Dienstleistungen - 388207-2020

18/08/2020    S159

Deutschland-Berlin: Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse

2020/S 159-388207

Auftragsbekanntmachung

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Ort: Berlin
NUTS-Code: DE300 Berlin
Land: Deutschland
E-Mail: servicestelle-vergabe@bmvi.bund.de
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.bmvi.bund.de
I.3)Kommunikation
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=345637
Weitere Auskünfte erteilen/erteilt die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=345637
I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.5)Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Verkehr und digitale Infrastruktur

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

Verkehrsprognose 2035, Teil 4: Eisenbahnverkehrsprognose 2035

Referenznummer der Bekanntmachung: Z30/SeV/288.3/2022/E13
II.1.2)CPV-Code Hauptteil
71241000 Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
II.1.3)Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4)Kurze Beschreibung:

Gegenstand dieser Ausschreibung ist:

— die Erarbeitung der „Eisenbahnverkehrsprognose 2035“ mit dem Ziel der Ermittlung streckenabschnittsgenauer Verkehrsbelastungszahlen des Eisenbahnnetzes sowohl für das Basisjahr 2017, den Prognosehorizont 2035 sowie den Szenarienhorizont 2050 (Los 1);

— die Erarbeitung und Umsetzung der „Bezugsfallentwicklung“ auf Grundlage der Ergebnisse der Eisenbahnverkehrsprognose 2035 (Los 1) für die im jeweiligen Prognosezeitraum prognostizierten Verkehrsströme des Verkehrsträgers (Los 2) sowie

— die „Anpassung des Zielfahrplans Deutschlandtakt“ auf Grundlage der Ergebnisse der Eisenbahnverkehrsprognose 2035 (Los 1) (Los 3).

II.1.5)Geschätzter Gesamtwert
II.1.6)Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: ja
Angebote sind möglich für alle Lose
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:

Eisenbahnverkehrsprognose

Los-Nr.: 1
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71241000 Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE300 Berlin
Hauptort der Ausführung:

Die Leistungen sind am Sitz des AN zu erbringen.

Arbeitstreffen, Präsentationen o. ä. mit/bei dem AG finden am Dienstsitz in Berlin statt.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Grundlage der Bedarfsplanüberprüfung ist die Umlegung der Verkehrsnachfragen aus den Jahren 2017 und 2035 in streckenabschnitts spezifische Verkehrsaufkommen (Zuganzahl). Dazu ist eine netz weite Verkehrsumlegung für den Analysefall 2017 und die (Prognose-) Planfälle 2035 durchzuführen. Die Planfälle 2035 umfassen die für 2035 prognostizierten Verkehrsströme für den Verkehrsträger Schiene im Zielnetz des Bedarfsplans 2016.

Die Leistung setzt sich insbesondere aus den folgenden Arbeitspaketen (AP) zusammen:

— AP 1: Wissenschaftliche Beratung des Auftraggebers; Abstimmung AN/AG;

— AP 2: Wissenschaftliche Beratung und Abstimmungen der AN der anderen Teile der Verkehrsprognose 2035;

— AP 3: Aufbau Netzmodell Schiene für den Analysefall 2017;

— AP 4: Aufbau Netzmodell Schiene für den Prognosefall 2035;

— AP 5: Modellierung der Analysesituation 2017;

— AP 6: Modellierung und Verkehrsnachfrageberechnung der Eisenbahnverkehrsprognose 2035;

— AP 7: Vergleich der Eisenbahnverkehrsprognose 2035 mit dem Zielnetz des Bedarfsplans 2016;

— AP 8: Modellierung und Verkehrsnachfrageberechnung eines weiteren Planfalles der Eisenbahnverkehrsprognose 2035;

— AP 9: Modellierung und Verkehrsnachfrageberechnung der Eisenbahnverkehrsentwicklungsszenarien 2050;

— AP 10: Dokumentation und Berichte;

— AP 11: Übergabe der aufbereiteten Ergebnisse als Datensätze sowie als digitale Karten;

— AP 12: Präsentation der Ergebnisse;

— AP 13: Externe Datenbeschaffung;

— Bedarfsposition: Zusätzliche Treffen für Abstimmungen/Präsentationen mit/bei AG.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Aufgabenverständnis/Methodische Vorgehensweise / Gewichtung: 35
Qualitätskriterium - Name: Projektorganisation / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Qualitätssicherung / Gewichtung: 20
Preis - Gewichtung: 25
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Ende: 31/10/2023
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.9)Angabe zur Beschränkung der Zahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Mindestzahl: 3
Höchstzahl: 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern:

EK Nr. 3.2: Geeignete Referenzen des Bieters über früher ausgeführte Aufträge der in den letzten sieben Jahren erbrachten wesentlichen Leistungen, die mit Bezug auf die ausgeschriebenen Leistungen, Aufschluss über die technische und berufliche Leistungsfähigkeit des Bieters geben.

— Themenschwerpunkt: Modellierung des Eisenbahnnetzes;

— Gewichtung: 45.

EK Nr. 3.3: Geeignete Referenzen des Bieters über früher ausgeführte Aufträge der in den letzten sieben Jahren erbrachten wesentlichen Leistungen, die mit Bezug auf die ausgeschriebenen Leistungen, Aufschluss über die technische und berufliche Leistungsfähigkeit des Bieters geben:

— Themenschwerpunkt: Entwicklung von Eisenbahnverkehrsszenarien und Umlegung von Szenarien;

— Gewichtung: 30.

EK Nr. 3.4: Geeignete Referenzen des Bieters über früher ausgeführte Aufträge der in den letzten sieben Jahren erbrachten wesentlichen Leistungen, die mit Bezug auf die ausgeschriebenen Leistungen, Aufschluss über die technische und berufliche Leistungsfähigkeit des Bieters geben:

— Themenschwerpunkt: Bezugsfall- und Zielfahrplanentwicklung;

— Gewichtung: 25.

II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:

Die in der Leistungsbeschreibung aufgeführte Bedarfsposition wird im Einzelfall gesondert schriftlich beauftragt. Ein Rechtsanspruch zur Beauftragung besteht nicht.

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Auftragsänderungen während der Vertragslaufzeit gem. § 16 des Vertrags:

(1) Der AG ist berechtigt, ohne Durchführung eines Vergabeverfahrens eine neue Vergütungsobergrenze nach den folgenden Bestimmungen festzusetzen:

a) Der Auftrag kann aus sachlichen, technischen, rechtlichen oder personellen Gründen nicht ohne Mehrbedarf ordnungsgemäß und vollständig erbracht werden und erfordert eine Änderung der Vergütungsobergrenze gem. § 9 Abs. (6) dieses Vertrages.

b) Die Gründe sind nachvollziehbar durch den AN zu dokumentieren und durch den AG gegenzuzeichnen. Sie können insbesondere vorliegen, wenn nach Vertragsschluss Umstände eingetreten sind, die einen höheren als den ursprünglich erwarteten Aufwand verursacht haben oder verursachen werden und diese Umstände keinem Vertragspartner zuzurechnen sind.

c) Die Ermittlung des Mehrbedarfes erfolgt unter angemessener Berücksichtigung der seit Vertragsbeginn für eine ordnungsgemäße Leistungserbringung erforderlich gewordenen Aufwände (Reise-, Personalkosten) und einer zwischen den Vertragspartnern abgestimmten realistischen Prognose des für eine mangelfreie Erfüllung voraussichtlich noch erforderlichen Mehrbedarfes. Die Höhe der neuen (angepassten) Vergütungsobergrenze wird aufgrund des so ermittelten Mehrbedarfs und der im Preisblatt angebotenen Pauschalfestpreise und Stundensätze festgesetzt.

d) Auf die Höhe der Pauschalfestpreise gem. § 10 Abs. (3) finden diese Regelungen keine Anwendung.

e) Im Übrigen gilt für die Anpassung der Vergütungsobergrenze das Schriftformerfordernis des § 17 Abs. (4) dieses Vertrages.

II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:

Bezugsfallentwicklung

Los-Nr.: 2
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71241000 Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE300 Berlin
Hauptort der Ausführung:

Die Leistungen sind am Sitz des AN zu erbringen.

Arbeitstreffen, Präsentationen o. ä. mit/bei dem AG finden am Dienstsitz in Berlin statt.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Für die im Nachgang zur Bedarfsplanüberprüfung erforderlichen Bewertungen von Aus- und Neubau-Vorhaben im Bereich der Bundesschienenwege ist die Erarbeitung eines Bezugsfalls 2035 erforderlich, der die Ergebnisse der Verkehrsprognose 2035 (Los 1) berücksichtigt. Für die Bewertung werden ein Bezugsfall 2035 (Ohne-Fall) und der Projekt-Planfall 2035 (Mit-Fall) verglichen. Bezugsfall und Projekt-Planfall unterscheiden sich durch die Berücksichtigung der Effekte des jeweiligen zu betrachtenden Infrastrukturprojekts.

Die Leistung setzt sich insbesondere aus den folgenden Arbeitspaketen (AP) zusammen:

— AP 1: Erstellung eines Katalogs der Schieneninfrastruktur für den Bezugsfall auf Basis der Verkehrsverflechtung der Eisenbahnverkehrsprognose 2035;

— AP 2: Einpflegung des geänderten Infrastrukturkatalogs in das Bezugsfallnetzmodel;

— AP 3: Anpassung des Verkehrsangebots des Arbeitsszenarios (Nahverkehr und Fernverkehr) auf das geänderte Infrastrukturangebot im Bezugsfall;

— AP 4: Routing des Verkehrsangebots auf dem geänderten Bezugsfallmodell;

— AP 5: Berechnung der aktualisierten Nachfragematrix für den Bezugsfall;

— AP 6: Umlegung der Bezugsfallnachfrage;

— AP 7: Engpassanalyse und -aufbereitung.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Aufgabenverständnis/Methodische Vorgehensweise / Gewichtung: 35
Qualitätskriterium - Name: Projektorganisation / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Qualitätssicherung / Gewichtung: 20
Preis - Gewichtung: 25
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Ende: 31/10/2023
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben
II.2)Beschreibung
II.2.1)Bezeichnung des Auftrags:

Anpassung des Zielfahrplans Deutschlandtakt

Los-Nr.: 3
II.2.2)Weitere(r) CPV-Code(s)
71241000 Durchführbarkeitsstudie, Beratung, Analyse
II.2.3)Erfüllungsort
NUTS-Code: DE300 Berlin
Hauptort der Ausführung:

Die Leistungen sind am Sitz des AN zu erbringen.

Arbeitstreffen, Präsentationen o. ä. mit/bei dem AG finden am Dienstsitz in Berlin statt.

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Anhand der Umlegungsergebnisse ist der aktuelle Zielfahrplan Deutschlandtakt als Grundlage für die Ermittlung des Infrastrukturbedarfs zu überprüfen und ggf. anzupassen. Dazu ist in Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU), den Aufgabenträgern im SPNV, für den SGV maßgeblichen Logistik-Unternehmen und dem AG jeweils ein Netzzustand für den Bezugsfall und die Planfälle der Prognose zu erstellen. Dabei sollten für jeden Netzzustand mindestens 3 Iterationsschleifen kalkuliert werden.

Die Leistung setzt sich insbesondere aus den folgenden Arbeitspaketen (AP) zusammen:

— AP 1: Überprüfung des Zielfahrplans im SPV;

— AP 2: Überprüfung des Zielfahrplans im SGV;

— AP 3: Erarbeitung des Zielfahrplans.

II.2.5)Zuschlagskriterien
Die nachstehenden Kriterien
Qualitätskriterium - Name: Aufgabenverständnis/Methodische Vorgehensweise / Gewichtung: 35
Qualitätskriterium - Name: Projektorganisation / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Qualitätssicherung / Gewichtung: 20
Preis - Gewichtung: 25
II.2.6)Geschätzter Wert
II.2.7)Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems
Ende: 31/10/2023
Dieser Auftrag kann verlängert werden: nein
II.2.10)Angaben über Varianten/Alternativangebote
Varianten/Alternativangebote sind zulässig: nein
II.2.11)Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Angaben

III.1)Teilnahmebedingungen
III.1.1)Befähigung zur Berufsausübung einschließlich Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Auflistung und kurze Beschreibung der Bedingungen:

Mit dem Teilnahmeantrag sind für jedes Los folgende Unterlagen (Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen, Nachweise) vorzulegen:

EK Nr. 1: Nachweis des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen gem. §§ 123, 124 GWB (siehe z. B. https://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__123.html und https://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__124.html).

— Abgabe einer entsprechenden Eigenerklärung pro Wirtschaftsteilnehmer (Formblatt F1);

— ist beabsichtigt, die Leistung gemeinschaftlich in Form einer Bewerber-/Bieter-/Arbeitsgemeinschaft zu erbringen, so hat jedes Mitglied die vorgenannten Unterlagen vorzulegen; darüber hinaus sind im Formblatt F-BS auch Angaben zur Bewerber-/Bieterstruktur zu machen;

— verpflichtet der Bieter für die Leistungserbringung Unterauftragnehmer, so hat auch jeder benannte Unterauftragnehmer – spätestens nach Anforderung durch den Auftraggeber – die oben genannten Unterlagen sowie eine entsprechende Verpflichtungserklärung (Eigenerklärung, F-VE) vorzulegen. Die Unterauftragnehmer sind namentlich mit ihren zu leistenden Aufgaben im Formblatt F-UA „Verzeichnis der benannten Unternehmen/Unterauftragnehmer" anzuführen.

Die Einzelheiten sind den elektronisch bereitgestellten Vergabeunterlagen zu entnehmen.

III.1.2)Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Mit dem Teilnahmeantrag sind für jedes Los folgende Unterlagen (Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen, Nachweise) vorzulegen:

EK Nr. 2: Nachweis einer Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung,

— Abgabe einer Eigenerklärung des Bewerbers (im Falle der Eignungsleihe des hierfür benannten anderen Unternehmens), dass eine entsprechende Versicherung vorhanden ist, im Auftragsfall abgeschlossen und diese während der gesamten Vertragslaufzeit aufrecht erhalten wird (Formblatt F2).

— Sofern zur Erfüllung der Eignungsanforderungen auf ein anderes Unternehmens zurückgegriffen wird (Eignungsleihe gem. § 47 VgV), sind auch die geforderten Nachweise des anderen Unternehmens mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen. In diesem Fall hat das andere Unternehmen darüber hinaus auch eine entsprechende Verpflichtungserklärung (F-VE) vorzulegen.

Die Einzelheiten sind den elektronisch bereitgestellten Vergabeunterlagen zu entnehmen.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Die Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung hat in Bezug auf jedes Los mindestens die nachstehenden Schäden mit folgenden Mindestversicherungssummen abzudecken:

— für Personen- und Sachschäden mindestens 3 000 000 EUR pauschal je Schadensfall;

— für Vermögensschäden mindestens 100 000 EUR je Schadensfall.

III.1.3)Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auflistung und kurze Beschreibung der Eignungskriterien:

Los 1:

EK Nr. 3.1: Geeignete Referenzen des Bieters über früher ausgeführte Aufträge der in den letzten 3 Jahren erbrachten wesentlichen Leistungen, die mit Bezug auf die ausgeschriebenen Leistungen, Aufschluss über die technische und berufliche Leistungsfähigkeit des Bewerbers geben. Der AG berücksichtigt auch Referenzen aus den letzten sieben Jahren.

Los 2:

EK Nr. 3.1: Geeignete Referenzen des Bieters über früher ausgeführte Aufträge der in den letzten 3 Jahren erbrachten wesentlichen Leistungen, die mit Bezug auf die ausgeschriebenen Leistungen, Aufschluss über die technische und berufliche Leistungsfähigkeit des Bewerbers geben. Der AG berücksichtigt auch Referenzen aus den letzten sieben Jahren.

Los 3:

EK Nr. 3.1: Geeignete Referenzen des Bieters über früher ausgeführte Aufträge der in den letzten 3 Jahren erbrachten wesentlichen Leistungen, die mit Bezug auf die ausgeschriebenen Leistungen, Aufschluss über die technische und berufliche Leistungsfähigkeit des Bewerbers geben. Der AG berücksichtigt auch Referenzen aus den letzten sieben Jahren.

Möglicherweise geforderte Mindeststandards:

Los 1:

EK Nr. 3.1: Gefordert werden vergleichbare Referenzen, d. h. Leistungen, die dem Auftragsgegenstand Los 1 „Eisenbahnverkehrsprognose" nahekommen oder ähneln und in Umfang, Komplexität (Vielschichtigkeit) und Schwierigkeitsgrad den ausgeschriebenen Leistungen in Los 1 „Eisenbahnverkehrsprognose" entsprechen.

Los 2:

EK Nr. 3.1: Gefordert werden vergleichbare Referenzen, d. h. Leistungen, die dem Auftragsgegenstand Los 2 „Bezugsfallentwicklung" nahekommen oder ähneln und in Umfang, Komplexität (Vielschichtigkeit) und Schwierigkeitsgrad den ausgeschriebenen Leistungen in Los 2 „Bezugsfallentwicklung" entsprechen.

Los 3:

EK Nr. 3.1: Gefordert werden vergleichbare Referenzen, d. h. Leistungen, die dem Auftragsgegenstand Los 3 „Anpassung des Zielfahrplans Deutschlandtakt" nahe kommen oder ähneln und in Umfang, Komplexität (Vielschichtigkeit) und Schwierigkeitsgrad den ausgeschriebenen Leistungen in Los 3 „Anpassung des Zielfahrplans Deutschlandtakt" entsprechen.

III.2)Bedingungen für den Auftrag
III.2.2)Bedingungen für die Ausführung des Auftrags:

Los 1:

Gewährleistung der Neutralität:

— der AN darf ohne Zustimmung des AG zeitgleich keine Dienstleistungen für Dritte mit widerstreitenden Interessen („Interessenkollision“) bis zum Ende der Vertragslaufzeit übernehmen. Eine Interessenkollision liegt vor, wenn der AN zeitgleich wirtschafts- und/oder verkehrsträgerbezogene Prognosen für Dritte und/oder damit im Zusammenhang stehende Beratungsleistungen für Dritte erbringt;

— Näheres regelt § 13 des Vertrags zu Los 1.

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.5)Angaben zur Verhandlung
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.2)Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
Tag: 17/09/2020
Ortszeit: 10:00
IV.2.3)Voraussichtlicher Tag der Absendung der Aufforderungen zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber
IV.2.4)Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können:
Deutsch
IV.2.6)Bindefrist des Angebots
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 31/12/2020

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.1)Angaben zur Wiederkehr des Auftrags
Dies ist ein wiederkehrender Auftrag: nein
VI.2)Angaben zu elektronischen Arbeitsabläufen
Aufträge werden elektronisch erteilt
Die elektronische Rechnungsstellung wird akzeptiert
Die Zahlung erfolgt elektronisch
VI.3)Zusätzliche Angaben:

Teilnahmewettbewerb VHV und Nicht offenes Verfahren:

1. Die Vergabe erfolgt als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb gemäß § 17 VgV. Im Rahmen dieser Bekanntmachung wird zunächst zur Abgabe eines Teilnahmeantrages aufgefordert. Nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbes werden die geeigneten Bewerber zur Abgabe eines Erstangebotes aufgefordert.

Angebote (Angaben zur Leistungsausführung, Preiskalkulationen o. ä.) sind im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs nicht vorzulegen (s. Bewerbungsbedingungen).

2. Das Vergabeverfahren wird elektronisch über die E-Vergabeplattform des BMI www.evergabe-online.de durchgeführt. Die Bereitstellung von Teilnahme- Vergabeunterlagen sowie die Kommunikation zwischen Bewerbern/Bietern und der Vergabestelle erfolgen grundsätzlich über die E-Vergabe-Plattform. Informationen über die E-Vergabe und die technischen Voraussetzungen für deren Nutzung erhalten Sie unter www.evergabe-online.info.

3. Fragen der Bewerber sind über die E-Vergabe-Plattform des BMI (als registrierter Nutzer) rechtzeitig vor Ablauf der Bewerbungsfrist zu stellen. Es werden ausschließlich Fragen beantwortet, die für die Erstellung des Teilnahmeantrages erforderlich sind. Es erfolgt keine Beantwortung von inhaltlichen Fragen zur Leistungsbeschreibung, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit den Eignungsanforderungen stehen. Die Antworten werden zeitnah erarbeitet und über die E-Vergabe-Plattform des BMI an alle Bewerber versendet.

4. Die gemäß Ziffer II.2.9 (Los 1) ausgewählten Bewerber werden anschließend zur Verhandlung in Einzelgesprächen eingeladen. Die Verhandlungsgespräche finden voraussichtlich in der 51. KW 2020 statt. (Angabe ohne Gewähr).

5. Der AG behält sich vor die Verhandlung auf mehrere Runden auszuweiten.

Aufgrund der aktuellen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie (COVID-19/SARS-CoV-2), kann das in den Bewerbungsbedingungen beschriebene Verhandlungsverfahren mit mündlichen Verhandlungsgesprächen eventuell nicht wie geplant stattfinden.

Es wird daher die Möglichkeit schriftlicher Verhandlungen oder ggf. anderer Kommunikationsformen erwogen, um im Falle der Verlängerung der geltenden Maßnahmen den Fortgang des Verfahrens nicht zu beeinträchtigen.

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Bundeskartellamt – Vergabekammer des Bundes
Ort: Bonn
Land: Deutschland
VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

Die Vergabestelle weist ausdrücklich auf die Rügeobliegenheiten der Unternehmen/Bewerber/Bieter sowie auf die Präklusionsregelungen gemäß § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 bis Nr. 4 GWB (siehe z. B.: https://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__160.html) hinsichtlich der Behauptung von Verstößen gegen die Bestimmungen über das Vergabeverfahren hin.

§ 160 GWB lautet:

1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein,

2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriftengeltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht,

3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:

1) Der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,

4) Mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
13/08/2020