein Jahr, sofern nicht die Auftraggeberin mit einer Frist von 3 Monaten zum Ablauf des ersten, zweiten bzw. dritten Geschäftsjahres kündigt. Eine Vertragsverlängerung über eine Gesamtlaufzeit von 4 Jahren hinaus erfolgt nicht. Der Vertrag endet spätestens mit Ablauf des 31.8.2023, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

1) Nachweis/Kopie Eintragung in einem Berufs-/Handelsregister oder Nachweis auf andere Weise über die erlaubte Berufsausübung (nicht älter als 6 Monate).

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

1) Eigenerklärung zum Umsatz im Fragebogen zur Eignungsprüfung

— zum Gesamtumsatz aus den letzten 3 abgelaufenen Geschäftsjahren (2018, 2017, 2016), und

— zum Umsatz bezogen auf den Tätigkeitsbereich des ausgeschriebenen Auftrages aus den letzten 3 abgelaufenen Geschäftsjahren (2018, 2017, 2016).

2) Eigenerklärung zur Haftpflichtversicherung im Fragebogen zur Eignungsprüfung, dass eine Haftpflichtversicherung vorliegt bzw. im Fall der Zuschlagserteilung eine solche abgeschlossen wird, die folgende Schäden abdeckt bzw. versichert: Die Deckungssumme muss

— mindestens 5 Mio. EUR für Personenschäden und Sachschäden pro Versicherungsfall,

— mindestens 5 Mio. EUR für für Vermögensschäden (inkl. Schäden, die auf der Verletzung datenschutzrechtlicher Vorschriften beruhen, einschließlich Sozialdaten) pro Versicherungsfall

Betragen.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Es ist zu beachten, dass ein jährlicher Mindestumsatz bezogen auf den Tätigkeitsberiech des ausgeschriebenen Auftrags von 3 Mio EUR gefordert ist.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

1) Eigenerkläung zu Referenzangaben:

Bitte füllen Sie die zur Verfügung gestellte Anlage E1 – Referenzen aus. Aus Ihren Angaben muss hervorgehen, dass Ihr Unternehmen in den letzten 3 Jahren Leistungen erbracht hat bzw. gegenwärtig erbringt, welche mit der hier zu vergebenden Leistung vergleichbar sind. Dabei bedeutet die Formulierung „vergleichbar“ nicht „gleich“ oder gar „identisch“, sondern dass die Leistungen im technischen oder organisatorischen Bereich einen gleich hohen oder höheren Schwierigkeitsgrad hatten. Aus den Angaben muss hervorgehen, dass eine Unternehmenserfahrung im Abrechnungsbereich entsprechend dem ausgeschriebenen Umfang und Leistung besteht;

2) Eigenerklärung im Fragebogen zur Eignungsprüfung zur durchschnittlichen jährlichen Beschäftigtenzahl des Unternehmens der letzten 3 Geschäftsjahre (2018, 2017, 2016)

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:
III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
Rahmenvereinbarung mit einem einzigen Wirtschaftsteilnehmer
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 13/06/2019
Ortszeit: 10:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 31/08/2019
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote
Tag: 13/06/2019
Ortszeit: 13:15
Angaben über befugte Personen und das Öffnungsverfahren:

Entfällt

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Mit dem Angebot sind zum Nachweis der Eignung folgende weitere Unterlagen einzureichen:

1) Anlage E5 – Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (nach §§ 123, 124 GWB)

— falls die Erklärung nicht bzw. nicht uneingeschränkt abgeben werden kann, machen Sie dies bitte auf der Anlage kenntlich und geben bitte mittels einer selbst zu erstellenden Anlage an, warum Ihr Unternehmen trotz Vorliegen eines Ausschlussgrundes im Sinne von §§ 123, 124 GWB aus Ihrer Sicht nicht von dem Vergabeverfahren auszuschließen ist, vgl. § 125 GWB.

2) Eigenerklärung Anlagen D1 und D2 nebst Nachweis durch geeignete Unterlagen (wie bspw. aktuelle Datenschutzzertifikate, Datenschutz-/IT-Sicherheitskonzept);

3) Nachweis oder die Zertifizierung (Kopie) über ein von unabhängiger Stelle ständig überwachtes System der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements (bspw. DIN EN ISO 9001:2015 oder gleichwertig);

4) falls zutreffend Anlage E2 – Formblatt zu Bietergemeinschaften;

5) falls zutreffend Anlage E3 – Drittunternehmensverzeichnis;

6) falls zutreffend Anlage E4 – Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen.

Hinweis: Im Fall einer Bietergemeinschaft oder einer Unterauftragsvergabe bzw. Eignungsleihe sind für die anderen Unternehmen zum Nachweis der Eignung ebenso geforderte Nachweise einzureichen. Beachten Sie hierzu bitte die näheren Ausführungen in den Bewerbungsbedingungen unter Ziffer 11, 12, 13.

Geforderte Eignungsnachweise, die in Form anerkannter Präqualifikationsnachweise vorliegen, werden zugelassen und anerkannt, wenn die Präqualifikationsnachweise in Form und Inhalt den geforderten Eignungsnachweisen entsprechen.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer des Bundes
Villemombler Straße 76
Bonn
53123
Deutschland
Telefon: +49 22894990
E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de
Fax: +49 2289499163

Internet-Adresse: www.bundeskartellamt.de

VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Gemäß § 160 Absatz 3 Satz 1 GWB ist der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens unzulässig, soweit:

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Bundesversicherungsamt
Friedrich-Ebert-Allee 38
Bonn
53113
Deutschland
Telefon: +49 2286190
E-Mail: poststelle@bvamt.bund.de
Fax: +49 2286191870

Internet-Adresse: www.bundesversicherungsamt.de

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
13/05/2019