Dienstleistungen - 309124-2020

02/07/2020    S126

Deutschland-Düsseldorf: Reparatur und Wartung von Schienenfahrzeugen

2020/S 126-309124

Auftragsbekanntmachung – Sektoren

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Keolis Deutschland GmbH & Co. KG
Postanschrift: Immermannstraße 65 c
Ort: Düsseldorf
NUTS-Code: DEA11 Düsseldorf, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 40210
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Herr Dennis Wolff
E-Mail: ausschreibungen@keolis.de
Telefon: +49 23819694-402

Internet-Adresse(n):

Hauptadresse: www.keolis.de

I.2)Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
I.3)Kommunikation
Der Zugang zu den Auftragsunterlagen ist eingeschränkt. Weitere Auskünfte sind erhältlich unter: http://www.eurobahn.de/aktuelle-ausschreibungen
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen an die oben genannten Kontaktstellen
I.6)Haupttätigkeit(en)
Eisenbahndienste

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Durchführung der Revision an 62 Stadler Flirt 1 Triebzügen der Baureihen 427, 428 und 429

Referenznummer der Bekanntmachung: Keolis-RevisonF1-2020
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
50222000 Reparatur und Wartung von Schienenfahrzeugen
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand der Vergabe ist die Durchführung der Arbeiten zur Revision inkl. Bereitstellung der gesamten erforderlichen Materials an 14 dreiteiligen elektrischen Triebzügen vom Typ Stadler Flirt 1 Baureihe 427, an 29 vierteiligen elektrischen Triebzügen vom Typ Stadler Flirt 1 Baureihe 428 und an 19 fünfteiligen elektrischen Triebzügen vom Typ Stadler Flirt 1 Baureihe 429 nach gültigem Regelwerk, nach dem Stand der Technik, sowie weitere ergänzende Leistungen.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA NORDRHEIN-WESTFALEN
Hauptort der Ausführung:

Am Sitz des Auftragnehmers.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die AG betreibt den öffentlichen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Hellweg-Netz u. a. mit 25 elektrischen Triebzügen vom Typ Stadler Flirt 1 im Auftrag des Aufgabenträgers Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Zudem betreibt sie im Auftrag desselbigen Aufgabenträgers den SPNV im Teutoburger-Wald-Netz mit u. a. 19 elektrischen Triebzügen vom Typ Stadler Flirt 1. Im Auftrag des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr betreibt die AG zusätzlich das Maas-Rhein-Lippe-Netz mit 18 elektrischen Triebzügen vom Typ Stadler Flirt 1.

Diese Triebzüge stehen nicht im Eigentum der AG, sondern sind geleast.

Eigentümerin der Fahrzeuge ist die Leasinggesellschaft Alpha Trains.

Die Durchführung der Leistung erfolgt unter Berücksichtigung der Fristfälligkeit der Triebzüge in einem abgestimmten Lieferplan. Der Zeitraum der einzelnen Fristfälligkeiten liegt zwischen Dezember 2021 und Februar 2025. Je Baureihe steht max. ein Fahrzeug zeitgleich zur Verfügung.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind nur in den Beschaffungsunterlagen aufgeführt
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Beginn: 01/12/2021
Ende: 28/02/2025
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Neben den im Lastenheft festgelegten zwingend durchzuführenden Planarbeiten je Revision je Triebzug inkl. des gesamten Materials können ebenfalls im Lastenheft beschriebene optionale, variierende Zusatzarbeiten an einzelnen Fahrzeugen erforderlich sein. Die zusätzlichen Arbeiten sind jeweils nach Bedarf bzw. nach Freigabe durch die Auftraggeberin durchzuführen.

II.2.12)Angaben zu elektronischen Katalogen
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Die Vergabeunterlagen für den Registrierungs- und Qualifizierungsantrag (Teilnahmewettbewerb) stehen für einen direkten Zugang gebührenfrei unter der o. g. Internetadresse (Ziffer I.3.) zur Verfügung. Eine Registrierung erfolgt durch Einreichung des Teilnahmeantrages inklusive aller geforderten Anlagen per E-Mail an die Kontaktstelle (Ziffer I.1.).

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

1. Vertraulichkeitsverpflichtung (Formblatt A02) und Eigenerklärung (auf Formblatt A03) mit allgemeinen Angaben zum Unternehmen (Gründung, Tätigkeitsschwerpunkte, Konzernverbundenheit, Ansprechpartner) und Angaben zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen im Sinne der §§ 123 bis 126 GWB sowie § 21 AEntG und§ 19 MiLoG,

2. Kopie eines aktuellen Auszugs (nicht älter als 3 Monate) aus dem Berufs- oder Handelsregister für das Unternehmen sowie im Falle von Personengesellschaften (z. B. KG, GbR) auch für die persönlich haftenden Gesellschafter (jeweils soweit mit Rücksicht auf die Rechtsform vorhanden) oder andernfalls (bei fehlender Registerpflicht) Darstellung der Inhaber/Gesellschafter und gesetzlichen Vertreter des/der Unternehmen/s,

3. Kopie einer gültigen Instandhaltungsstellenbescheinigung gemäß Durchführungsverordnung (EU) 2019/779 oder alternativ Bestätigung der Absicht zur Erlangung der Instandhaltungsbescheinigung bis spätestens zum Ablauf der Übergangsfrist.

Die vorgenannten Unterlagen sind im Falle einer Bietergemeinschaft mit dem Angebot von/für jedem/-s Mitglied, im Falle einer Eignungsleihe mit dem Angebot von/für dem/den Eignungsverleiher und im Falle eines Unterauftragnehmereinsatzes (ohne Eignungsleihe) auf gesondertes Verlangen von/für dem/den Unterauftragnehmer vorzulegen.

Die Auftraggeberin behält sich vor (insbesondere soweit ein Unternehmen für die Zuschlagserteilung in Frage kommt), vor Zuschlagserteilung weitere Unterlagen zu verlangen (z. B. zu Rechtsform, Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes, Unbedenklichkeitsbescheinigung der Sozialversicherungsträger, Eintragungen im Gewerbezentral- oder Wettbewerbsregister, Eintragungen im Bundeszentralregister für die gesetzlichen Vertreter und Führungskräfte des Unternehmens). Diese weiteren Unterlagen sind auf gesondertes Verlangen der Auftraggeberin vorzulegen, wenn nach der Beurteilung der Auftraggeberin Anlass zu einer Überprüfung der Eigenerklärungen besteht.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

4. Eigenerklärung (auf Formblatt A04) zu:

a) Gesamtjahresumsatz des Unternehmens,

b) zum Jahresumsatz des Unternehmens mit Leistungen der schweren Instandhaltung in der Eisenbahnbranche.

5. Eigenerklärung (selbst formuliert) zum Bestehen bzw. den geplanten Abschluss

a) einer ausreichenden Haftpflichtversicherung, sowie

b) einer Vertragserfüllungsbürgschaft und einer Gewährleistungsbürgschaft in ausreichender Höhe im Falle der Auftragserteilung gemäß Ziffer III.1.6.

Die Umsatzangaben (Nr. 4) sind im Falle einer Bietergemeinschaft mit dem Angebot von/für jedem/-s Mitglied, im Falle einer wirtschaftlichen oder finanziellen Eignungsleihe mit dem Angebot auch von/für dem/den Eignungsverleiher und im Falle eines Unterauftragnehmereinsatzes (ohne Eignungsleihe) auf gesondertes Verlangen von/für dem/den Unterauftragnehmer vorzulegen. Im Falle einer Bietergemeinschaft müssen die Haftpflichtversicherung alle Mitglieder und die Vertragserfüllungsbürgschaft die Gemeinschaft (Gesamtbürgschaft) erfassen; eine Eignungsleihe in Bezug auf die Haftpflichtversicherung und Vertragserfüllungsbürgschaft ist ausgeschlossen.

Die Auftraggeberin behält sich vor (insbesondere soweit ein Unternehmen für die Zuschlagserteilung in Frage kommt), vor Zuschlagserteilung weitere Unterlagen zu verlangen (z. B. Jahresabschlüsse bzw. Gewinn-/Verlustrechnungen der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, Angaben zu laufenden Verbindlichkeiten, Liquiditätsnachweise, Eigenkapitalbescheinigungen oder Bankbestätigungen, Nachweis der Möglichkeit zum Abschluss einer ausreichenden Haftpflichtversicherung und Vertragserfüllungsbürgschaft, Gewährleistungsbürgschaft). Diese weiteren Unterlagen sind auf gesondertes Verlangen der Auftraggeberin vorzulegen, wenn nach der Beurteilung der Auftraggeberin Anlass zu einer genaueren Überprüfung der Leistungsfähigkeit besteht, insbesondere wenn nachstehende Mindestanforderungen nur knapp erreicht werden.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Ein Unternehmen ist wirtschaftlich, technisch und finanziell leistungsfähig, wenn nach der Beurteilung der Auftraggeberin davon auszugehen ist, dass es die erforderlichen Kapazitäten besitzt, um seine laufenden finanziellen Belastungen und Verpflichtungen unter Einschluss derjenigen aus dem hier zu vergebenden Auftrag (auch hinsichtlich Vorlaufkosten, Anschubinvestitionen und Leistungsschwankungen/Spitzenbedarfe) ordnungsgemäß zu erfüllen. Davon ist in der Regel nicht auszugehen, wenn folgende Mindestanforderungen schon nicht erreicht werden:

Anforderungen, die die Wirtschaftsteilnehmer im Hinblick auf die Qualifikation erfüllen müssen und welche bei der Kontaktstelle im Rahmen der Qualifikationsfrist eingereicht werden müssen.

Zu 4(b). Durchschnittlicher Mindestjahresumsatz des Unternehmens mit Leistungen der schweren Instandhaltung in der Eisenbahnbranche in Höhe von ca. 25 000 000 Euro pro Jahr in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (oder alternativ: in den letzten 36 Kalendermonaten vor dem Termin zur Abgabe der Angebote).

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

6. Eigenerklärung (auf Formblatt A05) u. a. mit detaillierten Angaben und Beschreibungen zu vergleichbaren vom Unternehmen seit dem 1.1.2017 erbrachten Referenzleistungen (s. Mindestanforderungen). Eine vollständige Liste aller erbrachten Leistungen ist nicht verlangt; es genügen nachvollziehbare und aussagekräftige Angaben in Ansehung der Mindestanforderungen.

7. Angabe der Teilleistungen, die durch Unterauftragnehmer erbracht werden.

Die Referenzangaben (Nr. 6) sind mit, im Falle einer Bietergemeinschaft für das jeweilige Mitglied bzw. im Falle einer diesbezüglichen Eignungsleihe für den jeweiligen Eignungsverleiher (Unterauftragnehmer)vorzulegen, welches/-r die entsprechenden Leistungen tatsächlich ausführen wird. Es ist insoweit auf eine Übereinstimmung mit den Angaben zum Leistungsanteil in der Bietergemeinschaftserklärung bzw. Erklärung zu Unterauftragnehmerleistungen (s. auch Nr. 8) zu achten. Im Falle eines Unterauftragnehmereinsatzes (ohne Eignungsleihe) sind auf gesondertes Verlangen entsprechende Referenznachweise von/für dem/den Unterauftragnehmer vorzulegen.

Die Auftraggeberin behält sich vor (insbesondere soweit ein Unternehmen für die Zuschlagserteilung in Frage kommt), vor Zuschlagserteilung weitere Angaben zu erbrachten Leistungen in den vergangenen drei Kalenderjahren zu verlangen. Darüber hinaus behält sich die Auftraggeberin vor, die Qualifikation und Erfahrung der für die Auftragsausführung vorgesehenen Führungs-/Leitungspersonen (s. Ziffer III.2.2.) vor Zuschlagserteilung zu prüfen und entsprechende Nachweise zu verlangen. Diese weiteren Unterlagen sind auf gesondertes Verlangen der Auftraggeberin vorzulegen, wenn nach der Beurteilung der Auftraggeberin Anlass zu einer genaueren Überprüfung der Leistungsfähigkeit besteht, insbesondere wenn nachstehende Mindestanforderungen nur knapp erreicht werden oder wenn im Falle einer Bietergemeinschaft/Eignungsleihe die jeweiligen Leistungsanteile genauer aufzuklären sind. Die Auftraggeberin behält sich darüber hinaus vor, eigene Recherchen anzustellen und insbesondere die im Angebot benannten Referenzauftraggeber zu kontaktieren.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Zu 6. Das ausführende Unternehmen muss mindestens einen vergleichbaren Auftrag der schweren Instandhaltung in der Eisenbahnbranche mit folgenden Mindestanforderungen durchgeführt haben: Leistungsumfang in ähnlicher Größe zu dieser Ausschreibung hinsichtlich Umfang der einzelnen Arbeiten je Triebzug und ggfs. zeitgleicher Abarbeitung der geforderten Anzahl an Triebzügen. Ebenfalls müssen die Anforderungen an Infrastruktur und Personal für eine Durchführung der Arbeiten in genannter Größenordnung erfüllt werden.

III.1.4)Objektive Teilnahmeregeln und -kriterien
Auflistung und kurze Beschreibung der Regeln und Kriterien:

Die Vergabeunterlagen für den Teilnahmewettbewerb stehen unter der o. g. Internetadresse (Ziffer I.3.) zur Verfügung. Nur qualifizierte Unternehmen können an der Ausschreibung teilnehmen und erhalten Hinweise, Erläuterungen oder Antworten auf Fragen. Eine Registrierung erfolgt durch Einreichung der Vertraulichkeitsverpflichtung (A02) per E-Mail an die Kontaktstelle unter Angabe der Bekanntmachungsnummer und der Nennung eines Ansprechpartners samt einer durch gehendend erreichbaren E-Mail-Anschrift und Telefonnummer. (Im Dokument der Vertraulichkeitsverpflichtung (A02). Als Teilnahmeantrag haben die Bewerber zusätzlich die Formblätter für Angaben zur Ausschlussgründen(A03), das Formblatt zur Erklärung zum Umsatz (A04) und das Formblatt zur Erklärung der Referenzen (A05) im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs elektronisch an die Kontaktstelle einzureichen. Die weiteren Vergabeunterlagen werden dann nach Ablauf der Teilnahmefrist elektronisch zur Verfügung gestellt. s. III.1.1.-1.9), VI.3.

III.1.5)Angaben zu vorbehaltenen Aufträgen
III.1.6)Geforderte Kautionen oder Sicherheiten:

1. Vertragserfüllungs-Bankbürgschaft in Höhe von 5 % des Nettoauftragswertes,

2. Gewährleistungs-Bankbürgschaft in Höhe von 5 % des Nettoauftragswertes,

3. Haftpflichtversicherung mit mindestens folgenden Deckungssummen (jeweils mindestens zweifach maximiert pro Versicherungsjahr):

a) Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung in Höhe von 25,6 Millionen EUR je Versicherungsfall für Personen- und Sachschäden zweifachjahresmaximiert,

b) Vermögensschäden aufgrund fehlerhafter Planungen bzw. Konstruktion als Folge von Schäden an den Fahrzeugen in der Planungshaftpflichtversicherung in Höhe von 1 Millionen Euro je Versicherungsfall,

c) Tätigkeitsschäden für die in Reparatur befindlichen Fahrzeuge und für Bewegung derselben auf dem Betriebsgelände des Aufraggebers in Höhe von 9,3 Millionen Euro je Fahrzeug.

III.1.7)Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Hinweise auf Vorschriften, in denen sie enthalten sind:

Siehe Vergabeunterlagen.

III.1.8)Rechtsform, die die Unternehmensgruppe, der der Auftrag erteilt wird, haben muss:

Gesamtschuldnerische Haftung für die Ausführung des Auftrags (§ 421 BGB). Bietergemeinschaften haben mit dem Angebot eine Bietergemeinschaftserklärung abzugeben in der alle Mitglieder mit vollständigem Namen (Unternehmensbezeichnung) angegeben sind, Art und Umfang der von den Mitgliedern jeweils zu übernehmenden Leistungsteile angegeben sind, eines der Mitglieder als bevollmächtigter Vertreter der Bietergemeinschaft im Vergabeverfahren sowie im Auftragsfalle für den Abschluss und die Durchführung des Vertrags benannt ist und die Mitglieder der Bietergemeinschaft erklären, dass sie im Auftragsfalle für die Durchführung des Vertrags gesamtschuldnerisch haften.

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.1)Angaben zu einem besonderen Berufsstand
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Es gelten die für Nachunternehmer im Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG NRW) vorgesehenen Verpflichtungen zur Tariftreue und Mindestentlohnung, sofern die Leistungen in NRW erbracht werden. Erfolgt die Leistungserbringung durch den AN in einem anderen Bundesland oder außerhalb des Hoheitsgebietes der Bundesrepublik Deutschland, sichert der AN gegenüber dem AG die Einhaltung der betreffenden gesetzlichen Vorschriften über den Mindestlohn sowie der sozialrechtlichen und entsprechenden tarifvertraglichen Vorgaben zu.

Der/ die vom Auftragnehmer eingesetzten Projektleiter und dessen Vertreter müssen über ausreichend Erfahrung in der Durchführung von ähnlichen Projekten verfügen. Ebenfalls sind die Kommunikation und Dokumentation in deutscher Sprache zwingend erforderlich.

III.2.3)Für die Ausführung des Auftrags verantwortliches Personal

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit vorherigem Aufruf zum Wettbewerb
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.4)Angaben zur Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer oder Lösungen im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote
IV.1.6)Angaben zur elektronischen Auktion
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 10/08/2020
Ortszeit: 12:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 11/08/2020
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Laufzeit in Monaten: 6 (ab dem Schlusstermin für den Eingang der Angebote)
IV.2.7)Bedingungen für die Öffnung der Angebote

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
Aufträge werden elektronisch erteilt
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Die Zahlung erfolgt elektronisch
VI.3)Zusätzliche Angaben:

1. Es obliegt den interessierten Unternehmen, sich frühzeitig nach Kenntnisnahme dieser Bekanntmachung per E-Mail bei der Kontaktstelle (Ziffer I.1.) unter Angabe eines Ansprechpartners und einer aktiven (jederzeit empfangsbereiten) E-Mail-Adresse zu registrieren (z. B. durch Einreichung der Vertraulichkeitsverpflichtung gemäß Ziffer II.2.14). Zusätzliche Hinweise, Erläuterungen oder Antworten auf Bieterfragen sowie etwaige Änderungen oder Ergänzungen der Vergabeunterlagen wird die Auftraggeberin nur registrierten Unternehmen mitteilen. Die Vergabeunterlagen werden gemäß Ziffer II.2.14.) bereitgestellt.

2. Sofern sich ein Bieter zum Nachweis oder zur Ergänzung seiner Eignung auf die Kapazitäten anderer Unternehmen („Dritte“ oder „Eignungsverleiher“) beruft („Eignungsleihe“), sind die Eignungsverleiher im Angebot namentlich zu benennen und es sind das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen sowie die entsprechenden Kapazitäten des Eignungsverleihers mit dem Angebot nachzuweisen (s. Ziffer III.1.1. bis III.1.3.). Darüber hinaus hat der Bieter mit dem Angebot nachzuweisen, dass ihm die angegebenen Kapazitäten des Eignungsverleihers tatsächlich zur Verfügung stehen (z. B. durch eine Verpflichtungserklärung). Beruft sich der Bieter auf die Kapazitäten eines Eignungsverleihers im Hinblick auf die erforderliche wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (s. Ziffer III.1.2.), so hat der Bieter mit dem Angebot eine Vereinbarung oder Verpflichtungserklärung des Eignungsverleihers vorzulegen, wonach dieser mit dem Bieter gemeinsam für die Auftragsausführung entsprechend dem Umfang der Eignungsleihe haftet. Beruft sich der Bieter auf die Referenzen/Erfahrungen eines Eignungsverleihers im Hinblick auf die erforderliche berufliche und technische Leistungsfähigkeit (s. Ziffer III.1.3.), so hat er den Eignungsverleiher für die Ausführung der (Teil-)Leistungen, für die diese Erfahrungen benötigt werden, als Unterauftragnehmer einzusetzen.

3. Sofern der Bieter beabsichtigt, (Teil-)Leistungen an Unterauftragnehmer zu vergeben, sind diese (Teil-)Leistungen im Angebot anzugeben (s. Ziffer III.1.3.). Soweit nicht zugleich eine Eignungsleihe vorliegt (dann gilt der vorstehende Absatz) hat der Bieter auf Verlangen der Vergabestelle die Unterauftragnehmer namentlich zu benennen, das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen für die Nachunternehmer zu belegen und nachzuweisen, dass ihm die Unterauftragnehmer zur Ausführung der für sie vorgesehenen Leistungen tatsächlich zur Verfügung stehen (z. B. durch eine Verpflichtungserklärung). Die Auftraggeberin behält sich vor, bei kritischen (Teil-)Leistungen die Eignung der Unterauftragnehmer nach den Anforderungen der Ziffern III.1.2) und III.1.3. entsprechend den für sie vorgesehenen (Teil-)Leistungen zu prüfen und vor Zuschlagserteilung hierfür entsprechende Erklärungen und Nachweise von den/für die Unterauftragnehmer zu verlangen.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Rheinland bei der Bezirksregierung Düsseldorf
Postanschrift: Am Bonneshof 35
Ort: Düsseldorf
Postleitzahl: 40474
Land: Deutschland
E-Mail: poststelle@bezreg-duesseldorf.nrw.de
Telefon: +49 2114753131
Fax: +49 2114753989

Internet-Adresse: http://www.brd.nrw.de/organisation/vergabekammer/index.html

VI.4.2)Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Gemäß §§ 160 Abs. 3, 135 Abs. 2, 168 Abs. 2 GWB:. Die Vergabekammer (Ziffer VI.4.1.) leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Der Nachprüfungsantrag ist nur zulässig, wenn der Antragsteller den zur Nachprüfung beantragten Vergaberechtsverstoß zuvor rechtzeitig beim Auftraggeber gerügt hat. Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit ist der Eingang der Rüge beim Auftraggeber (Ziffer I.1.). Eine Rüge ist nicht rechtzeitig, wenn sie nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen erfolgt nachdem der Antragsteller den Vergaberechtsverstoß erkannt oder sich dieser Kenntnis mutwillig verschlossen hat. Eine Rüge ist außerdem nicht rechtzeitig, wenn der Vergaberechtsverstoß aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar war und die Rüge nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Abgabe der Angebote (Angebotsfrist) erfolgt ist. Der Nachprüfungsantrag ist auch unzulässig, wenn seit dem Eingang der Mitteilung des Auftraggebers beim Antragsteller, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, mehr als 15 Kalendertage vergangen sind. Der Nachprüfungsantrag ist weiterhin unzulässig, wenn der Zuschlag wirksam erteilt wurde (Vertragsschluss). Der Vertrag darf 15 Kalendertage nach Absendung der Information über den Abschluss des Vertrages durch den Auftraggeber an die betroffenen Bieter geschlossen werden; bei Übermittlung dieser Information per Fax oder auf elektronischem Weg verkürzt sich diese Frist auf 10 Kalendertage. Die Unwirksamkeit eines Vertragsschlusses kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der vorgenannten Information, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Rheinland bei der Bezirksregierung Düsseldorf
Postanschrift: Am Bonneshof 35
Ort: Düsseldorf
Postleitzahl: 40474
Land: Deutschland
E-Mail: poststelle@bezreg-duesseldorf.nrw.de
Telefon: +49 2114753131
Fax: +49 2114753989

Internet-Adresse: http://www.brd.nrw.de/organisation/vergabekammer/index.html

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
30/06/2020