Dienstleistungen - 335081-2020

16/07/2020    S136

Deutschland-Bochum: IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung

2020/S 136-335081

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS)
Postanschrift: Wasserstraße 215
Ort: Bochum
NUTS-Code: DEA51 Bochum, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 44799
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Dezernat IX.1.1 - Vergabestelle
E-Mail: vergabestelle@kbs.de
Fax: +49 234-30486190
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.kbs.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=337382
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=337382
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5)Haupttätigkeit(en)
Gesundheit

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Einführung von Voice-/Chat-Bots

Referenznummer der Bekanntmachung: ID: 1.761.268 (Voice/Chatbots)
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
72000000 IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand der Ausschreibung ist die Einführung von Voice-/Chat-Bots bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2)Beschreibung
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA51 Bochum, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung:

Bochum

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Der Auftrag umfasst die Unterstützung bei der Konzeption, Entwicklung, Weiterentwicklung, Beschaffung, Bereitstellung, Betrieb und Support von neuen Einsatzszenarien hin zu einem hoch integrativen digitalen Serviceportfolio sowie die Erstellung eines Verfahrenssicherheitskonzepts und einer Datenschutzfolgeabschätzung.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Identifikation und Authentifizierung von Kunden / Gewichtung: 11
Qualitätskriterium - Name: Vorqualifikation von Kundenanliegen / Gewichtung: 15
Qualitätskriterium - Name: Automatisierung der allgemeinen Informationsbereitstellung, Beratung und Self-Services / Gewichtung: 15
Qualitätskriterium - Name: Automatisierung von Standardprozessen / Gewichtung: 19
Kostenkriterium - Name: 1. Software/ Cloud-Nutzung / Plattform (inkl. Inbetriebnahme, Bereitstellung, Betrieb und Support) / Gewichtung: 12
Kostenkriterium - Name: 2. Kosten pro Anfrage - a) Grundpreis pro Anfrage bis zu 150 000 Anfragen mtl. / Gewichtung: 8
Kostenkriterium - Name: 2. Kosten pro Anfrage - b) Grundpreis pro Anfrage bei mehr als 150 000 Anfragen bis zu 200 000 Anfragen mtl. / Gewichtung: 7
Kostenkriterium - Name: 2. Kosten pro Anfrage - c) Grundpreis pro Anfrage bei mehr als 200 000 Anfragen bis zu 250 000 Anfragen mtl. / Gewichtung: 10
Kostenkriterium - Name: 2. Kosten pro Anfrage - d) Grundpreis pro Anfrage ab 250 001 Anfragen mtl. / Gewichtung: 3
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Laufzeit in Monaten: 24
Dieser Auftrag kann verlängert werden: ja
Beschreibung der Verlängerungen:

Der Vertrag tritt mit der Zuschlagserteilung in Kraft und hat eine Laufzeit von zunächst 2 Jahren. Er kann mit zweimaliger Verlängerungsoption um jeweils ein weiteres Jahr verlängert werden. Eine Verlängerung hat drei Monate vor Vertragsablauf durch die Knappschaft zu erfolgen. Der Vertrag endet somit spätestens nach 48 Monaten, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Die Bereitstellung eines funktionsfähigen Systems, welches mindestens die Module a) und b) (siehe vorläufige Leistungsbeschreibung) umfasst, hat spätestens sechs Monate nach Zuschlagserteilung zu erfolgen.

II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 6
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

Im Rahmen der Auswertung des Teilnahmewettbewerbs werden die Angaben der Bewerber in der TW Anlage 2 mit Punkten bewertet. Die Höchstpunktzahl beträgt insgesamt 25,1 Punkte. Ein Bewerber ist umso besser geeignet, je mehr Punkte er insgesamt erreicht hat.

Nachzuweisen ist mindestens ein Referenzobjekt im Bereich Voice- oder Chat-Bots (Mindestanforderung). Sofern Mindestanforderungen nicht erfüllt sind, kann von der Eignung des Bewerbers nicht ausgegangen werden mit der Folge des Ausschlusses des Teilnahmeantrages.

Es können für drei Referenzprojekte maximal 23,1 Punkte erreicht werden. Bewertet werden die Referenzen unter Berücksichtigung der Auftraggeber und des Auftragsinhalts (Voice-Bot, Chat-Bot, oder / und Chat-Assistent in App). Die Punkte für den Auftragsinhalt jeder Referenz setzen sich dabei aus einem Basiswert zusammen, welcher anschließend mit einem Multiplikator vervielfältigt wird. Dieser wird individuell für jedes zum Einsatz kommende System ermittelt und ist abhängig von der konkreten Umsetzung. Auf diese Weise kann sich ein Zuschlag oder Abschlag auf den Basiswert ergeben.

Erwartet werden vom Bewerber drei Referenzen aus den letzten drei Jahren (ab 2017) über umgesetzte vergleichbare Aufträge hinsichtlich des Auftragsinhalts und des Auftraggeberbezugs mit den in der TW Anlage 2 geforderten Angaben.

Je besser die Referenzen der vorliegend zu erbringenden Leistung entsprechen, desto mehr Punkte erhält der Bewerber. Bei Angabe von weniger als drei Referenzen erhält der Bieter für jede fehlende Referenz (zweite und/oder dritte) einen Zuschlag von jeweils 1,3 Punkten (Punktzuschlag für fehlende Referenz - siehe auch IV. Bewertungsmatrix der TW Anlage 2).

Die Basispunktwerte, welche bezogen auf den Auftraggeber vergeben werden, werden 1:1 in die Endwertung übernommen. Für die übrigen drei Basispunktwerte, zu den einzelnen Themengebieten Voice-Bot, Chat-Bot und Chat-Assistent in einer App, werden - sofern im Referenzprojekt vorhanden - jeweils individuelle Multiplikatoren ermittelt.

Ein verstärkter Einsatz innovativer Lösungsansätze wie Machine Learning und eine hohe „Intelligenz“ des Systems werden bei der Bepunktung der Referenzen positiv bewertet und führen zu einem höheren Multiplikator. Ein bei den Referenzen zum Einsatz gekommenes System, welches überwiegend regelbasiert (z. B. Wenn-Dann) entscheidet, führt zu einer niedrigeren Bewertung und einem niedrigeren Multiplikator.

Der Voice-/Chatbot soll nach der Anlernphase in der Lage sein, Lösungsmuster und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und nicht ausschließlich nach den zuvor definierten Regeln handeln. Dies bedeutet, dass das System (im Vergleich zu den Beispielen aus der Anlernphase) ähnlich gelagerte Fälle selbstständig identifizieren kann, darauf reagiert (oder zumindest Vorschläge für eine weitere Anlernung unterbreitet) und eine „Intelligenz“ entwickelt. Im Sinne des Natural Language Understandings soll die Syntax, Semantik und Pragmatik der Aussagen analysiert und gedeutet werden. Dabei soll das System neue Formulierungen automatisch erlernen. Je stärker das Machine Learning bzw. der Einsatz von künstlicher Intelligenz ausgeprägt sind, desto höher ist die Bewertung. Nur (vollständige) erfüllte Anforderungen aus dem Bewertungsschema werden für die Ermittlung des Multiplikators berücksichtigt (siehe II. Referenzprojekte der TW Anlage 2). Die Erfüllung ist anhand geeigneter Unterlagen glaubhaft zu machen.

Der Punktwert, welcher sich aus den maximal drei eingereichten Referenzen ergibt, kann darüber hinaus um bis zu zwei Zusatzpunkte aufgewertet werden.

a) Es wird ein Zusatzpunkt vergeben, sofern Forschungs- und Entwicklungsbemühungen im Umfeld der Künstlichen Intelligenz (z. B. Natural Language Processing/Understanding) bereits länger als drei Jahre bestehen. Ein entsprechender Nachweis oder eine Glaubhaftmachung (beispielhaft: Nennung von öffentlichen Vorträgen, Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, Branchenauszeichnungen etc.) sowie Angaben zu etwaigen Unterbrechungen sind beizufügen. Bei Unterbrechungen verlängert sich der vorgenannte Zeitraum um die Dauer der Unterbrechung. Ein entsprechendes Referenzprojekt ist zu benennen.

b) Ein weiterer Zusatzpunkt kann erreicht werden, wenn das angebotene System (Voice-/Chat-Bot) ohne zusätzlichen Aufwand mehrsprachig betrieben werden kann. Ohne zusätzlichen Aufwand bedeutet hierbei, dass das vorhandene Regelwerke (zur Deutschen Sprache) ohne manuelle Neuanlernung (die Ergänzung von Fachbegriffen in der Fremdsprache ausgenommen) und fundierte Kenntnisse der Fremdsprache auf eine andere Sprache angewandt werden kann. Ein entsprechendes Referenzprojekt ist zu benennen.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— TW Anlage 1 - Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

— TW Anlage 2 - Eigenerklärung zur Prüfung der Fachkunde und Leistungsfähigkeit sowie zur Beschränkung der Anzahl der Wirtschaftsteilnehmer

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Nachzuweisen ist mindestens ein Referenzobjekt im Bereich Voice- oder Chat-Bots (Mindestanforderung).

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 14/08/2020
Ortszeit: 11:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
Tag: 07/09/2020
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Laufzeit in Monaten: 2 (ab dem Schlusstermin für den Eingang der Angebote)

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
Aufträge werden elektronisch erteilt
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Die Angaben über die Bindefrist unter Punkt IV.2.6) sind lediglich der Systematik des Vordrucks geschuldet. Die Bindefrist von 2 Monaten gilt ab Ablauf der nach Verhandlungen mitgeteilten Frist zur Abgabe des finalen Angebotes.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemomblerstr. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de
Telefon: +49 228-94990
Fax: +49 228-9499400
Internet-Adresse: http://www.bundeskartellamt.de
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Etwaige Verfahrensrügen sind eindeutig als solche zu kennzeichnen. Die Vergabestelle weist rein vorsorglich auf die Rügeobliegenheiten der Bieter sowie die Präklusionsregelungen gemäß § 160 Abs. 3 GWB bezüglich der Behauptung von Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren hin. Ein Antrag auf Nachprüfung ist danach insbesondere unzulässig, soweit erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt werden oder mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung der KBS, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

VI.4.4)Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Bundesamt für Soziale Sicherung
Postanschrift: Friedrich-Ebert-Allee 38
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53113
Land: Deutschland
E-Mail: poststelle@bas.bund.de
Telefon: +49 228-6190
Fax: +49 228-6191870
Internet-Adresse: https://www.bundesamtsozialesicherung.de
VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
14/07/2020